Aschekasten: Varianten, Zweck und Reinigung

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Der Aschekasten ist ein Ascheauffangbehältnis, welches die bei der Verbrennung in Kaminen und Öfen entstehende Asche aufnimmt. Diese Asche gelangt später in den Müll oder kann im Garten als Dünger verwendet werden.

Moderne Öfen kommen mittlerweile jedoch bereits ohne entsprechende Auffangbehältnisse aus.

Funktionsweise von Aschekästen

Ein Aschekasten ist unterhalb des Rosts des Brennraums eines Kachelofens, Kaminofens, Pelletofens oder Grillkamins angebracht. Alternative Bezeichnungen sind Aschepfanne oder Aschlade. Die bei der Verbrennung von Holz, Pellets, Kohle oder Briketts entstehenden Ascherückstände fallen bei den meisten Öfen von alleine durch das Rost in den Kasten hinein. Nur bei selbstreinigenden Öfen leitet die Luftzirkulation während des Reinigungsverfahrens die Asche zum Kasten.

Wie sind die Modelle aufgebaut?

Damit Aschekästen die heiße Asche aufnehmen können, bestehen sie aus feuerfesten Materialien wie verzinktes Blech oder Stahlblech. Entscheidend sind ihre Korrosionsbeständigkeit sowie Nichtverformung unter Hitzeeinfluss.

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Ein Aschekasten für den Kamin oder für den Ofen wird in Standardgrößen wie beispielsweise einem Feuerrost mit Aschekasten mit den Maßen 60×40 cm als Ersatzteil zum Nachkaufen angeboten. Möchte man einen Aschekasten kaufen, der für besonders außergewöhnliche Ofenformen und -bauweisen geeignet ist, so kann man diesen auf Maß anfertigen lassen.

Ausführungen für Wohnraumöfen besitzen die Form von entnehmbaren Schubkästen, die sich passgenau unter den Feuerraum einschieben lassen. Zur komfortablen Handhabung verfügen einige Aschekästen auch über Handgriffe und Henkel.

Wie erfolgt die Reinigung?

Auch der Aschekasten erwärmt sich beim Betrieb des Ofens. Berühren Sie ihn daher erst nach einer vollständigen Abkühlung des Ofens. Auf diese Weise vermeiden Sie eventuelle Verbrennungen. Um das Schmelzen von Kunsstoffmülltonnen zu verhindern, ist ebenfalls auf ein vollständiges Herunterkühlen der aufgefangenen Asche zu achten, bevor Sie diese über den Müll entsorgen.

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Reinigen Sie Ihren Kaminofen grundsätzlich nur außerhalb des Betriebes sowie nach dem vollständigen Erlöschen der Glut. Fegen Sie zunächst den kompletten Feuerraum und bürsten Sie das Rost ab, bevor Sie das Auffangbehältnis entnehmen. Da während des Fegens auch anhaftende Ascherückstände in den Behälter fallen.

Weshalb moderne Öfen keinen Aschekasten benötigen?

Viele moderne Öfen arbeiten mit einer so effizienten Verbrennungstechnik, dass nur noch sehr wenige Aschereste anfallen. Deshalb kommen diese Systeme ohne eigene Aschekästen aus. Stattdessen ist es vollkommen ausreichend, die wenigen Ascherückstände in regelmäßigen Abständen mit entsprechendem Kaminofenzubehör wie einer Schaufel und einem Sauger zu entfernen.

Damit diese Öfen jedoch tatsächlich so effizient arbeiten, dass vollkommen auf einen Auffangkasten verzichtet werden kann, sind neben der Technologie des Ofens ebenfalls die Wahl des Brennmaterials sowie ein korrekt eingestellter Kaminzug entscheidend:

Um eine saubere und effiziente Verbrennung zu gewährleisten, darf die Restfeuchtigkeit von Brennholz maximal 20 Prozent betragen. Ein optimaler Kaminzug bewirkt einen zuverlässigen Abtransport der Verbrennungsgase ins Freie. Zudem ist ein richtig eingestellter Schornsteinzug die Voraussetzung für eine vollkommen effiziente und rückstandsarme Verbrennung.