Warum der Kohlekessel besser als sein Ruf ist

Kohlekessel Produktbild
Wohngebäude und Gewerbeobjekte werden in Deutschland nur in rund 2 Prozent aller Fälle mit Kohle beheizt. Oftmals haben Hausbesitzer Bedenken gegenüber einem Kohlekessel, da sie die Verwendung mit dem mühseligen Transport von Koks verbinden. In der heutigen Zeit existieren Kohlekessel mit automatischer Beschickung, sodass der Betrieb spielend einfach wird. Manuelle Eingriffe sind höchstens nach einigen Wochen notwendig. Das Heizen mit Kohle lässt sich in diesem Punkt mit einem Pelletkessel vergleichen, da auch hierbei die automatische Beschickung für den gewünschten Komfort sorgt.

In der Übersicht: Die Heizwerte

Für die Entscheidung über eine bestimmte Energieform, ist der Heizwert eine wichtige Hilfe. Je höher der Heizwert, desto höher ist die Energiedichte des Brennstoffs. Dementsprechend weniger Brennmaterial benötigen Eigentümer für die Beheizung ihrer Immobilie. Wir haben für Sie die Heizwerte ausgewählter Stoffe tabellarisch gegenübergestellt:

Brennstoff

Heizwert

Kohle 8 kW/kg
Holzkohle 7,8 bis 9,7 kW/kg
luftgetrocknetes Holz 4 bis 4,4 kW/kg
Weizenkörner 4,7 kW/kg
Gas 8,6 bis 11,4 kW/m³
Heizöl 11 bis 11,8 kW/kg
Braunkohlekoks 8,7 kW/kg
Pellets 4,8 kW/kg

Der Heizwert von Kohle liegt somit im direkten Vergleich im Mittelfeld. Er ist höher als der Heizwert von Pellets, weshalb Sie weniger Gewicht bei einem Kohlekessel lagern müssen.

Ausgewählte Modelle: Eigenschaften und Preise

Der Hersteller Geratalsolar bietet Festbrennstoffkessel für rund 800 bis 1.500 Euro an. Die Modelle können mit Holz und mit Kohle betrieben werden. Zur Auswahl stehen Modelle mit einer Leistung zwischen 3,9 und 30 kW. Welche die passende Nennwärmeleistung ist, hängt von dem Heizwärmebedarf Ihrer Immobilie ab.

Der Holzkohlevergaserkessel Atmos KC 25 S, der ebenfalls als Kohlekessel eingesetzt werden kann, wird für 1.800 Euro angeboten. Mit einer Gesamtleistung von 25 kW wird ein beheizbares Volumen von 780 m³ erreicht. Sie haben die Auswahl, ob Sie den Kessel mit Steinkohle, Braunkohle oder Scheitholz betreiben möchten. Der Brennstoff wird oben eingefüllt und die langsame, schrittweise Vergasung beginnt. Ein Vorteil des Kohlekessels ist die Verkleidung mit Schamottekeramik. Sie gilt als widerstandsfähig, erleichtert die Reinigung und hält die Wärme im Brennraum. Besitzer wissen zudem die Vorteile des drehbaren Gussrostes zu schätzen. Es befindet sich im unteren Teil der Füllöffnung und wird mittels einer Düse mit der erhitzten Sekundärluft versorgt. Durch diese Technik steht für den Brennprozess stets genügend Sauerstoff zur Verfügung.

Der Wirkungsgrad eines Kohlekessels ist ein wichtiges Vergleichskriterium verschiedener Produkte. Der Atmos KC 25 S vergast in einem sauberem Brennprozess mit einem Wirkungsgrad von 86 Prozent. Die Vorschriften der BImSchV 2 werden dadurch eingehalten.

Auf welche Punkte muss ich bei der Auswahl vom Kohlekessel achten?

  • Einer der wichtigsten Punkte ist die erzeugte Nennwärmeleistung, da diese für den Heizwärmebedarf ausreichend sein muss. Der Heizwärmebedarf hängt von der Größe der Wohnfläche ebenso wie von der Dämmung ab und Bedarf der Ermittlung durch einen Heizungsinstallateur.
  • Die Steuerung vom Kohlekessel ist für den Komfort wichtig. Das Display sollte intuitiv bedient werden können
  • Aus Sicherheitsgründen ist ein Überhitzungsschutz zu empfehlen
  • Steigt die Temperatur über einen kritischen Wert, dann wird Frischwasser hinzugeführt. Modelle, welche reine Kohlekessel sind, stoppen den Verbrennungsvorgang direkt
  • Ein Kohlekessel mit automatischer Beschickung sorgt für den notwendigen Komfort