21. Juni 2016 /

Wie verändert sich die Zukunft der Heizung? – Teil 2

Andreas Kühl: Passgenaue Systeme aus vielfältigen Möglichkeiten

energynet logo auf weißem hintergrundDer Heizungsmarkt wird in Zukunft noch vielfältiger und komplexer als er heute schon ist. Schon heute haben Handwerker und Endkunden eine große Auswahl an unterschiedlichen Systemen und Energieträger. Früher gab es dagegen nur die Wahl zwischen Öl und Gas, bzw. zwischen Niedertemperatur- und Brennwertheizung. Heute gibt es Wärmepumpen, Pellets, Mini-BHKW, Brennstoffzellen, Solarthermie und eine Kombination daraus.

In Zukunft wird es, vor allem in größeren Gebäuden, mehr Kombinationen aus den einzelnen Heizungsarten geben, also multivalente Heizsysteme. Das können verschiedene Wärmepumpen sein, die mit solarthermischen Anlagen, Blockheizkraftwerken und/ oder Photovoltaik-Anlagen kombiniert werden. Hinzu kommen noch Fernwärme-Angebote, die Power-to-Heat nutzen, also überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien als Wärme nutzen.

Im Einfamilienhaus wird es künftig ebenfalls mehr Kombinationen geben, wie PV oder Solarthermie plus Wärmepumpe oder eine Brennstoffzelle, die nicht genutzten Strom der PV-Anlage über einen Elektrolyseur als Wasserstoff speichert und diesen bei Bedarf für die Wärmeerzeugung nutzt.

Über energynet.de: Über seinen Blog energynet.de, berichtet der Diplom-Bauphysiker Andreas Kühl mit großer Begeisterung über Themen wie energiesparendes Bauen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Neben interessanten Artikeln, die immer auch eine gewisse Portion Persönlichkeit enthalten, bietet er in regelmäßigen Abständen auch spannende Podcasts zum Hören und Verstehen. Hier geht es zum Blog: energynet.de

eccuro: Ein Paradigmenwechsel, hin zu klimaneutralen Gebäuden

eccuro logo weitDie Heizung der Zukunft löst einen Paradigmenwechsel aus.

Durch eine ganzheitliche Sanierung der Gebäude bis zum Jahr 2050 nach dem Vorbild der Niedrigstenergie-Häuser werden diese nur noch 20 % des heutigen Energiebedarfes verursachen.

Parallel dazu entwickelt sich eine Energieerzeugung aus regenerativ erzeugtem Strom. Dieser kommt überwiegend aus der Windkraft und der Fotovoltaik.

Hybridsysteme, bestehend aus Wärmepumpe und / oder BHKW zur Grundlastabdeckung, sowie über thermische- oder gespeicherte Solarenergie, wie z.B. Pellets zur Spitzenlastabdeckung, lösen immer mehr die fossilen Energieträger Öl und Gas ab.

Die Wind- und Solarenergie, die uns nicht immer zeitgleich zu dem Nutzungsbedarf zur Verfügung steht, wird weitestgehend durch Wärme- und Strom-Speicher ausgeglichen. Mit einem intelligenten Regelsystem, pfiffigen Strompreismodellen und der Einbeziehung des Nutzers wird eine ganzheitliche, regenerative Energieerzeugung umgesetzt. Bindet man in dieses System noch das Elektroauto ein, so sind wir einem Energiekreislauf sehr nahe.

Über die Digitalisierung verbindet sich die gesamte Baubranche, sie teilt ihr Wissen, schafft Systeme und im Zuge der anstehenden Sanierungszyklen erreichen wir nahezu klimaneutrale Gebäude. Die Vision wird zur Realität.

Über eccuro.com: eccuro ist das erste soziale Sanierungsnetzwerk, das Sanierer, Experten und Hersteller an einem Ort verbindet. Neben regelmäßigen Beiträgen zu den Themen Bauen und Sanieren bietet die Plattform ganzheitliche Sanierungslösungen, einen Sanierungscheck sowie ein Werkzeug, dass Sanieren einfacher, sicherer und effizienter macht. Hier geht es zum Portal: eccuro.com

Frank Hartung: Regenerativ für Strom und Wärme

hausbau-berater.de logoIch glaube, dass wir in Zukunft ausschließlich regenerative Technologien nutzen werden. Schon heute werden Ölheizungen fast gar nicht mehr eingebaut und auch die Gasthermen werden schon bald der Vergangenheit angehören.

Meines Erachtens werden wir also elektrische Wärmepumpensysteme mit Solarthermie, Elektroheizungen aus Sonnenenergie oder Blockheizkraftwerke einsetzen. Aus diesem Grund empfehle ich jedem Bauinteressenten schon seit einigen Jahren, immer eine Fußbodenheizung einzubauen, die bereits für Vorlauftemperaturen von weniger als 30 Grad ausgelegt ist. Dies hat den Vorteil, dass ein älteres Heizungssystem unproblematisch ausgetauscht werden kann.

Über hausbau-berater.de: Frank Hartung ist seit 1995 als unabhängiger Bauberater tätig. In Gesprächen mit Kunden spielt dabei vor allem die Wahl eines passenden Heizsystems immer wieder eine wichtige Rolle. Mit der Webseite Hausbau-berater.de bietet er einen umfassenden Überblick über seine Erfahrungen rund um Hausbau und Heizung. Hier geht es zur Website: hausbau-berater.de

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