Emissionsmessung Gebäude

Jede Heizungsanlage wird in regelmäßigen Abständen durch den Schornsteinfeger geprüft und unter Umständen gereinigt. Dieser Beitrag erklärt, was die Emissionsmessung ist, wie oft sie erfolgt und was sie kostet.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Emissionsmessung prüft die Abgaswerte der Heizung nach der Ersten BImSchV.
  • Zusätzlich prüft die Feuerstättenschau die Betriebssicherheit.
  • Gasheizungen mit Brennwerttechnik sind von der Emissionsmessung befreit.
  • Die Intervalle liegen je nach Anlage und Alter meist zwischen zwei und fünf Jahren.
  • Die Kosten liegen grob zwischen 25 und 100 Euro.

Was ist die Emissionsmessung?

Bei der Emissionsmessung nach der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung überprüft der Schornsteinfeger, in welchen Mengen Ihre Heizung bestimmte Schadstoffe an die Luft abgibt. Geprüft werden je nach Anlage vor allem der Gehalt an Kohlenmonoxid im Abgas und bei Ölheizungen die Rußzahl, bei Festbrennstoffanlagen zusätzlich der Feinstaub. Werden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschritten, erteilt der Schornsteinfeger die Auflage, den Mangel zu beheben, wozu unter Umständen Komponenten ausgetauscht oder ergänzt werden müssen. Ein weiteres Ziel ist die Bestimmung des Abgasverlusts, der ebenfalls innerhalb der Grenzwerte liegen muss, damit ein effizienter Betrieb gewährleistet ist.

Was ist die Feuerstättenschau?

Zusätzlich zur Messung der Abgaswerte überprüft der Schornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau die Betriebssicherheit der Heizung. Dabei werden unter anderem die Abgaswege und die Brandsicherheit kontrolliert. Fallen hierbei Mängel oder Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen auf, kann der Schornsteinfeger den Betrieb der Anlage untersagen, bis die Mängel behoben sind. Die Feuerstättenschau findet in der Regel zweimal innerhalb von sieben Jahren statt oder immer dann, wenn etwas an der Feuerstätte verändert wurde.

Wie oft kommt der Schornsteinfeger?

Wie oft eine Emissionsmessung erfolgt, hängt vor allem vom Typ und Alter der Anlage ab. Ältere Anlagen werden deutlich häufiger überprüft als neue Gas- und Ölbrenner. Bei Gasheizungen mit Brennwerttechnik findet aufgrund der effizienten Technik gar keine Emissionsmessung statt. Bei Geräten ohne Brennwertnutzung liegen die Intervalle je nach Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Auch bei Ölheizungen hängen die Intervalle vom Alter und der Technik ab und liegen ebenfalls zwischen zwei und fünf Jahren, wobei bei Brennwertgeräten in der Regel nur auf Ruß, Öl und Kohlenmonoxid geprüft wird.

Was kostet die Emissionsmessung?

Die Emissionsmessung gehört zu den freien Tätigkeiten des Schornsteinfegers, das heißt, er kann die Kosten in einem gewissen Rahmen selbst festlegen, weshalb es regionale Unterschiede geben kann. Üblich sind für eine Emissionsmessung Kosten von grob 25 bis 100 Euro. Da Sie den Schornsteinfeger für die frei wählbaren Tätigkeiten selbst auswählen dürfen, kann sich ein Preisvergleich lohnen. Die Kosten zählen zu den Betriebskosten und sind bei vermieteten Objekten umlagefähig.

Was passiert bei einer negativen Messung?

Stellt sich bei der Emissionsmessung heraus, dass Ihre Heizung die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht einhält, wird eine Nachprüfung angesetzt, die innerhalb einer bestimmten Frist nach der ersten Messung erfolgen muss. Innerhalb dieser Zeit haben Sie Gelegenheit, den Mangel durch einen Heizungsfachmann beheben zu lassen. Besteht die Heizung auch die Nachprüfung nicht, können weitere Auflagen gemacht oder der Betrieb der Anlage bis zur Behebung des Mangels untersagt werden. Um solche Situationen zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb sinnvoll, denn eine gut gewartete Anlage hält die Grenzwerte in der Regel problemlos ein.

Zusammenspiel von Wartung und Messung

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Wartung durch den Heizungsfachbetrieb und der Emissionsmessung durch den Schornsteinfeger. Während die Wartung die Anlage reinigt, einstellt und Verschleißteile prüft, kontrolliert die Emissionsmessung, ob die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Beide Termine ergänzen sich: Eine regelmäßig gewartete Heizung besteht die Emissionsmessung problemlos und arbeitet zugleich sparsam und sicher. Es empfiehlt sich daher, die Wartung so zu planen, dass die Anlage vor der Messung durch den Schornsteinfeger in einem optimalen Zustand ist.

Für Betreiber einer Heizung ist es hilfreich, die verschiedenen Kontrolltermine und ihre Intervalle zu kennen, um Kosten und Aufwand einschätzen zu können. Da die Emissionsmessung zu den freien Tätigkeiten zählt, lohnt sich ein Blick auf die Preise, während die Feuerstättenschau und andere hoheitliche Aufgaben an feste Gebühren gebunden sind. Wer eine moderne Brennwertheizung besitzt, hat bei den Gasgeräten den Vorteil, dass die Emissionsmessung entfällt, was Kosten spart und den geringeren Wartungsbedarf moderner Technik unterstreicht.

Behalten Sie die Termine im Blick und geben Sie dem Schornsteinfeger stets die korrekte Art Ihrer Heizung an, damit die richtigen Intervalle angesetzt werden. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und Ihre Anlage sicher und emissionsarm betrieben wird. Bei Fragen zu den Messungen und deren Ergebnissen ist der Schornsteinfeger der richtige Ansprechpartner, der Ihnen die Werte erläutern kann.

Zusammengefasst ist die Emissionsmessung durch den Schornsteinfeger eine gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle, die sicherstellt, dass Ihre Heizung die Grenzwerte einhält und effizient arbeitet. Zusammen mit der Feuerstättenschau sorgt sie für einen sicheren Betrieb. Gasheizungen mit Brennwerttechnik sind von der Emissionsmessung befreit. Mit einer regelmäßigen Wartung durch einen Fachbetrieb stellen Sie sicher, dass Ihre Anlage die Messung besteht und dauerhaft sparsam und sicher läuft.

Bewahren Sie die Nachweise über die durchgeführten Messungen und Kontrollen gut auf, da sie belegen, dass Sie Ihrer gesetzlichen Pflicht nachgekommen sind. Bei Fragen zu den Ergebnissen oder zu erforderlichen Maßnahmen ist der Schornsteinfeger Ihr Ansprechpartner.