Bodenplatte für Kaminöfen: Wann sie Pflicht ist & Vorschriften

bodenplatte für den kaminofen
Im Kaminofen entstehen hohe Temperaturen, die zum Beispiel Schäden an einem Holzboden verursachen können. Eine weitere Gefahr besteht durch Funkenflug. Aus diesem Grunde ist es wichtig, auf den ausreichenden Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien zu achten. Eine Bodenplatte für den Kamin schützt den Untergrund unmittelbar unter und um den Kamin. Wann eine solche Platte Pflicht ist, welche Arten es gibt sowie hilfreiche Tipps zur Montage.
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Folgende Mindestwerte müssen laut DIN 18896 und § 4 der deutschen Musterfeuerungsverordnung beachtet bei der Funkenschutzplatte beachtet werden:

  • Die Platte muss an der Seite um mindestens 30 Zentimeter größer als die Stellfläche des Kamins sein.
  • An der Vorderseite muss die Platte die Grundfläche des Kamins um wenigstens 50 Zentimeter überragen.

Vorschrift zur Anbringung

Eine Bodenplatte für den Kaminofen ist gesetzlich Plicht, falls brennbare Fußbodenmaterialien vorhanden sind. Als brennbar gelten:

  • Teppich
  • Laminat
  • Holz

Die Schutzplatte darf nicht brennbar sein, es kann sich beispielsweise um eine Bodenplatte aus Stahl oder Glas handeln. Sie muss den Grundriss des Kamins seitlich und vorne deutlich überragen.

Der Sicherheitsabstand zu brennbaren Objekten

Brennbare Objekte sind unter anderem Möbel, Wände und Vorhänge. In den Feuerverordnungen und Bauverordnungen der jeweiligen Bundesländer ist geregelt, welche Mindestabstände eingehalten werden müssen und welche sonstigen Vorschriften zum Aufstellen des Kamins gültig sind.

Nicht immer droht direkt die Gefahr des Brandes. Auch wärmeempfindliche Materialien erfordern Sicherheitsvorkehrungen. Schmelzen Kunststoffverkleidungen oder erwärmen sich Vorhänge zu stark, dann birgt dies gesundheitliche Gefahren. Oftmals sind die erforderlichen Sicherheitsabstände zu Möbeln in der Bedienungsanleitung des Kaminofens aufgeführt.

Verschiedenen Ausführungen

Sei es eine Bodenplatte aus Granit, aus Stahl oder aus Glas – Bei geöffnetem Kaminofen erweisen sich die Schutzplatten als unersetzlich. Die Formen reichen von Halbkreisen über Sechsecke bis hin zu Quadraten. Die Bodenschutzplatte ist vor und neben dem Kamin sichtbar. Deshalb ist die Optik neben der Sicherheit der zweite Aspekt zur Auswahl der Produkte. Mögliche brandfeste Materialien sind:

  • Stein
  • Fliese
  • Schiefer
  • Marmor
  • Stahlblech
  • Glas

Die Sicherheitsprüfung für Funkenschutzplatten

Im Rahmen der Sicherheitsprüfung werden unterhalb des Kaminofens die Bodentemperaturen gemessen. Bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen (maximal 85 Grad Celsius) können Sie Vorlegeplatten einsetzen. Die Vorlegeplatte ist deutlich kleiner als die klassische Bodenplatte für den Kaminofen. Die Modelle des Herstellers Hase beispielsweise, wurden so konstruiert, dass Vorlegeplatten möglich sind.

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Die Vorschrift für eine Funkenschutzplatte umfasst die Forderung, dass brennbare Böden vor herausfallender Glut geschützt werden müssen.
Aus diesem Grunde darf zwischen dem Kaminofen und den Vorlegeplatten kein Spalt verbleiben, sondern es muss der vollständige Abschluss gewährleistet sein. Eine kleine Herausforderung stellen drehbare Kaminöfen dar. In diesem Fall muss eine Anpassung der Bodenplatte an des Drehwinkels erfolgen.

Montage

Meistens ist die Montage am einfachsten, wenn Sie Originalzubehör des Kaminofen-Herstellers nutzen. Ein Beispiel ist der Ofen Vela, bei welchem Sie die CERA-Bodenplatte verwenden können. Die Platte aus Edelstahl schieben Sie unter den Ofen und können Sie zum Reinigen jederzeit wieder entfernen. Nutzen Sie eine Platte aus Glas, dann kaufen Sie bestmöglich Sicherheitsglas mit einer Mindeststärke von 8 Millimetern. Gegebenenfalls können Ausgleichsvorrichtungen beziehungsweise Ausgleichsringe erforderlich sein, damit die Passform gewährleistet ist.