
Eine effiziente und rußarme Verbrennung gelingt nur, wenn dem Brennraum genau die richtige Menge Sauerstoff zugeführt wird. Bei Festbrennstoff- und älteren Ölkesseln übernimmt diese Aufgabe der Feuerungsregler. Er öffnet und schließt eine Luftklappe und steuert damit den Zug im Kessel. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie ein Feuerungsregler funktioniert, wie Sie ihn einstellen, wann ein Austausch fällig ist und mit welchen Kosten Sie rechnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Feuerungsregler regelt über eine Luftklappe die Verbrennungsluft und hält die Kesseltemperatur im gewünschten Bereich.
- Er arbeitet rein thermostatisch, also ohne Strom, und kommt vor allem bei Festbrennstoffkesseln und Kaminöfen zum Einsatz.
- Der übliche Regelbereich liegt zwischen 30 und 90 Grad Celsius und lässt sich über einen Drehknopf einstellen.
- Ein Austausch kostet ab rund 30 Euro und ist handwerklich geübten Nutzern selbst möglich. Die Grundeinstellung übernimmt besser der Fachbetrieb.
Wie funktioniert ein Feuerungsregler?
Das Prinzip ist einfach und zuverlässig: Ein temperaturabhängiges Element misst die Temperatur im Heizkessel. Registriert der Temperaturfühler eine zu heiße Verbrennung, drosselt der Regler die Luft- und damit die Sauerstoffzufuhr. Dazu zieht er über eine Kette eine Luftklappe teilweise zu. Sinkt die Temperatur wieder, öffnet die Klappe und die Verbrennung nimmt an Fahrt auf. So bleibt der Kessel selbsttätig in einem stabilen Temperaturfenster, ohne dass Sie ständig nachregeln müssen.
Weil der Feuerungsregler seine Stellkraft allein aus der Ausdehnung eines Thermostatelements bezieht, benötigt er keinen Stromanschluss. Das macht ihn robust und wartungsarm. Man unterscheidet grob zwei Bauarten: den thermostatischen Zugregler, der wie beschrieben über eine Kette die Verbrennungsluftklappe steuert, und den Zugbegrenzer im Abgasrohr, der einen konstanten Kaminzug sicherstellt. Beide sorgen dafür, dass der Kessel weder überhitzt noch mit zu wenig Zug schlecht abbrennt.
Wo Feuerungsregler zum Einsatz kommen
Feuerungsregler findet man vor allem an Festbrennstoffkesseln, etwa an Holz- und Kohlekesseln, sowie an Kaminöfen und an älteren Ölkesseln. Überall dort, wo die Verbrennung nicht elektronisch über ein Gebläse geregelt wird, sorgt der Regler mechanisch für die richtige Luftmenge. Man unterscheidet dabei zwei Aufgaben. Der thermostatische Zugregler steuert über die beschriebene Kette die Verbrennungsluftklappe und begrenzt die Kesseltemperatur. Der Zugbegrenzer, auch Nebenluftvorrichtung genannt, sitzt dagegen im Abgasrohr und hält den Schornsteinzug konstant. Beide verbessern das Abbrandverhalten, senken den Brennstoffverbrauch und schützen den Kessel vor Überhitzung. Bei modernen Brennwertkesseln mit geregeltem Gebläse ist ein solcher Regler dagegen nicht mehr nötig.
Feuerungsregler einstellen
Der übliche Regelbereich reicht von 30 bis 90 Grad Celsius und lässt sich über einen Drehknopf stufenlos einstellen. Welche Einstellung richtig ist, hängt vom gewünschten Temperaturniveau und vom eingesetzten Kessel ab. Maßgeblich ist die gewünschte Vorlauftemperatur Ihrer Anlage. Hier lohnt sich die Rücksprache mit dem Heizungsinstallateur: Er kann einschätzen, welche Vorlauftemperatur zu Ihrem System und Ihren Heizflächen passt, und die Grundeinstellung sauber vornehmen.
Als Faustregel gilt: Ein zu niedrig eingestellter Regler lässt die Klappe zu früh schließen, die Verbrennung wird unvollständig und es entsteht mehr Ruß. Ein zu hoch eingestellter Regler treibt den Verbrauch und die Kesseltemperatur unnötig nach oben. Nach jeder Änderung sollten Sie das Brennverhalten über mehrere Abbrände beobachten, bevor Sie nachjustieren.
Defekt und Austausch
Ein häufiger Fehler ist Undichtigkeit. Da es sich um ein Thermostat mit Flüssigkeitsfüllung handelt, kann dieses mit den Jahren auch ohne äußere Einwirkung undicht werden. Regelt der Kessel die Temperatur augenscheinlich nicht mehr sauber ein, kann ein Austausch des Bauteils nötig sein. Manchmal genügt es aber auch, das festsitzende Element wieder gangbar zu machen. Eine pauschale Aussage lässt sich vorab nicht treffen, doch die Investition in ein neues Produkt fällt mit Preisen ab etwa 30 Euro gering aus.
Steht ein Tausch an, sind folgende Schritte notwendig:
- Zunächst Vor- und Rücklauf des Wasserkreislaufs absperren.
- Anschließend das Wasser im betreffenden Abschnitt ablassen.
- Nun lässt sich der alte Regler gefahrlos herausdrehen.
- Beim Einschrauben des neuen Reglers das Gewinde sorgfältig abdichten, etwa mit Hanf und Dichtpaste.
- Zum Schluss die Kette wieder einhängen, damit die Luftklappe arbeiten kann.
Insgesamt zeigt sich, dass ein Feuerungsregler nach einem einfachen Prinzip arbeitet und sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst tauschen lässt. Die richtige Grundeinstellung sollten Sie im Zweifel dennoch einem Heizungsbauer überlassen.
Wartung und Kontrolle
Eine eigene Wartung braucht der Feuerungsregler kaum. Sinnvoll ist es aber, ihn im Rahmen der regelmäßigen Kesselreinigung mit zu kontrollieren: Bewegt sich die Luftklappe leichtgängig, ist die Kette richtig eingehängt und dichtet das Thermostatelement zuverlässig ab? Ein festsitzender Regler lässt sich oft durch vorsichtiges Bewegen wieder gangbar machen. Wer den Kessel jährlich vom Fachbetrieb prüfen lässt, hat den Regler damit automatisch im Blick.
Produkte und Preise
Ersatzregler bekannter Hersteller sind online wie im Fachhandel günstig erhältlich. Verbreitet sind unter anderem Zugkraftregler für Festbrennstoffkessel sowie Modelle von Watts und Caleffi, die in vielen Systemen passen. Die folgende Übersicht ordnet gängige Produkte und Richtpreise ein:
| Abbildung | Bezeichnung | Preis (ca.) |
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Zugkraftregler für Festbrennstoffkessel | ab rund 30 Euro |
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Feuerungsregler RT 10S (Watts) | ab rund 30 Euro |
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Caleffi Feuerungsregler 3/4 Zoll | ab rund 32 Euro |
Fazit: Wichtiges Bauteil, Einstellung besser vom Fachmann
Der Feuerungsregler ist ein kleines, aber unverzichtbares Bauteil für Festbrennstoff- und ältere Ölkessel. Er hält die Verbrennung im richtigen Temperaturfenster und arbeitet dabei ganz ohne Strom. Ein Austausch ist günstig und mit etwas Übung selbst zu bewältigen, die passende Einstellung sollte jedoch der Heizungsbauer vornehmen. So bleibt die Verbrennung sauber, der Verbrauch niedrig und der Kessel dauerhaft betriebssicher.



