Heizungscheck: Ablauf, Kosten & Handlungsempfehlungen

Heizungscheck
Das Ziel vom Heizungscheck ist die Ermittlung von Schwachstellen der Heizungsanlage. Sie erfahren, welche Veränderungen Sie vornehmen müssen, um regelmäßig Energiekosten einzusparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Der Heizungscheck ist somit ein nützliches Mittel, um die Effizienz der Anlage im eigenen Heizungskeller zu erhöhen. Mittels kleiner Optimierungsmaßnahmen lassen sich bereits mehrere hundert Euro sparen.

Warum benötige ich einen Heizungscheck?

Ältere Heizungsanlagen verbrauchen im Vergleich zu einer modernen Heizung um bis zu 30 Prozent mehr Energie. In den Systemen existieren zahlreiche Schwachstellen, die aus veralteten Technologien oder Defekten resultieren: Die Heizkessel können überdimensioniert sein, Thermostatventile sind zu alt oder die Heizungspumpen sind ungeregelt.

Mittels des Heizungschecks identifiziert der Heizungsinstallateur mögliche Schwachstellen und behebt diese ordnungsgemäß. Es existieren viele Anbieter für Analysen von Heizungsanlagen. Der Heizungscheck der Verbraucherzentrale wird durch rund 500 Mitarbeiter deutschlandweit angeboten. Es handelt sich um eine Energieberatung.

Was kostet ein Heizungscheck?

Ein Heizungsbauer benötigt für den vollständigen Check der Anlage eines Einfamilienhauses rund eine Stunde. Die Kosten betragen circa 100 bis 150 Euro, im Mittel sind Ausgaben von circa 120 Euro einzuplanen.

Wie läuft eine Untersuchung ab?

Ein Heizungscheck 2.0 zeigt deckt Optimierungsmaßnahmen der eigenen Heizung auf. Sie erhalten Hinweise und Empfehlungen zum Energiesparen. Es erfolgt eine Bewertung der einzelnen Bestandteile der Heizung. Anschließend erfolgt die Vergabe sogenannter Problempunkte. Eine hohe Anzahl an Punkten weist auf einen ineffizienten Betrieb der Heizungsanlage hin. Die Vorgehensweise (DIN EN 15378) beinhaltet 13 Schritte, die schriftlich festzuhalten sind.

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Der Heizungscheck nach DIN EN 15378

Es handelt sich um ein genormtes Verfahren, wodurch die Aussagekraft der Ergebnisse erhöht ist. Neben der Dokumentierung der Dimension, Leistung, Nutzungsart und Temperatur der Heizung, führt ein Heizungsbauer einen hydraulischer Abgleich durch. Zudem überprüft der beauftrage Fachmann, in welchem Maße die Anlage gedämmt ist und ob Ventilations- oder Wärmeverluste bestehen.

Mit welchen Maßnahmen kann ich den Energieverbrauch der Heizungsanlage senken

1. Wartung der Heizung

Die regelmäßige Heizungwartung ist die Grundlage für den effektiven Betrieb. Sie sichert nicht nur den Wert der Anlage, sondern kann für Einsparungen von bis zu 10 Prozent sorgen. Im Rahmen der Wartung führt der Fachmann eine Abgasmessung durch, reinigt Brenner und Kessel und nimmt Nachjustierungen vor. Optional oder nach Bedarf erfolgt zudem das Entlüften der Heizkörper, das Nachfüllen mit Wasser und das Ersetzen von Verschleißteilen.

2. Modernisierung der Heizungsanlage

Die Brennwerttechnik führt zu deutlichen Einsparungen, da sie die Energie des Brennstoffs im Vergleich zu veralteten Heizungen besser ausnutzt. Erzielen Sie Einsparungen von rund 15 bis 20 Prozent jährlich, rentieren sich die Investitionskosten. Oftmals lassen sich Fördergelder beantragen, sodass die Anschaffung kostengünstiger wird.

3. Veraltete Bauteile

Fachbetriebe erkennen, welche Veränderungen die größten Ersparnisse erbringen. Ein Beispiel ist die Hocheffizienzpumpe, die sparsam im Stromverbrauch ist. Heizungsmodernisierung und neue Brenner tragen ebenfalls zur deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs bei.

Die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VDZ)

Das VDZ Formular gibt Ihnen Auskunft über die Effektivität der Heizungsanlage. Es enthält neben allgemeinen Daten zum Gebäude (u.a. Baujahr und Anzahl der Wohneinheiten) eine Beurteilung der Notwendigkeit des Handlungsbedarfs. Auf einer Skala von 0 bis 100, wird angezeigt, ob Handlungsbedarf besteht. 0 (grüner Bereich) deutet auf eine optimale Anlage hin, 100 (roter Bereich) weist die Anlage als äußert ineffizient aus. Im zweiseitigen Formular wird zudem eine ausführliche Analyse der Begebenheiten geliefert.

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Alle untersuchten Punkte werden bewertet, die Ergebnisse werden in die Tabelle auf der Rückseite eingetragen. Abschließend lassen sich handschriftliche Empfehlungen für den Hausbesitzer eintragen. Auf den Seiten der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Heizungscheck.