CO2 Emission verschiedener Heizungsarten im Vergleich

grünes CO2 Icon auf Holztisch
Bei der Wahl des geeigneten Heizungssystems achten zunehmend mehr Verbraucher auf die Umwelt- und Klimabilanz. Die CO2 Emission der Heizung stellt heute einen wichtigen Faktor bei der Kaufentscheidung dar – auch deshalb, weil Verbrauchern für nachhaltige Heizungsarten attraktive staatliche Fördermittel winken. Kohlenstoffdioxid ist wesentlich für den Klimawandel mit seinen vielfältigen schädlichen Folgen verantwortlich.
Mit einer ökologischen Heizung können Eigentümer dieser Entwicklung entgegenwirken.

Emissionswerte: Brennstoffe im Vergleich

Zur Messung der Klimaschädlichkeit ziehen Experten meist das CO2-Äquivalent heran, welches eine Aussage über das gesamte Treibhauspotenzial gibt. Dieser Wert beinhaltet neben dem Kohlenstoffdioxid weitere Treibhausgase. Es wird in Gramm pro Kilowattstunde bemessen. Ein Blick auf die Statistik zeigt die Unterschiede zwischen den Brennstoffarten:

Brennstoff

CO2-Emmision (Gramm)

Braunkohle 6928
Heizöl 2797
Erdgas 2392
Fernwärme 2160

Holz als Klima-neutraler Brennstoff

Die Kohlenstoffdioxid Emission bei Scheitholz, Hackschnitzeln, Pellets und anderen Holzheizungen geht gegen null. Tatsächlich gibt es zwar bei der Verbrennung einen CO2-Ausstoß, allerdings haben die Pflanzen genau dieses CO2 während ihrer Lebenszeit aufgenommen. Entsprechend entsteht der Umwelt kein Schaden durch schädliche Emissionen von Kohlenstoffdioxid. Dafür weisen Holzheizungen gegenüber Öl- und Gasheizungen allerdings eine deutlich höhere Feinstaubbelastung auf.

Verbrennung nicht allein entscheidend

Es kommt bei einem Vergleich der Klimabilanz auf mehrere Aspekte an. In die Berechnung der CO2 Emissionen von Erdgas und anderen Energieträgern muss der gesamte Ausstoß von der Förderung bis zur Verbrennung berücksichtigt werden. Konkret sollten die Förderung und die Verarbeitung des Rohstoffs sowie der Transport in die Berechnung einfließen.

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Bei der Förderung interessiert zum Beispiel, welcher Energieaufwand vonnöten ist. In manchen Regionen lässt sich Erdöl an Land zum Beispiel leicht fördern, weil es wenige Meter unter der Erdoberfläche liegt. Andere Unternehmer fördern Öl aufwendig im Ozean.

Eine wesentliche Rolle spielt zudem der Transport. So importiert Deutschland einen Großteil der Steinkohle, weil der Abbau hierzulande zu teuer ist. Dadurch fällt eine hohe Kohlenstoffdioxid Emission an. Das Gleiche gilt für Erdöl und Erdgas.

Auch beim Holz sollten Sie einen intensiven CO2 Emission-Vergleich durchführen: Ihre Klimabilanz entscheidet sich an der Frage, woher das Holz stammt. Regionales Holz wirkt sich positiv auf Ihre Bilanz aus, importiertes Holz aus fernen Ländern verschlechtert sie.

Energieeffizienz als Faktor

Sie sollten auch bedenken, dass der Energienutzung Bedeutung zukommt. Beispiel: Sie heizen mit Gas und erzeugen mittels Kraft Wärme Kopplung zugleich Strom. Der Ausstoß von CO2 ist gleich wie bei einer gewöhnlichen Heizungsanlage, sie schöpfen das Potenzial des Energieträgers aber besser aus. Sie brauchen für die Beheizung, die Warmwasserbereitung sowie die Stromversorgung insgesamt weniger Gas und entlasten damit das Klima.

Energieeffizient heizen als größter Hebel

Wenn Sie in einem energieeffizienten Haus wohnen und klug heizen, senken Sie die CO2 Emissionen unabhängig von der Heizungsart massiv. Wer den Klimaschutz fördern will, sollte sich deswegen auch mit diesem Thema auseinandersetzen. Oberste Priorität genießt eine gute Dämmung der Immobilie. Zugleich sollten Sie Ihr Heizverhalten optimieren, Thermostate mit Zeitschaltuhr leisten wertvolle Dienste.

Insgesamt entfallen im Durchschnitt mehr als zwei Drittel des Energiebedarfs eines deutschen Haushaltes auf die Heizungsanlage. Demnach besteht hier das größte Potenzial für Einsparungen. Wer sich also zum Ziel setzt, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, sollte zunächst hier anfangen.