Gas-Heizkanone

Eine Gas-Heizkanone ist klein, handlich und mobil einsetzbar und kann innerhalb kürzester Zeit große Räume, Hallen oder Gewerberäume beheizen. Dieser Beitrag erklärt Funktion, Kosten und Sicherheit.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Gas-Heizkanone erwärmt angesaugte Luft und gibt sie als direkte Wärme ab.
  • Betrieben wird sie mit Butan- oder Propangasflaschen.
  • Die Heizleistung reicht bis zu rund 100 Kilowatt.
  • Wegen der Abgase darf sie nie in geschlossenen Räumen betrieben werden.
  • Je nach Leistung liegen die Kosten grob zwischen 150 und 2.000 Euro.

Die Bauweise ähnelt einem Heizstrahler oder Heizlüfter: Die Gaskanone saugt die Umgebungsluft an, erwärmt sie und gibt sie als direkte Wärme ab. Zum Betrieb werden Butan- oder Propangasflaschen benötigt. Butangas ist leichter und erzeugt weniger Druck, lässt sich aber nur in den warmen Monaten nutzen. Bei Frost müssen Sie auf Propangas umsteigen.

Funktion und Vorteile

Ihren Namen verdankt die Heizkanone ihrer kanonenartigen Form. Neben der Gasvariante gibt es auch elektrisch oder mit Öl betriebene Modelle, doch die Gas-Heizkanone hat eine deutlich höhere Heizkraft: Die maximale Heizleistung kann bis zu rund 100 Kilowatt betragen, sodass sich selbst sehr große Räume beheizen lassen. Nachteilig sind die Abgase, die bei der Verbrennung entstehen. Betreiben Sie die Gaskanone deshalb niemals in geschlossenen Räumen und sorgen Sie stets für eine ausreichende Luftzufuhr.

Sicherheit hat Vorrang

Ein Thermostat überwacht die Temperatur und ist überall dort sinnvoll, wo eine gleichmäßige Raumtemperatur wichtig ist, etwa in Gewächshäusern. Da Gas leicht entzündlich ist, ist ein umfassendes Sicherungssystem entscheidend. Die Heizung sollte über eine elektronische Flammenüberwachung und eine Sauerstoffmangelsicherung verfügen. Eine Abschaltautomatik schaltet das Gerät bei drohender Überhitzung ab, und ein Schutzgitter verhindert, dass Kinder oder andere Personen zu nah an die heiße Heizung gelangen.

Geschlossene Räume unbedingt vermeiden

Unter keinen Umständen sollten Sie die Gas-Heizkanone in geschlossenen Räumen verwenden, da sonst ernsthafte gesundheitliche Gefahren drohen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Bei der Verbrennung entstehen Abgase, darunter Kohlendioxid und das sehr giftige Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid ist geruchlos und besonders gefährlich, da schon wenige Atemzüge in hoher Konzentration lebensbedrohlich sein können. Sorgen Sie daher immer für eine gute Belüftung und betreiben Sie das Gerät nur in gut durchlüfteten oder offenen Bereichen.

Was kostet eine Gas-Heizkanone?

Die Kosten richten sich vor allem nach der Heizleistung. Ein Gerät mit weniger als 25 Kilowatt ist bereits ab grob 150 Euro erhältlich. Bei einer Heizleistung über 30 Kilowatt sollten Sie grob 500 bis 1.000 Euro einplanen, und bei über 60 Kilowatt liegen die Kosten grob zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Soll die maximale Leistung von rund 100 Kilowatt ausgeschöpft werden, kann der Preis auch darüber liegen. Neben dem Kaufpreis sind zudem die laufenden Kosten für das Gas zu berücksichtigen.

Für welche Einsatzzwecke sich die Gaskanone eignet

Die Gas-Heizkanone eignet sich vor allem für die temporäre Beheizung großer, gut belüfteter Räume, etwa auf Baustellen, in Werkstätten, Lagerhallen oder im Stall. Für die dauerhafte Beheizung von Wohnräumen ist sie dagegen nicht geeignet, da sie Abgase erzeugt und keine kontrollierte Abgasführung besitzt. Achten Sie beim Kauf auf ein Modell mit den genannten Sicherheitseinrichtungen und auf eine zur Raumgröße passende Leistung. Beachten Sie außerdem die Herstellerhinweise zur Belüftung und zum sicheren Betrieb, damit Sie die Wärme gefahrlos nutzen können.

Betrieb und laufende Kosten

Beim Betrieb einer Gas-Heizkanone entstehen neben der Anschaffung vor allem Kosten für den Brennstoff. Der Gasverbrauch hängt von der Heizleistung und der Betriebsdauer ab: Je größer der zu beheizende Raum und je länger die Heizzeit, desto mehr Gas wird benötigt. Für einen wirtschaftlichen Betrieb ist es daher wichtig, die Leistung an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und den Raum möglichst gut gegen Wärmeverluste abzudichten. Ein Thermostat hilft, den Verbrauch zu begrenzen, da die Kanone nur dann heizt, wenn die eingestellte Temperatur unterschritten wird. So vermeiden Sie unnötigen Gasverbrauch und halten die laufenden Kosten im Rahmen.

Achten Sie außerdem auf einen sicheren Umgang mit den Gasflaschen: Diese sollten stehend, gut gesichert und vor Hitze geschützt aufgestellt werden. Kontrollieren Sie die Schläuche und Anschlüsse regelmäßig auf Dichtheit, um Gaslecks auszuschließen. Bei richtiger Handhabung ist die Gas-Heizkanone ein leistungsstarkes und flexibles Heizgerät für den vorübergehenden Einsatz.

Alternativen zur Gas-Heizkanone

Je nach Einsatzzweck kommen auch andere mobile Heizgeräte infrage. Elektrische Heizlüfter und Heizstrahler sind einfach zu bedienen, benötigen aber einen Stromanschluss und heizen kleinere Räume. Infrarotstrahler eignen sich für die punktuelle Erwärmung. Für sehr große Hallen oder Baustellen sind neben Gas-Heizkanonen auch öl- oder dieselbetriebene Modelle verbreitet, die hohe Leistungen erreichen. Alle Verbrennungsheizungen benötigen jedoch eine ausreichende Belüftung. Welche Lösung die beste ist, hängt von der Raumgröße, der Verfügbarkeit von Strom oder Gas und der gewünschten Betriebsdauer ab. Wägen Sie ab, ob Sie nur kurzzeitig punktuell heizen oder einen großen Raum dauerhaft warmhalten möchten, und wählen Sie das Gerät entsprechend aus.

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Gaskanone für Ihren geplanten Einsatzort geeignet und zugelassen ist, und achten Sie auf die Herstellerangaben zur maximalen Raumgröße. So stellen Sie sicher, dass Sie ein passendes und sicheres Gerät wählen.