Wie sich der Duschboiler vom Durchlauferhitzer unterscheidet | Kesselheld

Wie sich der Duschboiler vom Durchlauferhitzer unterscheidet

Duschboiler von Stiebel Eltron im Badezimmer

Quelle STIEBEL ELTRON

Für warmes Duschwasser bietet sich ein Durchlauferhitzer oder ein Duschboiler an. Voraussetzung für den Durchlauferhitzer ist ein Starkstrom- oder Gasanschluss. Ein Boiler für die Dusche kann mit gewöhnlichem Haushaltsstrom aus der Steckdose betrieben werden. Wenn beide Optionen gegeben sind, erleichtert ein Abgleich mit den persönlichen Duschgewohnheiten die Entscheidung. Die Länge des Duschvorgangs, die Nutzungsfrequenz und benötigte Wassermenge und eine eventuell erweiterte Abzapfstellenversorgung beispielsweise für ein Waschbecken bilden weitere Kriterien. Generell muss die Dimension und Einstellung eines Duschboilers präziser ausgelegt werden als bei einem Durchlauferhitzer.

Funktionsart und Heizleistung

Ein Duschboiler erhitzt eine feste Menge Wasser in seinem Tank komplett auf die eingestellte Temperatur. Je nach Nutzungsart kann das Gerät in den Zwischenzeiten ausgeschaltet werden, eine niedrigere Standby-Temperatur oder ständig die Duschtemperatur vorhalten. Ein Thermostat heizt bei Temperaturerhaltung immer wieder nach. Beim kompletten Ausschalten wird das erkaltete Wasser immer wieder neu erwärmt.

  • Bei einem durchschnittlichen Duschgang einer Normalperson werden je nach Duschkopf und Regulierung zwischen sechs und 18 Liter Wasser pro Minute verbraucht.
  • Die Zieltemperatur des Boilerinhalts liegt bei 60 bis 80 Grad Celsius.
  • Durch die Zumischung von kaltem Wasser wird die gewünschte angenehme Duschwasserwärme von 30 bis 35 Grad erzielt.
  • Ein Duschboiler mit 15 Litern Speicher liefert ausreichend erwärmtes Wasser für eine Nettozapfzeit von zwei bis drei Minuten.

Einsatzbereiche

Als dezentraler Warmwasserversorger eignet sich ein Duschboiler in allen Bädern oder Duschen, die nicht an ein zentrales Warmwassersystem angeschlossen sind. Große Zuleitungswege wegen abgelegener Lage wie bei Anbauten, in weitläufigen Altbauten oder bei nur selten genutzten Duschräumen sind typische Einsatzbereiche. Häufige Gründe für die Wahl eines Duschboilers sind baulicher oder technischer Natur.

Starkstrom kann in manchen Fällen nur mit viel Aufwand oder nicht verlegt werden. Gasanschlüsse und Abgasöffnungen können nicht vorhanden sein. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Boilers muss neben baulichem Aufwand auch der Warmwasserbedarf berücksichtigt werden.

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Als Faustregel gilt, dass der Durchlauferhitzer mit zunehmendem Wasserbedarf den Duschboiler ökonomisch überholt.

Duschboiler: Kosten und Preise

Zu den Duschboilern zählen auch Kleinspeicher und Warmwasserbereiter. Für Ein- bis Zweipersonenhaushalte werden Geräte mit 15 Liter Tankinhalt angeboten.

  • Die Preise für Duschboiler mit Leistungen zwischen 1.000 und 2.500 Watt liegen zwischen 100 und 300 Euro.
  • Erhältlich sind Geräte mit fünf, zehn, 15, 30, 50 und 80 Litern Nenninhalt.

Beim Kauf eines Duschboilers sind stufenlos regelbare oder auf feste Temperaturstufen einstellbare Modelle erhältlich. Elektronische Thermostatregelungen optimieren das Nachheizverhalten. Tankdämmungen reduzieren Temperaturverluste und den Stromverbrauch durch Abkühlung und Nachheizen.

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Die Temperaturbereiche liegen zwischen 35 und 90 Grad Celsius. Der Strom für einen durchschnittlichen Duschgang kostet zwischen 50 Eurocent und einem Euro.

Ausstattungsmerkmale

Duschboiler können in offenen Bauarten drucklos betrieben werden oder in einem geschlossenen System. Ein automatischer Temperaturbegrenzer ist vor allem mit Kindern im Haushalt unverzichtbar, um Verbrühungen zu vermeiden. Je nach persönlicher Präferenz besteht die Auswahl zwischen sich selber regelnden Geräten mit Nachheizautomatik oder manueller Schaltung. Manche Gerätegehäuse sind auf die Montage direkt in der Dusche ausgelegt.