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10. Juli 2018 /

Warum eine energetische Sanierung den Immobilienwert steigert

Wer seine Immobilie energetisch saniert, hilft nicht nur der Umwelt, sondern steigert auch den Wert seiner Immobilie erheblich. Welche Maßnahmen Eigentümer dazu ergreifen sollten und wie sich diese auswirken, erfahren Sie hier.

Energetisch sanieren bedeutet, ein Gebäude so zu modernisieren, dass sich dessen Energieverbrauch und damit auch die für die Umwelt schädlichen Treibhausgasemissionen reduzieren. Sanierungsmaßnahmen bieten sich vor allem in Altbauten an. Denn ein Großteil (rund 20 Millionen) wurde vor 1979 und damit vor der ersten Energiesparverordnung erbaut. Eine Modernisierung hat seither in vielen Fällen nicht mehr stattgefunden.

Energiefresser austauschen

Vor der energetischen Sanierung gilt es, die Schwachstellen einer Immobilie zu bestimmen. In alten Gebäuden sind dies häufig Dächer und Fassaden ohne ausreichende Dämmung, eine alte Heizungsanlage und undichte Fenster. Allein über das Dach entweicht dabei rund ein Viertel der Wärme eines Gebäudes.

Um Energiekosten zu sparen, eignen sich die folgenden Maßnahmen:

  • Wärmedämmung von Dach, Fassade, Kellerdecke und -außenwänden
  • Einbau von Isolierfenstern
  • Heizungsmodernisierung (z.B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien)

Hausbesitzer, die diese verschiedenen Maßnahmen umsetzen, profitieren in doppelter Hinsicht: Sie steigern den Wert ihrer Immobilie und reduzieren ihre Energiekosten um rund ein Drittel. Die Ausgaben für die Sanierungsmaßnahmen amortisieren sich – je nach Maßnahme- durchschnittlich innerhalb von acht bis 15 Jahren. So rechnet sich eine Fassadendämmung bei einer Heizkostenersparnis von rund 20 Prozent in rund 8 bis 10 Jahren. Die Erneuerung der Heizung bei eingesparten 15 Prozent sogar bereits nach sechs bis acht Jahren.

Weiterer Vorteil: Ein energetisch saniertes Gebäude verfügt auch über ein besseres Wohnklima. Positive Nebeneffekte sind etwa ein optimierter Feuchtigkeits- und Schallschutz. Denn die Dämmung der Fassade schluckt Geräusche von außen und feuchtigkeitsregulierende Dämmstoffe reduzieren die Feuchtigkeit und beugen Schimmelbildung vor.

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Es ist übrigens nicht nötig, alle energetischen Sanierungsmaßnahmen auf einmal durchzuführen. Und auch nicht immer angemessen, da einzelne Teile eines Gebäudes einen unterschiedlichen Verschleiß besitzen. Als Faustregel gilt: die energetische Sanierung von außen nach innen zu starten. Denn was nützt eine modernisierte Heizung, wenn ein großer Teil der Wärme durch eine schlechte Dämmung von Dach oder Fassade ineffizient nach außen entweicht?

Energiekosten mit einer Solaranlage sparen

Eine weitere Maßnahme bietet sich mit der Investition in eine Solaranlage. Eine Photovoltaikanlage etwa, welche Sonnenenergie in Solarstrom umwandelt, kostet für ein Einfamilienhaus – abhängig von der Größe des Dachs – in den meisten Fällen 10.000 Euro bis 15.000 Euro. Sie bringt eine Ersparnis von rund 50 Prozent der Stromkosten. Damit rentieren sich die Kosten für die Anlage nach einigen Jahren.

Außerdem besteht für Eigentümer einer Photovoltaik-Anlage die Möglichkeit, ihren Strom ins Netz einzuspeisen und eine entsprechende Vergütung zu erhalten. Da ein Solarmodul eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren aufweist, erhöht sich der Wert der Immobilie für eine lange Zeitdauer.

 

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Vorteile für Verkäufer und Vermieter von Immobilien

Wer energetisch saniert, profitiert auch von einer positiven Bilanz im Energieausweis. Dieser ist nach einer umfassenden Sanierung Pflicht und damit vor allem für Immobilienverkäufer und -vermieter interessant. Der in diesem Fall benötigte Bedarfsausweis informiert über den Energieverbrauch einer Immobilie und ist spätestens bei der Besichtigung vorzulegen. Ein positiver Wert erhöht dabei das Interesse von Käufern und Mietern, die von dem reduzierten Energieverbrauch profitieren.

Gut zu wissen: Vermieter, die energetisch sanieren, haben den finanziellen Aufwand für die Maßnahmen nicht immer alleine zu tragen. Nach §559 BGB sind sie berechtigt, 11 Prozent der Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen auf die jährliche Miete umzulegen.

Unterschiede zur Instandhaltung

Modernisierungsmaßnahmen entscheiden sich von Instandhaltungsmaßnahmen dadurch, dass letztere keine Auswirkungen auf den Wert der Immobilie haben. Sie dienen vielmehr dazu, den Wert eines Gebäudes zu erhalten. Typische Instandhaltungsmaßnahmen sind etwa ein neuer Anstrich der Fassade oder die Reparatur des Dachs. Für Eigentümer empfiehlt es sich jedoch, Instandhaltungsmaßnahmen mit Modernisierungsmaßnahmen zu verbinden, da sie Kosten so reduzieren können. So muss ein Gerüst beispielsweise nur einmal aufgestellt werden.

*Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Clarissa Freund, Online Redakteurin von Homeday.

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