Damit eine Solaranlage die auf dem Dach erzeugte Wärme in den Heizkreislauf transportieren kann, wird Solarflüssigkeit benötigt. Zum Tausch und Befüllen dient eine Befüllpumpe. Dieser Beitrag erklärt Anwendung und Hinweise.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Befüllpumpe dient zum Spülen und Befüllen von Solaranlagen.
- Solarflüssigkeit ist eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel.
- Sie altert und muss je nach Anlage nach etwa vier bis sieben Jahren getauscht werden.
- Zum Befüllen ist ein Mindestdruck von etwa 2,5 bar nötig.
- Beim Befüllen und Spülen sollte die Flüssigkeit nicht wärmer als 40 Grad sein.
Anwendung der Befüllpumpe
Bei der Solarflüssigkeit handelt es sich um eine Mischung aus Wasser und Glykol, also Frostschutzmittel. Durch das stetige Aufheizen und Abkühlen altert die Flüssigkeit und muss von Zeit zu Zeit getauscht oder nachgefüllt werden. Ob genügend Flüssigkeit in der Anlage ist, lässt sich am Anlagendruck erkennen: Ein niedriger Druck deutet auf zu wenig oder überalterte Solarflüssigkeit hin. Für den Tausch wird eine Befüllpumpe benötigt, die zum Spülen und Befüllen von Solaranlagen geeignet ist.
Spülen der Solaranlage
Die Solarflüssigkeit altert je nach Art und Bauweise der Anlage nach etwa vier bis sieben Jahren. Bevor die Befüllpumpe zum Einsatz kommt, muss die alte Flüssigkeit abgelassen werden. Anschließend wird die Anlage mithilfe der Pumpe gespült, wozu klares Leitungswasser verwendet wird, das etwa fünf bis zehn Minuten zirkulieren sollte und sich danach im Auffangbehälter der Pumpe sammelt. Beim Spülen werden zugleich Ablagerungen aus dem Leitungssystem entfernt. Vor dem Befüllen muss das verschmutzte Wasser vollständig aus der Anlage abfließen.
Befüllen der Anlage
Zum Befüllen werden zuerst die Kugelventile geöffnet und die Schläuche angeschlossen. Die Befüllpumpe muss einen Mindestdruck von etwa 2,5 bar erzeugen, denn der hohe Druck sorgt dafür, dass keine Luft mehr in der Solarflüssigkeit verbleibt. Versierte Handwerker können den Vorgang mit einer Bohrmaschinenpumpe durchführen. Zeigt die Flüssigkeit im Schauglas keine Luftbläschen mehr, werden zuerst das Auslass- und dann das Einlassventil geschlossen, bevor die Pumpe ausgeschaltet wird. Zum Schluss wird der Anlagendruck kontrolliert und bei Bedarf neu eingestellt.
Entlüften nach dem Befüllen
Auch nach dem Befüllen kann sich noch etwas Luft im Leitungssystem befinden, weshalb der Anlagendruck nach ein bis zwei Tagen erneut kontrolliert werden sollte. Ist er gesunken, muss die Solarflüssigkeit nochmals entlüftet werden. Dafür ist die Befüllpumpe nicht nötig. Das Entlüften erfolgt ähnlich wie bei einem Heizkörper über ein Ventil. Da Luftbläschen die Effizienz senken und zu Schäden führen können, sollte die Anlage in regelmäßigen Abständen entlüftet werden.
Sicherheitshinweise für den Betrieb
Beim Betrieb der Befüllpumpe sind einige Sicherheitshinweise zu beachten. Die stromführenden Teile müssen jederzeit vor Feuchtigkeit geschützt sein, und die Öffnungen zur Belüftung der Motorkühlung dürfen nicht versperrt werden. Zum Schutz der Gleitringdichtung sollten Befüllpumpen nicht im Trockenlauf betrieben werden. Beim Befüllen, Entlüften oder Spülen sollte die Flüssigkeitstemperatur nicht höher als 40 Grad Celsius sein. Bei Frostgefahr kann der Betrieb zu Schäden an Pumpe oder Anlage führen, und eine Befüllpumpe sollte grundsätzlich nur unter Aufsicht betrieben werden.
Wartung der Solaranlage
Der regelmäßige Tausch der Solarflüssigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Wartung einer Solarthermieanlage, denn nur mit intakter Flüssigkeit arbeitet die Anlage effizient und ist zuverlässig vor Frost geschützt. Neben dem Zustand der Solarflüssigkeit sollten bei der Wartung auch der Anlagendruck, die Pumpe und die Dämmung der Leitungen geprüft werden. Da beim Umgang mit der heißen Anlage und der Solarflüssigkeit Vorsicht geboten ist, überlassen viele Betreiber diese Arbeiten einem Fachbetrieb. Wer den Tausch selbst durchführt, sollte die Herstellerhinweise genau beachten und die passende Solarflüssigkeit verwenden, damit die Anlage lange zuverlässig läuft.
Wer eine Solarthermieanlage betreibt, sollte die Solarflüssigkeit regelmäßig auf ihren Zustand prüfen lassen, da überalterte Flüssigkeit nicht nur die Effizienz mindert, sondern im schlimmsten Fall auch den Frostschutz beeinträchtigt. Ein zu niedriger Anlagendruck oder eine dunkel verfärbte Flüssigkeit sind Anzeichen dafür, dass ein Tausch ansteht. Die Befüllpumpe ist dabei das zentrale Werkzeug, um die Anlage zu spülen und blasenfrei neu zu befüllen. Auch wenn versierte Heimwerker den Tausch selbst durchführen können, ist es angesichts der heißen Anlage und der nötigen Sorgfalt beim blasenfreien Befüllen oft ratsam, diese Arbeit einem Fachbetrieb zu überlassen, der zugleich die gesamte Anlage überprüft.
Zusammengefasst ist die Befüllpumpe ein unverzichtbares Werkzeug für die Wartung von Solarthermieanlagen, mit dem sich die Anlage spülen und blasenfrei mit frischer Solarflüssigkeit befüllen lässt. Da die Solarflüssigkeit mit der Zeit altert, ist ein regelmäßiger Tausch wichtig, um die Effizienz und den Frostschutz der Anlage zu erhalten. Beim Umgang mit der Pumpe sind die Sicherheitshinweise zu beachten, insbesondere der Schutz vor Feuchtigkeit und der Verzicht auf Trockenlauf. Im Zweifel überlassen Sie diese Arbeit einem Fachbetrieb.
Wer die Wartung selbst übernimmt, sollte darauf achten, ausschließlich die vom Hersteller vorgesehene Solarflüssigkeit zu verwenden und beim Befüllen sorgfältig auf einen blasenfreien Zustand zu achten. Nur so arbeitet die Anlage effizient und bleibt zuverlässig vor Frost geschützt. Prüfen Sie nach dem Befüllen mehrfach den Anlagendruck und entlüften Sie bei Bedarf nach.
So bleibt Ihre Solarthermieanlage dauerhaft leistungsfähig und trägt zuverlässig zur Wärme- und Warmwasserversorgung bei. Eine gepflegte Anlage arbeitet effizienter und hat eine längere Lebensdauer.
