Notheizung: Arten, Einsatzgebiete & Kosten

Notheizung
Eine Notheizung ist die Rettung, wenn die Hauptheizung ausfällt.

Sollte eine unerwartete Reparatur der fest installierten Heizung notwendig werden oder kommt es zu einem plötzlichen Ausfall, dann ist eine flexible und schnelle Lösung erforderlich, um den Heizungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Notheizung wird elektrisch, mit Gas oder mit Öl betrieben und sorgt für angenehm warme Räume und warmes Wasser. Es werden verschiedene Formen und Modelle unterschieden, deren Einsatz von den jeweiligen Begebenheiten abhängen.

Elektrische Notheizungen: Drei Hauptarten

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist die Leistung. Je größer die zu beheizenden Räume sind, desto mehr Power wird erforderlich. Es lassen sich verschiedene Kategorien definieren:

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Gruppe 1: Die Leistung sollte zwischen 5 und 100 kW liegen, da somit ein Einsatz im Einfamilienhaus optimal ist.

Gruppe 2: Müssen Großgebäude mit Wärme versorgt werden, dann muss die Leistung zwischen 100 und 300 kW betragen.

Gruppe 3: Die größten Notheizungen erbringen Leistungen von über 300 kW. Übliche Angebote reichen bis zu 2.000 kW.

Aus welche Gründen ist es notwendig, eine Notheizung zu kaufen?

Gerade im Winter ist der Ausfall der Heizung sehr unangenehm. In der Nacht ist eine Reparatur nur schwer möglich, wodurch sich Ausfallzeiten ergeben. Doch selbst am Tage kann es zu Problemen kommen, da nicht immer alle Ersatzteile sofort verfügbar sind.

Was in den meisten Fällen lediglich zu einem kurzzeitigen Absinken des Wohnkomforts führt, ist im Falle von Kindern, älteren Menschen oder kranken Personen lebensgefährlich. Neugebore, Schwangere und Erkrankte sind von einer ausreichenden Versorgung mit Wärme abhängig und können gesundheitliche Schäden durch eine zu kalte Raumtemperatur erleiden. Daher ist es vor allem für Krankenhäuser, Pflegeheime sowie Familien mit Kindern und Senioren wichtig, sich Gedanken über eine fest integrierte oder mobile Notheizung zu machen.

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Einsatzgebiete:

  • plötzlicher Ausfall der heimischen Heizung
  • öffentliche Einrichtungen, die auf eine dauerhafte Versorgung mit Wärme angewiesen sind
  • Estrichtrocknung bei Modernisierungen
  • auf Baustellen, da noch keine Heizung vorhanden ist, aber bestimmte Temperaturen eingehalten werden müssen
  • in Wochenendhäusern

Welche verschiedenen Unterarten der Notheizung existieren?

Eine kleinere Notheizung wird elektrisch betrieben, da sie somit flexibel und unkompliziert eingesetzt wird. Kompakte Modelle sind schnell aufgestellt und können außerhalb des Betriebs im Keller aufbewahrt werden. Alternativ ist auch die Installation an der Wand möglich, beispielsweise dann, wenn die Notheizung fester Bestandteil in einem Wochenendhaus ist.

Da Elektroheizungen einen hohen Stromverbrauch aufweisen, werden für größere Varianten Öl oder Gas als Energieträger eingesetzt. Nachteilig wirken sich in diesem Fall die entstehenden Abgase aus, welche abgeleitet werden müssen. Für Privathaushalte ist das Mieten von Vorteil, da die Notheizungen nur selten benötigt werden. Krankenhäuser und Pflegeheime sollten über eine eigene Versorgung verfügen, um im Notfall schnell und unabhängig reagieren zu können.

Welche Kosten entstehen durch die Notheizung?

Die Preise für die Notheizungen hängen sowohl von der Energieform als auch von der Leistung ab. Sie haben zudem die Auswahl zwischen dem Kauf und der Miete. Eine 1.000 Watt starke Elektroheizung ist für rund 200 bis 350 Euro erhältlich. Sie kann entweder im Raum stehen oder an der Wand befestigt werden. Kompakte Modelle, die kurzfristig für Wärme in einem kleineren Raum sorgen, kosten rund 50 bis 100 Euro. Sie erbringen Leistungen von circa 20 Watt. Wer eine größere Notheizung mit Gas oder Öl als Brennstoff benötigt, der muss weit mehr als 1.000 Euro investieren.

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Tipp: Mieten statt kaufen

Wird die Notheizung nur selten genutzt, dann ist das Mieten günstiger.

Bestehen Fördermöglichkeiten?

Notheizungen werden in den meisten Fällen nicht staatlich gefördert. Handelt es sich um Elektroheizungen, dann ist die Förderung aufgrund des höheren Energieverbrauchs ausgeschlossen. Im Falle einer mobilen Öl- oder Gasheizung liegt keine feste Installation für ein bestimmtes Haus vor, was einer Förderung ebenfalls im Wege steht. Wird die Heizung hingegen fest installiert, dann verliert sie den Charakter der Notheizungen, kann jedoch gefördert werden.