Gewächshausheizung: Arten, Verbrauch und Anwendung

Die Gewächshausheizung dient dem Schutz von Kübelpflanzen beim Überwintern. Ebenso geeignet ist sie zum Vorkultivieren von einjährigen Blumen, Gurken, Tomaten, Kohlrabi und vielem mehr. In früheren Zeiten mussten junge Pflanzen im Frühling auf den Fensterbänken herangezogen werden. In der heutigen Zeit stehen umfangreiche Möglichkeiten mit einer Gewächshausheizung zur Verfügung.

Gewächshaus beheizen: Lohnt sich das?

Anzumerken ist, dass die Isolation des Gewächshauses eine wichtige Rolle spielt. Beim Bau ist auf die Dicke und die Beschaffenheit der Isolierung zu achten. Oftmals werden Hohlkammerplatten mit einer Stärke von bis zu 6 mm verwendet. UV-stabilisiertes Polycarbonat (PVC) weist im Vergleich zu Glas eine bessere Isolierfähigkeit auf. Ein zusätzlicher Sonnenschutz ist meistens nicht erforderlich, da die Lichtbrechung für den Schutz sorgt. Trotz der vorhandenen isolierenden Wirkung ist der Effekt bei Minusgraden nicht ausreichend. DennPflanzen benötigen eine möglichst kontante Temperatur.

gewaechshausheizung mit gasWelche Flächengröße kann eine Gewächshausheizung versorgen?

Wenn Sie über ein relativ kleines Gewächshaus verfügen, ist die Beheizung mit Petroleum in der Regel ausreichend. Die einfachen Gewächshausheizungen sorgen bedarfsorientiert für die erforderlichen Temperaturen. Elektroheizungen sind komfortabler. Sie eignen sich auch für Anlagen mit einer größeren Fläche.

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Um den Heizbedarf festzustellen, ist nicht nur die Außentemperatur, sondern auch der Standort des Gewächshauses entscheidend. Für ein freistehendes Gebäude im Garten wird von einem besonders hohen Heizwärmebedarf ausgegangen. Möchten Sie Energie sparen, sind ein Anlehngewächshaus oder ein geschützt stehendes Gewächshaus am besten geeignet.

1. Die einfache Elektroheizung

Beträgt die Grundfläche maximal zwei Quadratmeter, ist eine Leistung von 800 Watt ausreichend. Achten Sie beim Kauf auf den Spritzschutz. Es lässt sich oftmals nicht vermeiden, dass die Heizung beim Gießen der Pflanzen gelegentlich mit Wassertropfen in Kontakt tritt. Aus Gründen der Sicherheit sollte die Gewächshausheizung mit einem Thermostat ausgestattet sein.

2. Leistungsstarke Elektroheizung

Für Grundflächen von zwei bis 50 Quadratmeter sind größere Elektroheizungen erforderlich. Im Handel werden Modelle mit bis zu 3.000 Watt angeboten. Der integrierte Ventilator verteilt die warme Heizungsluft im Gewächshaus.

3. Petroleumheizung

Wir empfehlen den Einsatz von Petroleumheizungen bis zu einer Grundfläche von 15 Quadratmeter. Einmal aufgeheizt, hält das Gebäude die Wärme bis zu drei Tage lang. Ein Produktbeispiel ist die Vitavia Petroleumheizung W5.

Frischluft ist für die Pflanzen wichtig

Nicht nur Wärme und Sonne sind für die Pflanzen für das Wachstum und zum Überwintern wichtig. Die Versorgung mit frischer Luft muss gewährleistet sein. Durch regelmäßiges Lüften schützen Sie die Pflanzen vor Schimmel. Je nach Konstruktionsform des Gewächshauses öffnen Sie gelegentlich das Fenster oder die Tür, um Frischluft hineinzulassen. Einige Heizungen verfügen über einen integrierten Ventilator, der die Luft im Raum zirkulieren lässt. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass warme Luft nach oben steigt. In den Ecken und am Boden kann es daher trotz Heizung zu kalt für die Pflanzen sein.

Wie schütze ich die Pflanzen?

Empfindliche Pflanzen sollten Sie daher nicht in Bodennähe aufstellen, sondern einen erhöhten Standort auswählen. Die Pflanzen müssen zueinander über ausreichend Abstand verfügen. Das Blattwerk muss trocknen können, sodass sich die Gefahr der Schimmelbildung reduziert.

Gewächshausheizung im Test – worauf ist zu achten?

Viele Gartenbesitzer achten zuerst auf den Preis: Der Sichler Keramikheizer ist bereits für 20 Euro erhältlich, das BioGreen Elektrogebläse kostet rund 250 Euro. Die preislichen Unterschiede basieren meistens auf dem Bedienkomfort und der Leistung. Die elektrische Gewächshausheizung muss für die Größe der Grundfläche des Unterstandes geeignet sein.

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Bedenken Sie die Kosten für den Strom:

Beispielrechnung:

Elektroheizung mit 2.000 Watt:

Der Betrieb über einen Zeitraum von 10 Stunden kostet bei einem Strompreis von 25 Cent je Kilowattstunde 2 * 25 Cent * 10 = 5 Euro.

Die Gewächshausheizung mit Gas oder Sonnenenergie

Eine Gewächshausheizung mit Gas unterliegt strengen Auflagen, da die Sicherheit gewährleistet sein muss. Achten Sie beim Kauf auf die Zulässigkeit für diesen Einsatz.

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Es ist nicht zu empfehlen beziehungsweise nicht zulässig, die Heizungen selber zu bauen oder gar umzubauen. Wenn Sie ein einfaches Modell selbst herstellen möchten, dann sollten Sie dieses mittels Solar betreiben.

Die alternative Gewächshausheizung benötigt keine fossilen Brennstoffe oder Elektrizität. Achten Sie darauf, ein Überhitzen des Gewächshauses zu vermeiden, ebenso darf die Sonneneinstrahlung nicht zum Brand führen.