Bundesverband: Wichtige Verbände für Heizungskunden | Kesselheld

Bundesverband: Wichtige Verbände für Heizungskunden

Bundesverband
Neuigkeiten auf dem Heizungsmarkt erreichen Endverbraucher meist zuletzt.

Bundesverbände sammeln die wichtigsten Informationen des Marktes verständlich auf und bieten eine wichtige Orientierungshilfe besonders bei gesetzlichen Neuerungen. Wir haben die wichtigsten Institutionen für Heizungskunden zusammengestellt.

Welche Aufgaben hat ein Bundesverband?

Die jeweiligen Aufgaben und Ziele definiert jeder Verband selbst. Während einige Bundesverbände es sich zur Aufgabe machen, Endverbraucher über den Heizungsmarkt und alternative Heizungssysteme zu informieren, versuchen andere Heizungskunden zur Nutzung erneuerbarer Energien zu motivieren. Im Folgenden stellen wir die für Sie wichtigsten Verbände mit Ihren Zielen und Aufgaben vor.

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Was ist ein Bundesverband?

Verbände dienen zunächst zur Interessenbündelung einzelner Mitglieder unter Erreichung einer übergeordneten Zielvorstellung. Bundesverbände bündeln Interessen auf bundesweiter Ebene über die Grenzen der einzelnen Bundesländer hinweg. 

Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)

Einhundert Unternehmen und zwei assoziierte Verbände sind im BDH zusammengeschlossen. So vertritt der BDH rund 90 Prozent des heizungsindustriellen Umsatzes in Europa. Die deutsche Heizungsindustrie ist Spitzenreiter im Europa-Vergleich.

Die Unternehmen, die sich dem BDH anschließen, stellen Produkte für Geschäfts- und Privatkunden her. Von Wärmepumpen, Power-to-Heat bis hin zu Großkesseln wird ein breites Produktspektrum vertreten.

Aufgaben

Ziele

Der BDH spricht sich öffentlich für die Förderung erneuerbarer Energien in der Heizungsindustrie aus. Zusätzlich bekennt sich der BDH zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und fördert die Digitalisierung des Heizungsmarktes. Als klarer Unterstützer der deutschen Energiewende möchte er zusammen mit Unternehmen und Haushalten Wege finden, um Emissionen und den Verbrauch fossiler Brennstoffe im Heizungsmarkt zu reduzieren.

Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE)

Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V., kurz BEE, bündelt die Interessen von insgesamt 40 lokalen wie auch überregionalen Verbänden, Organisationen und Unternehmen. Über 30.000 Einzelmitglieder und Firmen vertreten die Bereiche Wind-, Wasser-, Bio- und Solarenergie.

Aufgaben

Ziele

Der BEE erfüllt beratende Funktionen und berät öffentliche Stellen bei der Fortschreibung der Energiepolitik. Darüber hinaus fördert der BEE Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien. Vor allem in der Politik macht er sich für den Ausbau von regenerativen Energien stark und liefert konkrete Ausführungsmodelle. Der BEE vertritt Unternehmensinteressen, die zielführend den Klimaschutz vorantreiben.

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Im Jahr 2007 gegründet ist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) Vertreter für über 1.800 Unternehmen in Deutschland. Insgesamt repräsentieren die Mitglieder rund 90 Prozent des deutschen Stromabsatzes.

Aufgaben

Ziele

Das Leitmotiv des BDEW ist: “Energie.Wasser.Leben” Der Verband unterstützt Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft bei politischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen, wie beispielsweise die Förderung von Wind- und Solarenergie in Deutschland. Der BDEW hat sich 18 strategische Ziele gesetzt. Neben anderen umfassen diese den Ausbau erneuerbarer Energien und die Wahrung von Verbraucher- und Klimaschutz.

Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE)

Der erst vor 15 Jahren gegründete BNE vertritt die Interessen von Energieversorgern gegenüber Politik und Wirtschaft. Der Verband folgt dem Leitmotiv “Digitalisierung, Dezentralisierung, Dekarbonisierung”.

Aufgaben

Ziele

Der BNE ist zentraler Ansprechpartner für neue energiewirtschaftliche Geschäftsmodelle auf Bundes- und Länderebene. Smarte Heizungsanlagen und neue Systeme sollen entwickelt und verbreitet werden. Ziel dieses Verbandes ist es, die Energieindustrie in Deutschland nachhaltig zu modernisieren. So sollen Technologien besser genutzt werden, um Verbrauchern moderne Lösungen zu bieten.

Bundesverband WindEnergie (BWE)

Gegründet im Jahr 1996 trägt der Bundesverband WindEnergie maßgeblich zur Nutzung von Windkraft in Deutschland bei. Über 20.000 Mitglieder machen den Verband zu einem der weltweit größten für regenerative Energien. Der BWE arbeitet international mit dem Global Wind Energy Council (GWEC) sowie der World Wind Energy Association (WWEA) zusammen.

Aufgaben

Ziele

Die Fachreferenten des BWE sorgen nicht nur für den Ausbau der Windenergie in Deutschland, sondern stehen zusammen mit internationalen Kooperationspartnern als Berater zur Verfügung. Ziel ist der Ausbau erneuerbarer Energien, so dass die Vision von “100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland realisiert wird.

Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

Der BWP ist ein Zusammenschluss von rund 500 Mitgliedern und umfasst die Fachhandwerker, Energieberater und Unternehmen. Insgesamt konnten durch die Verwendung emissionsarmer Wärmepumpen bereits 9 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden.

Aufgaben

Ziele

Der BWP ist die bundesweite Vertretung der Interessensgruppen der Hybrid-Wärmepumpe. Er verbindet Industrie, Handwerk und Energieversorger und ist deutscher Partner des internationalen EHPA-Wärmepumpen-Gütesiegels. Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Wärmepumpen in Neubauten auf über 50 Prozent zu steigern. Für den gesamten Heizungsmarkt ist ein Anteil von 20 Prozent angestrebt.

Bundesverband Geothermie e.V.

Der Bundesverband Geothermie wurde 1991 als Geothermische Vereinigung e.V. (GtV) gegründet. Hauptsächlich in Deutschland und Österreich aktiv, deckt der Verband die gesamte Bandbreite der geothermischen Technologien ab. Die Mitglieder bestehen aus Vertretern von Fachbehörden, Unternehmen und örtlichen Energieversorgern.

Aufgaben

Ziele

Der Verband macht die Nutzung der Geothermie in der Öffentlichkeit bekannt und bietet Tagungs- sowie Fortbildungsprogramme (Geothermiekongress) an. Der GtV hat es sich zum Ziel gemacht, Unternehmen sowie Verbraucher über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten geothermischer Technologien zu informieren, um den Einsatz von Erdwärme auszuweiten.