digitales heizkörperthermostat in der ansicht
06. Dezember 2016 /

Smart Energie sparen mit digitalen Thermostaten

Wenn der Winter naht, sinken die Temperaturen, während die Heizkosten steigen. Intelligente und smarte Heizkörperthermostate helfen hier mit nur wenig Aufwand beim Sparen. Sie regeln die Beheizung individuell und halten damit den Energieverbrauch und somit auch die Kosten geringer.

Heizkörperthermostate können heute ganz bequem smart betrieben werden. Die Palette der Einstellung reicht dabei von „direkt manuell“ bis „von überall aus“. Für jeden Bedarf, jede technische Ausstattung und jedes Budget gibt es den passenden Regler. Bei perfekter Nutzung sind Einsparungen von fünf bis über 30 Prozent möglich, das können in einem größeren Haushalt pro Jahr durchaus ein paar Hundert Euro sein. Die Anschaffungskosten amortisieren sich in den meisten Fällen bereits nach einem Jahr der Nutzung.

Im Folgenden haben wir die verschiedenen smarten Thermostatarten zusammengetragen. Die Montage ist dabei denkbar einfach: den alten Thermostat ohne Ablassen des Wassers abschrauben, den neuen rauf und Wohlfühlwärme einprogrammieren – fertig ist die Installation.

Klassische smarte Heizkörperthermostate: manuelle Bedienung mit digitalem Display

Der einfachste Ersatz für den analogen Thermostat mit Drehknopf ist ein batteriebetriebener digitaler Heizkörperthermostat. Statt roter Ziffern bietet er zusätzlich zum Drehregler ein je nach Modell beleuchtetes Digitaldisplay und mehrere Tasten. Mit deren Hilfe lässt sich die gewünschte Temperatur für persönlich festgelegte Zeiten eingeben. Die Einstellung muss dafür an jedem Heizkörper separat vorgenommen werden. Möglich sind etwa tägliche Intervalle, pauschal Montag bis Freitag oder für das Wochenende.

Diese Thermostate verfügen in der Regel über eine Kindersicherung sowie eine „Fenster-offen-Erkennung“ inklusive Herunterregelung der Temperatur auf 10 Grad. Neben der Programmierfunktion kann das Thermostat auch wie gewohnt per Drehrad manuell eingestellt werden. Statt von eins bis fünf stellt man jedoch die gewünschte Temperatur ein, ein integrierter Fühler übernimmt hier die Auswertung.

Dieser einfache Einstieg in die Welt der programmierbaren Thermostate ist bereits für rund 10 Euro möglich. Schwachpunkt: nach einem Batteriewechsel sind die programmierten Daten in den meisten Fällen nicht mehr gespeichert. Abhilfe schaffen hier teurere Thermostate, die einen USB-Abschluss haben. In diesem Fall werden die gewünschten Einstellungen am Computer eingegeben, auf den USB-Stick übertragen und dieser direkt am Thermostat ausgelesen.

Bluetooth-Thermostate: die komfortablere Art der Programmierung

Smarte Heizkörperthermostate mit Bluetooth-Verbindung sind optisch kaum von den klassischen smarten Reglern zu unterscheiden. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie auch über eine App programmiert werden können. Außerdem werden die in der App gespeicherten Daten nach einem Batteriewechsel automatisch übernommen. Die erforderlichen Apps gibt es in der Regel immer für die beiden großen Mobilsysteme iOS und Android. Sie funktionieren auf Smartphone oder Tablet, in einigen Fällen kann die Programmierung auch per PC, Windows Phone oder Browser erfolgen. Einige teure Modelle bieten eine Steuerung per Spracheingabe, frei nach dem Motto „Siri, stelle die Heizung im Schlafzimmer auf 17 Grad“. Alle Modelle können auch ohne zusätzliche Hilfsgeräte einzeln betrieben werden, die Smartphone-App vereinfacht jedoch das Vornehmen von Einstellungen. Heizkörperthermostate mit Bluetooth sind ab ca. 20 Euro erhältlich.

WLAN-Thermostate: der erste Schritt zum Smart Home

WLAN-Thermostate sind noch komfortabler: sie können im Gegensatz zu Bluetooth-Modellen per App von überall auf der Welt eingestellt werden. Wer also in Richtung Ferienwohnung aufbricht, kann schon zuhause die Heizung einschalten, um nicht kalt empfangen zu werden. Dafür ist jedoch die Einbindung in das hauseigene WLAN-Netzwerk Voraussetzung. Und das lässt sich in der Regel nur mit einer zusätzlichen Steuereinheit bewerkstelligen. Vorteil: diese ist meist auch optimiert, um Fenster-/Tür-Kontakte, Bewegungsmelder und mehr zu steuern und kann somit als Einstieg in ein Smart Home dienen, muss es aber nicht. Auch eine Verwendung als alleinige Heizthermostat-Zentrale ist möglich.

Obendrein sind nützliche Zusatzfunktionen hier keine Seltenheit, wie etwa eine Schimmelwarnung bei einer Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent oder auch eine Lernfähigkeit. Hier lernt das Thermostat während der Benutzung, wann beheizt wird, wie die Wohlfühltemperatur ist und wo zu welcher Tageszeit geheizt wird. Nach einigen Wochen kann ein lernfähiges Thermostat selbsttätig unter Berücksichtigung der Raumgröße und Tageszeiten agieren. WLAN-Thermostate benötigen für die volle Nutzung einen Online-Zugang und sind ab rund 30 Euro zu haben, zzgl. Kosten für die Zentraleinheit von 50 bis 200 Euro. Die Kosten variieren je nach Modell.

Echte Smart Home-Thermostate: Komplett vernetzt sparen

Den letzten Schritt ins Smart Home gehen die Thermostate, die in einem voll vernetzten Smart Home kommunizieren. Hier funkt der Türsensor bei Schließen der Tür an die Zentraleinheit, dass das Haus verlassen wurde, diese verringert daraufhin die optimale Raumtemperatur, schaltet überall das Licht aus und aktiviert zum Beispiel noch die Überwachungskamera. Bequemer kann Energiesparen nicht sein.

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