Energieverlust – Schwachstellen im Haus

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Die größten Wärmeverluste im Haushalt entstehen durch Verluste beim Heizen und beim Warmwasser. Eine Sanierung kann helfen, diese Mängel zu beseitigen und Kosten einzusparen.

Energiesparen geht nicht mit einer Reduktion des Komforts einher, beispielsweise durch den Verzicht auf die Nutzung von elektrischen Geräten, sondern wird durch bauliche Modernisierungen ermöglicht.

Wir zeigen Ihnen, an welchen Stellen Sie dem Energieverlust im Haus vorbeugen sollten und können.

Die möglichen Stellen für den Energieverlust im Gebäude eingrenzen

Pauschale Angaben, an welchen Stellen welche Energiemenge verloren geht, sind nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Es lassen sich durchschnittliche oder maximale Werte angeben. Im Einzelfall ist zu prüfen, welche Schwachstellen das untersuchte Gebäude aufweist.

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Welche Stellen sind betroffen?

  • Dach und Außenwand
  • Fenster
  • Keller
  • Veraltete und ineffiziente Heizungsanlagen

Das Heizverhalten der Bewohner entscheidet ebenso wie das Alter der Systeme und das Baujahr des Gebäudes über den Energieverbrauch. Die Standards in Bezug auf die Wärmedämmung haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich verbessert, weswegen Modernisierungen diesbezüglich zu empfehlen sind.

Durchschnittliche Werte für den Energieverlust im Haus

Die Außenfassade

Ist die Außenfassade nicht ausreichend gedämmt, gehen bis zu 30 Prozent der Heizwärme ungenutzt verloren.

Das Dach

Über ein schlecht gedämmtes Dach entweichen im Extremfall 20 Prozent der im Haus umgewandelten Heizenergie.

Keller

Über einen schlecht gedämmten Keller entweichen bis zu 11 Prozent der Heizungswärme.

Die Fenster

Fenster werden besonders dann zum Problemfall, wenn sich die Heizungskörper direkt unter den Fensterbänken befinden. Ist die Dämmung nicht ausreichend, dann wird die warme Luft direkt nach draußen gezogen. Es entstehen Wärmeverlust von bis zu 12 Prozent.

Wenn Sie den Energieverlust von Fenstern berechnen, dann müssen Sie berücksichtigen, ob eine Mehrfachverglasung vorliegt. Der Energieverlust lässt sich beispielsweise durch eine Dreifachverglasung reduzieren.

Heizungsanlage

Veraltete Heizungsanlagen verursachen Wärmeverluste von etwa 15 bis 30 Prozent. Vor allem das Alter und der Zustand der Heizungsanlage sind für den Verlust der Energie im Haus verantwortlich. Selbstverständlich müssen alle Bauteile und die Rohre gut isoliert sein, damit sich die Wärmeverluste nicht noch weiter erhöhen. Eine neue Heizung erhöht die Wärmeeffizienz und senkt somit Ihre Heizkosten.

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Heizung im Check

Durchschnittlich sind Heizungen in Deutschland 24 Jahre alt. Durch Wechsel zu einem effizienten Öl- oder Gas-Brennwertkessel können Sie jährlich mehrere hundert Euro an Heiz- und Brennstoffkosten einsparen.

Kann der Heizungsspeicher aufgrund einer schlechten Isolierung nicht gut genug halten, dann heizt der Kessel häufig nach und der Energieverbrauch steigt. Es empfiehlt sich außerdem, die moderne Brennwerttechnik einzusetzen. Diese nutzt die Abwärme des Rauchgases und beugt so einem Energieverlust vor.

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Geeignete Maßnahmen helfen bei der Energieeinsparung

Dem Energieverlust kann durch Sanierungsmaßnahmen nach dem KfW-Standard oder dem EnEV-Standard entgegengewirkt werden. Im Folgenden ist eine entsprechende Auflistung eingefügt, deren Berechnung auf den durchschnittlichen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) beruht.

Der Berechnung liegt ein mittleres Einfamilienhaus mit einer Fassadenfläche von 120 Quadratmetern und einer Dachfläche von 140 Quadratmetern zugrunde.

Der vorhandene Niedertemperaturkessel wird durch eine moderne Variante ersetzt, zudem finden Verbesserungen der Dämmung statt:

Welches Bauteil wird saniert?

Energieeinsparung nach EnEV-Standard in Prozent

Energieeinsparung nach KfW-Standard in Prozent

Außenwand 75 75
Dach 70 83
Fenster 57 68
Keller 70 75
Heizung 64 64

Energieverlust bei Elektrizität nicht unterschätzen

Der Leistungsverlust von Kabeln ist ebenso ein Problem wie Energieverluste bei der Elektroheizung. Unnötig viel Strom wird im Haushalt durch veraltete und schlecht isolierte Leistungen verbraucht, die gleichzeitig auch ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Elektro-Großgeräte einem schlechten Energielabel sind ebenfalls wahre „Stromfresser im Haushalt„.

Heizen Sie mit elektrischem Strom, dann können Sie anhand der Leistungsangaben leicht den Energieverbrauch berechnen und mit den Angaben moderner Geräte vergleichen.

Einsparpotenzial von Energie

Ein 2.000 Watt-Heizgerät verbraucht pro Stunde Betrieb 2 kWh, was zu Kosten in Höhe von rund 56 Cent führt. Kann dieses Modell durch ein effizientes Gerät ersetzt werden, welches die gleiche Wärmeleistung mit 1.500 Watt erbringt, dann sparen Sie 25 Prozent der Kosten ein.