Lüftungsgitter für die Heizung: Funktion und Materialien

lueftungsgitter
Lüftungsgitter haben sehr unterschiedliche Aufgaben, die sowohl Ab- als auch Zuzug von Luft ermöglichen. In speziellen Anordnungen übernehmen sie Zirkulation in beide Richtungen. Aufbau, Form, Größe und Beschaffenheit eines Lüftungsgitters richten sich nach den thermischen Anforderungen. In den meisten Fällen sorgen Lüftungsgitter für den Austausch von kalter und warmer Luft. Wenn Verbindung zwischen Innen- und Außenluft besteht, reguliert sich die Luftfeuchtigkeit.
Bei Heizungssystemen mit Warmluftversorgung dienen Lüftungsgitter für die Heizung als Wärmeausgabegeräte. Typisches Beispiel sind Beheizungen und Regulierungen im Passivhaus. Je nach Einsatzort schützen Lüftungsgitter vor Kleintieren und Vögeln oder dienen zusätzlich als Einbruchschutz. Zu diesem Zweck sind Modelle erhältlich, die verschließbar sind. Für unterschiedlich intensive Luftströme und Temperaturen eignen sich Konstruktionen, die verstellbar angepasst werden können.

Materialien und Werkstoffe von Lüftungsgittern

Lüftungsöffnungen entstehen in Innenräumen und in Außenwänden. Mit Kälte- und Wärmetausch arbeitende Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Backofen, Waschmaschine und Trockner erzeugen Abwärme und/oder feuchte Luft, die abgeleitet werden muss. In Nassräumen wie dem Bad oder einem Wäschetrockenraum entsteht hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere in fensterlosen Räumen durch Luftschächte mit einem vorgesetzten Lüftungsgitter oder Lüftungsblech ausgetauscht und „entsorgt“ wird.

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Auswahl des richtigen Materials

Entsprechend des Einsatzortes ist das Material des Gitters zu wählen. Für den Innenbereich ist bei moderaten Temperaturschwankungen Kunststoff geeignet. Für die Beanspruchung mit höher temperierten Luftströmen ist Aluminium zu empfehlen. Für alle stark beanspruchten Varianten und der Witterung ausgesetzten Orten sind Lüftungsgitter aus Edelstahl die beste Wahl.

Gitter- und Konstruktionsformen

Erstes entscheidendes Merkmal eines Gitters ist das Verhältnis der Stege zu den Durchlassöffnungen. Die Durchwirkung kann aus gleichgroßen und im 360-Grad-Winkel symmetrisch angebrachten Bohrungen bestehen. Parallele längliche Schlitze verlaufen senkrecht oder waagerecht in der rechteckigen Gitterform. Wenn das Lüftungsgitter rund ist, kann es entsprechend Aufgabe und optischen Anspruch „eingedreht“ montiert werden.

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Lamellengitter sind sehr gefragt

Sowohl aus optischen Gründen als auch zur Luftstromsteuerung sind Lamellengitter verbreitet. Sie verdecken die abgedeckte Luftaustrittsöffnung und geben der ein- und besonders austretenden Luft eine Richtung. Die Lamellen ersetzen die Stege der zweidimensionalen Bauweise und können senkrecht oder waagerecht im Rahmen verlaufen.

Mit mechanischer Einstellungstechnik wird die Neigung der Lamellen parallel verändert und damit der Luftdurchlass erhöht oder verringert. Eine Sonderform sind lose „flatternd“ aufgehängte Lamellen, die sich dem auftreffenden Luftstrom anpassen.

Eigenschaften und Einsatzorte

Bei manchen Lüftungsaufgaben reicht ein Luftaustausch ohne verstärkten Luftstrom oder Wärmentwicklung aus. Eine in einer Tür montierte Lüftungsöffnung ermöglicht feucht gewordener Bade-, Dusch- oder Waschluft in ausreichendem Maße zu entweichen. Lenkende Lamellen werden hier in erster Linie aus optischen Gründen zum Sichtschutz gewählt. Wenn erhitzte Luft ab-, um- oder zugeleitet wird, kann das Lenken der Lamellen eine wichtige Aufgabe übernehmen. Ein Lüftungsgitter aus Edelstahl mit nach unten gerichteten Lamellen kann erwärmte Heizluft bodennah steuern, von wo aus sie aufsteigt und eine gleichmäßigere Raumbeheizung ermöglicht. Je nach Einsatzort und Platzierung werden angrenzende Einrichtungsgegenstände vor Heißluft geschützt. Gitter in Außenwänden sind der Witterung ausgesetzt. Die Gitteröffnungen bedachende Lamellen schützen vor dem Eintritt von Niederschlag und verhindern Starkwindeintritt.

Besondere Bau- und Einsatzarten

Bei Einzelfeuerungsstellen wie einem Kaminofen entscheidet die Sauerstoffzufuhr und die Zugfähigkeit über die Effektivität des Abbrands. Geschlossene Brennkammern können statt einer Lüftungsklappe ein hitzebeständiges Lüftungsgitter für den Kamin besitzen. Es muss mechanisch regelbar sein, um auf die sich ändernden Brandstadien eingehen zu können. Widerstandsfähigkeit ist auch bei im Boden eingelassenen Lüftungsgittern ein entscheidender Aspekt. Gegebenenfalls werden die Gitter betreten und müssen das Trittgewicht aushalten. Lamellen führen zu Stolperfallen und zu große Öffnungen „schlucken“ zu viel Staub und eventuell häufiger heruntergefallene Gegenstände.