Heizungsspeicher: So finden Sie das passende Modell

Heizungsspeicher von Viessmann

Abbildung: Viessmann Werke

Die Heizungsanlage erwärmt eine bestimmte Mindestmenge an Wasser, sei es für das Beheizen des Gebäudes als für auch für die Versorgung mit warmem Leitungswasser. Würde die überschüssig erzeugte Energie ungenutzt bleiben, dann würden die Heizkosten steigen. Die Wärmespeicherung ist notwendig, um umweltschonend und kostengünstig agieren zu können. Allerdings kann ein zu großer Speicher auch nachteilig sein. Es wird bewusst eine größere Menge Wasser erwärmt, um möglichst wenig Heizphasen zu erzeugen.

Durch den Unterschied zwischen der Innen- und Umgebungstemperatur der Speicher treten Wärmeverluste auf, die die Energiebilanz verschlechtern. Wenn Sie einen Heizungsspeicher kaufen, achten Sie unbedingt auf die passende Größe und eine gute Dämmung, um Energieverluste zu vermeiden.

Die Größe vom Heizungsspeicher: Berechnung und Praxisbeispiel

1. Eine Faustregel für Zentralheizungen besagt: Pro installiertem Kilowatt Heizleistung sollte mit einem Pufferspeichervolumen von 60 bis 70 Litern kalkuliert werden.

Heizungsspeicher Viessmann VItocell 100 w in der Ansicht
Im Falle einer Heizungsanlage mit einer Heizleistung von drei kW sollte der Speicher über ein Volumen von 180 bis 210 Litern verfügen. Ein mögliches Kaufobjekt ist die Viessmann Vitocell 100-W SVW 200l, die für rund 690 Euro angeboten wird. Der Hersteller hat eine allseitige Wärmedämmung, bestehend aus zehn Zentimeter dickem PUR-Weichschaum integriert, um Energieverluste zu minimieren.

2. Eine zweite Faustregel orientiert sich an der Personenzahl im Haushalt: Pro Person werden 30 bis 50 Liter Volumen für den Heizungsspeicher benötigt.

Bei einem Haushalt mit zwei bis vier Personen, ist beispielsweise der Wolf CSW-120 mit einem Fassungsvermögen von 115 l eine gute Wahl.

Alternativen zur Speicherung der Wärme

Das Gegenteil einer Heizungsanlage mit Wärmespeicherung stellt der Durchlauferhitzer dar. Die Wärme wird immer dann produziert, wenn sie benötigt wird. Diese Vorgehensweise ist nur dann zu empfehlen, wenn die Wärmequelle selbst in Teillast über einen guten Wirkungsgrad verfügt. Oftmals findet man Durchlauferhitzer beim Gasbrenner oder bei der Elektroheizung.

Welche Speicher werden bei welchen Heizungslösungen genutzt?

Die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpenheizungen lässt sich verbessern, indem Sie einen Heizungsspeicher in das System integrieren. Er ist zwar nicht zwingend erforderlich, jedoch stark zu empfehlen. Solaranlagen sollten ebenfalls über eine Speichermöglichkeit verfügen. Soll die solare Energie ganztägig genutzt werden, dann muss ein Ausgleich für die Nacht, die Dämmerung und sonnenschwache Tageszeiten gefunden werden. Die Sonnenenergie wird in den Sonnenkollektoren absorbiert, umgewandelt und gespeichert. Sie kann unabhängig von der Tageszeit genutzt werden. Die positiven Effekte sind so groß, dass im Falle von Niedrigenergiehäusern keine ergänzende, klassische Heizung erforderlich ist.

  • In Bezug auf die Warmwasserbereitung kann ebenfalls eine Speicherung erfolgen.
  • Von einem Kombispeicher wird gesprochen, wenn der Pufferspeicher über eine integrierte Trinkwassererwärmung verfügt.
  • Bei einem Frischwasserspeicher wird die Erwärmung im Durchflussprinzip ausgeführt.

Stehende oder liegende Heizungsspeicher?

  • Heizungsspeicher werden als liegende und als stehende Varianten angeboten. Im Allgemeinen gelten stehende Speicher als energetisch vorteilhaft. Sie sind in aufrechter Form konstruiert, weswegen die thermische Schichtung ausgeprägter ist. Kühleres Wasser sinkt nach unten und warmes Wasser bleibt oben. Ist der Wärmetauscher im unteren Teil des Speichers integriert, dann wird die Aufheizung optimiert.
  • Liegende Speicher werden meistens aus Platzgründen genutzt. Ist das Platzangebot im Heizungsraum stark begrenzt, so müssen neue Lösungen gefunden werden. Um Raum einzusparen, kann der Heizkessel auf dem liegenden Speicher positioniert werden. Die entstehenden kurzen Wege reduzieren zudem die Kosten. Da eine thermische Schichtung effektiv nicht möglich ist, erhöhen sich allerdings die Betriebskosten.