
Braunkohlebriketts haben eine lange Tradition und sind wegen ihrer gleichmäßigen, lang anhaltenden Wärme beliebt. In Öfen und Kaminen muss nur in größeren Abständen nachgelegt werden. Dieser Beitrag erklärt Brenndauer, Temperatur, Lagerung und Kosten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Braunkohlebriketts liefern eine lang anhaltende, gleichmäßige Wärme; in Dauerbrennöfen bis zu 10 bis 12 Stunden.
- Sie erreichen Temperaturen von etwa 550 bis 800 Grad Celsius, mit Spitzen bis rund 1.000 Grad.
- Beim Verbrennen kann ein unangenehmer Geruch entstehen.
- Die Lagerung sollte trocken erfolgen, da vollständige Durchnässung die Briketts unbrauchbar macht.
- Der Preis liegt im Schnitt bei etwa 30 bis 60 Cent je Kilogramm.
Hoher Heizwert und lange Brenndauer
Nach dem Anzünden entfalten Braunkohlebriketts meist innerhalb von etwa 15 Minuten ihre volle Wirkung. Ein sichtbares Zeichen ist die weißlich verfärbte Oberfläche: Dann haben die Briketts ihre höchste Temperatur erreicht, die je nach Bedingungen zwischen etwa 550 und 800 Grad Celsius liegt, unter Umständen sogar bis zu 1.000 Grad. Im Verlauf sinkt die Temperatur etwas, bleibt aber konstant auf einem hohen Niveau von rund 550 bis 600 Grad. Braunkohlebriketts werden aus getrockneter Feinkohle gepresst, einem fossilen Rohstoff, der nur begrenzt verfügbar ist. Daher setzen viele Hersteller zunehmend auf Alternativen wie Briketts aus Holzresten oder Kokosschalen.
Wie lange brennen Braunkohlebriketts?
Die Brenndauer hängt stark von der Art und Leistung des Ofens ab. In einem Dauerbrenner kann die Heizwirkung 10 bis 12 Stunden anhalten. Als Faustregel gilt: Je dichter das Material, desto länger die Brenndauer. Die lange Brenndauer und der hohe Heizwert sind die entscheidenden Vorteile. Nachteilig ist der beim Verbrennen mögliche unangenehme Geruch, der eine Weile anhalten kann.
Was kosten Braunkohlebriketts?
Es gibt sehr preiswerte Angebote ab wenigen Euro je 25-Kilogramm-Gebinde, während andere Paletten deutlich teurer sein können. Ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich daher. Kleinere Mengen von 10 Kilogramm sind ebenfalls erhältlich. Im Schnitt liegt der Preis je Kilogramm bei etwa 30 bis 60 Cent, abhängig von Menge, Anbieter und Region.
Dürfen Braunkohlebriketts nass werden?
Lagern Sie die Briketts trocken und geschützt, idealerweise im Keller. Ist das nicht möglich, sollten Sie rechtzeitig nach Alternativen suchen. Bei der Lagerung im Freien dürfen die Briketts nicht ungeschützt Regen oder Sonne ausgesetzt sein. Eine leicht feuchte Oberfläche schadet in der Regel nicht, die Briketts brennen dann trotzdem. Eine vollständige Durchnässung muss jedoch unbedingt vermieden werden, da sie die Briketts unbrauchbar macht. Auch intensive Sonneneinstrahlung kann schaden, weil die Briketts dann zerfallen oder zerbröseln können.
Rechtliche und ökologische Einordnung
Braunkohle ist ein fossiler Brennstoff mit vergleichsweise hohen CO2-Emissionen, weshalb das Heizen mit Kohle unter Klima- und Umweltgesichtspunkten kritisch gesehen wird. Öfen und Kamine für feste Brennstoffe unterliegen zudem den Vorgaben der Immissionsschutzverordnung, die Grenzwerte für Feinstaub und weitere Emissionen festlegt. Ältere Einzelraumfeuerungen müssen diese Anforderungen erfüllen oder nachgerüstet, in bestimmten Fällen auch stillgelegt werden. Der Schornsteinfeger prüft die Einhaltung. Wer über eine Feuerstätte für Braunkohlebriketts nachdenkt, sollte diese Aspekte berücksichtigen und die Anlage regelmäßig warten lassen, damit sie sauber und emissionsarm verbrennt. Vor dem Hintergrund steigender CO2-Kosten und strengerer Umweltvorgaben verlieren Kohlebriketts als dauerhafte Hauptheizung an Bedeutung, während sie als gelegentliche Wärmequelle in geeigneten Öfen weiterhin genutzt werden.
Braunkohlebriketts richtig verwenden
Für ein gutes Heizergebnis kommt es nicht nur auf die Briketts an, sondern auch auf die richtige Handhabung. Wichtig ist eine ausreichende Luftzufuhr beim Anzünden, damit die Briketts zügig durchglühen. Ist die Glut erreicht, lässt sich die Verbrennung über die Luftregler des Ofens drosseln, sodass die Briketts langsam und lange abbrennen. Auf diese Weise nutzen Sie den hohen Heizwert optimal aus und erreichen die charakteristische, gleichmäßige Wärme über viele Stunden. Achten Sie außerdem darauf, den Ofen nicht zu überladen und die Herstellerangaben zur maximalen Füllmenge einzuhalten.
Die Restasche sollte regelmäßig entfernt werden, da sie die Luftzufuhr behindert und die Verbrennung verschlechtert. Eine saubere Feuerstätte verbrennt effizienter und emissionsärmer, was sowohl dem Heizergebnis als auch der Umwelt zugutekommt.
Fazit
Braunkohlebriketts bieten eine lang anhaltende, gleichmäßige Wärme und einen hohen Heizwert, weshalb sie in geeigneten Öfen und Kaminen nach wie vor genutzt werden. Zu beachten sind die trockene Lagerung, der mögliche Geruch beim Verbrennen sowie die Umwelt- und Rechtsaspekte, da Kohle ein emissionsintensiver fossiler Brennstoff ist. Wer die Briketts richtig lagert und verwendet und die geltenden Immissionsschutzvorgaben einhält, kann die Vorteile nutzen, sollte sich der langfristig sinkenden Bedeutung von Kohle als Heizbrennstoff aber bewusst sein.
Braunkohlebriketts im Vergleich zu anderen Brennstoffen
Im Vergleich zu Holzscheiten brennen Braunkohlebriketts deutlich länger und liefern eine gleichmäßigere Wärme, weshalb sie besonders für Dauerbrennöfen geschätzt werden. Holz brennt zwar mit einer lebhaften Flamme, muss aber häufiger nachgelegt werden. Gegenüber Holzbriketts, die aus gepressten Holzresten bestehen, unterscheiden sich Braunkohlebriketts vor allem in der Zusammensetzung: Braunkohle ist ein fossiler Rohstoff, während Holzbriketts aus nachwachsendem Material stammen und in der CO2-Bilanz vorteilhafter sind. Wer Wert auf eine bessere Umweltbilanz legt, greift daher eher zu Holzbriketts oder anderen erneuerbaren Alternativen.
Wer sich für Braunkohlebriketts entscheidet, sollte auf gute Qualität achten und die Briketts von einem verlässlichen Anbieter beziehen, damit sie gleichmäßig und geruchsarm verbrennen.
