Heizwert von Pellets: Der Effizienzvergleich

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Der Heizwert von Pellets ist zur Kalkulation des Verbrauchs entscheidend. Rüsten Sie die bestehende Heizungsanlage um, dann kennen Sie den aktuellen Energiebedarf.

Je höher die Werte der neuen Energieform sind, desto geringer ist der Bedarf und desto mehr Kostenersparnisse entstehen.

Heizwert, Kondensationswärme oder Brennwert?

Der Heizwert beschreibt die Energie, die beim Verbrennungsvorgang freigesetzt wird. Als Brennwert wird die Summe aus Heizwert und Kondensationswärme bezeichnet. Die Kondensationswärme entsteht durch die Kondensation nach dem Verdunsten des Wassers, welches in den Pellets enthalten ist. Bei hohen Temperaturen verdunstet das Wasser.

Der Wasserdampf schlägt sich an kalten Stellen nieder. Moderne Brennwerttechnik nutzt die Kondensationswärme, wodurch sich die Energieeffizienz der Heizungsanlage erhöht.

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Die Einheiten und die Umrechnung des Heizwertes

Pellets verfügen über einen hohen Heizwert. Die Angabe ist in unterschiedlichen Einheiten möglich:

  • Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg) oder Megajoule pro Kilogramm (MJ/kg)

kJ/kg und MJ/kg werden wie folgt umgerechnet:

  • 1.000 kJ/kg = 1 MJ/kg
  • Beispiel: 3.000 kJ/kg = 3 MJ/kg

Wie wird der Pellet-Heizwert beeinflusst?

Vor allem zwei Faktoren wirken sich auf den Pelletwert aus: Die Frische der Brennstoffe und der Rest-Wassergehalt. Die Angabe des Heizwertes erfolgt unter Bezugnahmen auf die Restfeuchte. Aus diesem Grunde kann es sich bei den Angaben um theoretische Werte handeln, die im Speziellen von der Feuchte der Pellets abhängig sind.

Der Heizwertvergleich: Erdas, Pellets und Öl

Der durchschnittliche Heizwert von Pellets (pro Kilogramm) entspricht dem Wert von rund 490 Millilitern Heizöl. Um einen vergleichbaren Heizwert bei Erdgas zu erreichen, benötigen Sie 0,47 Kubikmeter Erdgas. Im Folgenden ist ein detaillierter Vergleich dargestellt:

Der Heizwert von Pellets (je Kilogramm) entspricht:

Menge

Brennstoff

0,47 m³ Erdgas
0,49 l Strom
4,90 KWh Strom
1,14 kg Hackschnitzel

Pellets und Scheitholz

Der Heizwert von Pellets ist höher als von frisch geschlagenem Holz und getrocknetem Scheitholz. Der Wassergehalt von Pellets sollte weniger als 10 Prozent betragen, was durch das Herstellungsverfahren ermöglicht wird. Somit weisen Pellets im Vergleich zu Holz große Vorteile auf: Sie sind kompakter in der Lagerung, verfügen über einen hohen Heizwert und werden in großen Mengen direkt nach Hause geliefert.

Für die Lagerung des Brennstoffs lohnt sich die Einrichtung von einem Pelletsilo oder Pelletlagerraum.

Regelungen und Normen

DIN ISO 17225-2 thematisiert die zu nicht für industrielle Zwecke genutzten Pellets. Die Schüttdichte beträgt mindestens 600 kg/m³. Für den Heizwert von Pellets und den Aschegehalt gelten folgende Klassifizierung:

A1-Ware:

A2-Ware:

B-Ware:

Aschegehalt maximal 0,7 Prozent maximal 1,2 Prozent maximal 2 Prozent
Heizwert mehr als 16,5 MJ/kg mehr als 16,5 MJ/kg mehr als 16,5 MJ/kg

Der Heizwert in kwh

Der Heizwert in Kilowattstunden beträgt zwischen 4,7 und 4,9 kWh/kg (A1-Ware). Die geringen Schwankungen hängen vom genauen Produkt ab. Der Heizwert von Pellets sollte beim Händler im Vorfeld erfragt werden. So können Sie die Leistung Ihrer Pellet-Zentralheizung einschätzen.

Das Qualitätssiegel ENPlus

Das Qualitätssiegel ENPlus wurde eingeführt, um Standards für die Angaben des Heizwertes zu schaffen. Einige Hersteller hatten zuvor hohe Werte angegeben, die sich jedoch auf eine fiktive Trockenmasse bezogen hatten. Das Siegel ist eine Qualitätsvorschrift, die Transparenz schafft. Angaben für fiktive Trockenmassen sind nicht zulässig. Die Bewertung vom Heizwert von Pellets erfolgt im Anlieferungszustand. Verwendet ein Anbieter das Qualitätssiegel, so ist seine Ware zuvor mittels Laborbefund bewertet worden.