Blockheizkraftwerk im Einfamilienhaus: Infos & Vorteile

Die Kraft-Wärme-Kopplung wird in vielen größeren Gebäude- und Nutzeinheiten schon lange wirtschaftlich betrieben. Ein Blockheizkraftwerk für ein Einfamilienhaus ist erst seit einigen Jahren eine interessante Option und etabliert sich langsam als echte Alternative auf dem Heizungsmarkt. Wie ein BHKW funktioniert, was es kostet und wann es sich lohnt.

blockheizkraftwerk im einfamilienhaus
Sie können zwischen Nano- oder Miniblockheizkraftwerken auswählen, die im Leistungsbereich zwischen zwei und sechs Kilowatt liegen. Für eine ökonomisch lohnenswerte Nutzung müssen Sie den durchschnittlichen Wärme- und Stromverbrauch und die Anzahl der Betriebsstunden ausbalancieren. Als Leitzahl legen Sie den zu erwartenden Wärmebedarf in Kilowattstunden zugrunde.
Mittelwerte der Temperaturen des vergangenen Jahrzehnts helfen Ihnen. Die Raumanzahl und Dämmungssituation Ihres Einfamilienhauses und die Anzahl der Bewohner und Aufenthaltszeiten sind ebenfalls zu berücksichtigen. Kesselheld zeigt Ihnen im Folgenden welche Vor- und Nachteile der Einsatz dieser modernen Heizung im Einfamilienhaus hat. Erfahren Sie zudem was ein BHKW kostet und wie es richtig dimensioniert wird.

Kosten eines Blockheizkraftwerkes im Einfamilienhaus

Je nach baulicher Situation und Dimensionierung müssen Sie Zusatzgeräte wie Wärmetauscher, Pufferspeicher, Abgasanlage und hydraulische Einrichtungen mit bis zu 5.000 Euro zusätzlichen Aufwendungen bei dieser Heiztechnik einplanen.Je nach Ihrer persönlicher Entscheidung und Zweckmäßigkeit kommen eine Brennstofflagerung und ein zusätzlicher Spitzenlastkessel hinzu.

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Die Investitionskosten

Die Investition für den eigenen Kraftwerksblock in der für ein Einfamilienhaus benötigten Leistungsklasse bewegt sich zwischen 8.000 und 15.000 Euro.

Die Montagekosten sind sehr abhängig vom baulichen Aufwand. Das Aufstellen und Anschließen des Kraftwerkblocks an eine betriebsfertige Infrastruktur kann ab 2.000 Euro erledigt werden. Die durchschnittlichen Arbeits-, Installations- und Montagekosten müssen Sie allerdings bei etwa 4.000 bis 8.000 Euro ansetzen. Ein Nano- oder Minikraftwerk kostet Sie zwischen 15.000 und 30.000 Euro.

Welche Mindestleistungsabnahme ist erforderlich?

Ihr Ziel bezüglich der Dimensionierung Ihres eigenen Kraftwerks ist die möglichst umfangreiche Auslastung. Je höher die Anzahl der jährlichen Betriebsstunden steigt, desto wirtschaftlicher arbeitet das Mini BHKW. Als Richtwert ist eine Auslastung von 4.400 Stunden, etwa die Hälfte der Jahresstunden, anzustreben. Je nach Gebäudegröße liefern Ihnen ein Mini- oder Nanokraftwerk bis zu zwanzig Kilowatt thermische Wärmeenergie. In Zukunft werden auch Pellet BHKWs eine immer größere Rolle spielen.

Die Stromproduktion ist ein entscheidender Kalkulationsfaktor. Nach dem Errechnen Ihres voraussichtlichen Verbrauchs setzen Sie die Erzeugungsleistung Ihrer geplanten Kraftwerksgröße dagegen. Die entsprechende Wahl der Modellvariante verschiebt den Schwerpunkt zwischen Wärme- und Stromproduktion. Wenn Sie einen Großverbraucher wie einen beheizten Pool unterhalten, ist eine stromgeführte Anlage vorteilhaft.

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Welche Vorteile bestehen gegenüber anderen Systemen?

Das Blockheizkraftwerk für ein Einfamilienhaus hat einige Vorteile gegenüber konventionellen Heizungsarten:

  • Gegebenenfalls keine Brennstofflagerung erforderlich
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Eigenstrom als Nutz- und Handelsware
  • Strom rentiert doppelt: geringerer Fremdbezug und Einspeisevergütung
  • Mit unterschiedlichen Brennstoffen zu betreiben
  • Brennstoffzellen mindern Brennstoffverbrauch zusätzlich
  • Geringerer Brennstoffverbrauch
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Einige Einschränkungen und Nachteile machen ein Blockheizkraftwerk für ein Einfamilienhaus für manche Hauseigentümer zu einer unattraktiven Alternative.

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Häufiger Minderbedarf durch Abwesenheit unterschreitet Wirtschaftlichkeitsgrenze
  • Zusätzliches Spitzenlastsystem wie Brenner
  • Verbrauch fossiler Energieträger
  • Leitungsstromverbrauch zur Ergänzung (kann durch Solarstrom ausgeglichen werden)
  • Regenerative Brennstoffe bisher über Heizen mit Holz im Speziellen mit Pellets möglich
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Wieviel kostet mich der Wärme und Strom?

Die Ermittlung der Betriebskosten Ihres Kraftwerks setzt sich aus mehreren Variablen zusammen. Optimal ausbalanciert sind folgende Faktoren am „Endergebnis“ beteiligt:

  • Betriebsstundenanzahl
  • Brennstoffkosten
  • Kosten für externen Strombezug
  • Heizungswartung und Instandhaltung
  • Rückvergütungen für eingespeisten Strom
  • Energiesteuerrückerstattung
  • Anteilig gesparter externer Strom durch Eigenstromnutzung
  • Wärme- oder stromgeführte Spezifikation

Bei einem optimal ausbalancierten Wirkungsgrad können Sie in einem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche von jährlichen Beträgen zwischen 2.000 und 2.200 Euro ausgehen. Damit liegen Sie etwa zwanzig Prozent unter den Kosten für eine vergleichbare Gasbrennwertheizung.

Die Amortisationszeit der Investition wird auf zehn bis 15 Jahre angelegt. Um diesen Zeitpunkt nach vorne zu verlegen, sind auch Sets und teilvormontierte Anlagen erhältlich. Wenn Sie über technisches Verständnis und Geschick verfügen, ist der Eigenbau eines Blockheizkraftwerkes ebenfalls eine Möglichkeit, die Arbeitskosten zu senken.

Gibt es Förderungen?

Ähnlich der aus einer Gruppe von Variablen zusammengesetzten Wirtschaftlichkeit sind auch die Fördermöglichkeiten in einem Art Modulsystem zusammenstellbar. Zuschüsse und Spezialkredite mit tilgungsfreien Startzeiten werden auf die Anfangsinvestition gewährt. Dauerhafte steuerliche Förderungen und Zuschläge aus dem KWK Gesetz erhöhen den Profit des verkauften Stroms.