Gasmotorwärmepumpe: Funktion, Wartung und Vorteile | Kesselheld

Gasmotorwärmepumpe: Funktion, Wartung und Vorteile

Gaswärmepumpen nutzen für den Betrieb ihres Motors den Brennstoff Erdgas. Da sie auch die Umgebungswärme verwerten, besitzen sie einen höheren Wirkungsgrad als kondensierende Gaskessel und werden als eine wichtige Nachfolgetechnik für die bisher in ein Ein- und Zweifamilienhäusern üblichen Gasbrennwertheizungen betrachtet. Von allen Gaswärmepumpenarten ist die bereits in den 1990er-Jahren eingeführte Gasmotorwärmepumpe am längsten auf dem Markt vertreten.

 

Gasmotorwärmepumpe InfografikEinsatzgebiete und Vorteile

Das Haupteinsatzgebiet dieser Pumpenart ist die Beheizung. Sie lässt sich jedoch ebenfalls zum Kühlen und Entfeuchten sowie zur Warmwasserbereitung verwenden. Der Hauptvorteil besteht in der effizienten Weise Energie zum Heizen und Kühlen bereitzustellen. Darüber hinaus ermöglicht die Kopplung dieser beiden Funktionen in einem einzigen System eine erhebliche Verringerung der Investitionskosten. Oftmals ist nicht einmal ein zusätzlicher Heizkessel vonnöten.

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Vorteile

Gasmotorwärmepumpen arbeiten äußerst effizient, da sie beim Heizen neben der Motorabwärme ebenfalls in der Umgebungsluft enthaltende Wärme nutzen. Dies senkt den Energieverbrauch und erhöht den Nutzungsgrad. Zudem schonen die effizienten Anlagen die Umwelt. So entfallen bei der Verwendung von Erdgas als Energieträger die Umwandlungsverluste von einer Energieart zu einer anderen. Zudem ist Erdgas aufgrund der vergleichsweise geringen Emissionen der sauberste unter den fossilen Energieträgern.

Funktionsweise einer Gasmotorwärmepumpe

Die Gasmotorwärmepumpe ist eng mit der Elektrowärmepumpe verwandt. Wie bei jener wird auch bei ihr die Umweltwärme mithilfe eines Kältemittels von tieferen auf höhere Temperaturen gepumpt. Hierzu durchläuft das Kältemittel immer wieder denselben Kreislauf.

Im Kondensator wechselt das Kältemittel vom gasförmigen zum flüssigen Zustand und gibt hierbei wieder die aus der Umgebung aufgenommene Wärme ab. Anschließend nimmt das flüssige Kältemittel im Verdampfer erneut Umgebungswärme auf und wechselt dabei erneut in den gasförmig Zustand, womit der Kreislauf erneut beginnt.

Ein Gasmotor treibt den Kompressor an, woher die Gasmotorwärmepumpe ihren Namen hat. Der Motor gibt ebenfalls Wärme ab, die zum Heizen genutzt werden kann. Erfolgt eine Umkehrung des Wärmepumpenfunktion wird aus der Pumpe eine Kältemaschine, die während der warmen Jahreszeit bei der Kühlung von Gebäuden Anwendung findet.

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Leistung und Wartung

Die Technik ist äußerst effizient und wartungsfreundlich. Sie können bereits heute Systeme kaufen, die lediglich alle 10.000 Stunden gewartet werden müssen und lediglich beim Erreichen von 30.000 Betriebsstunden einen Ölwechsel erfordern. Neuere Modelle besitzen eine Lebensdauer von über 80.000 Betriebsstunden.

Preise für eine Gasmotorwärmepumpe

Genauere Preise lassen sich bei einem Hersteller einer Gasmotorwärmepumpe anfragen. Als besonders hochwertig gilt beispielsweise eine Gasmotorwärmepumpe von Buderus oder Yanmar.

Kosten

Zu den Kosten lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Denn ihr Preis hängt neben der Art der verwendeten Energiequelle ebenfalls von der gewünschten Funktion sowie der Leistung der Anlage ab. Die Anschaffungskosten sind höher als die für Stromwärmepumpen. Doch laut Expertenmeinung lassen sich Modelle mit Gasmotor mit einem Leistungsvermögen von über 50 Kilowatt wirtschaftlich einsetzen.