Ölofen: Funktion, Verbrauch & Kosten im Überblick

Paar sucht einen passenden Ölofen
Ölofen fallen in die Kategorie der Ölbrenner ohne Hilfsenergie. Ein Ölofen wird häufig zur Unterstützung der Zentralheizung eingesetzt, kann diese jedoch auch vollständig ersetzen. Modelle mit elektrischer Zündung und Thermostat erzeugen eine angenehm wohlige Wärme und lassen sich entsprechend einer herkömmlichen Ölheizung bequem regulieren. Die Heizleistung der meisten Öfen mit bis zu 5 kW reicht oft für die Beheizung einiger Räume. Als Zentralheizung sind deutlich aufwendigere Systeme erforderlich.

Funktionsweise

Damit das Öl brennen kann, ist eine Temperatur von mindestens 55 Grad Celsius erforderlich. Die Verbrennungswärme des Öls wird dazu genutzt, um die benötigte Temperatur für den Vorgang zu erhalten. Elektrische Hilfsenergie ist abgesehen vom Anzündvorgang nicht erforderlich. Die Zündung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • fester Ölofenanzünder
  • flüssiger Ölofenanzünder
  • spezieller Docht
  • elektrische Zündung

Ein Ölöfen kann mit einem eingebauten Heizöltank ausgestattet werden, wodurch sie unabhängig von Versorgungsleitungen sind. Handelt es sich um einen Ölofen mit einer zentraler Ölversorgung, dann ist eine motorische Ölnachspeiseanlage integriert, bei welcher das Öl mittels einer Pumpe in den Ofen gelangt. Wer ein Ölofen kaufen möchte, kann auf ein breites Sortiment verschiedener Hersteller zurückgreifen. Im Folgenden stellen wir exemplarisch zwei beliebte Modelle vor.

Beispiel 1: Viking von Haas und Sohn

  • Der Ofen ist für rund 900 Euro erhältlich.
  • Er punktet durch die hohe Leistung und das große Sichtfenster.
  • Bei der Auswahl eines Heizgerätes müssen Sie unter anderem auf die Nennwärmeleistung achten. In Fall des Modells Viking beträgt diese laut Hersteller 5,5 kW.
  • Der Verbrauch eines Ölofens ist ein weiterer entscheidender Faktor. Pro Stunde müssen Sie beim Ofen aus dem Hause Haas und Sohn mit rund 0,24 Litern rechnen.
  • In der Ausstattung ist der 8,5-Liter-Öltank noch nicht enthalten, er muss separat gekauft werden.
  • Der Anschluss an die zentrale Ölversorgung ist möglich.

Beispiel 2: Wamsler OS 4/5 Vario

  • Der Kostenpunkt beträgt rund 330 Euro.
  • Durch die Sichtscheibe beobachten Sie die wärmenden Flammen. Die Glaskeramik wurde TÜV-zertifiziert, was ausreichende Sicherheit gewährleistet.
  • Mit einem 8,3-Liter-Tank ausgestattet, sorgt der Ölofen für bis 33 Stunden wohlige und angenehme Wärme.
  • Besonders in der kalten Jahreszeit sorgt der Ofen durch die Optik für das passende Ambiente.

Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um die reinen Anschaffungspreise ohne Montage und Zubehör. Für jeden laufenden Meter Ofenrohr fallen etwa 50 Euro an. Die Montagekosten belaufen sich auf etwa 500 Euro.

Die Reinigung vom Ofen

Es ist dringend erforderlich, regelmäßig den Ölofen zu reinigen. Spätestens nach Ende der Heizperiode müssen sowohl die Rohrleitung zum Schornstein als auch der Ofen selbst gesäubert werden. Rauchrohre und Abgasstutzen müssen mit dem Staubsauger oder dem Handfeder gereinigt werden. Den Brennertopf befreien Sie gründlich von Verkokungen und Ruß. Im Fachhandel erhalten Sie spezielle Reinigungskratzer, die für diese Aufgabe bestens geeignet sind.

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Tipp: Achten Sie beim Wiedereinlegen der Brennnerringe auf die Beschriftungen, sodass Sie erkennen, welche Seite die Oberseite und welche die Unterseite ist.

Mit einer feinen Stahlbürste säubern Sie die Brennerdüsen, kleine Vertiefungen in der Brennertopfwand. Es ist wichtig, dass diese Bohrungen frei sind, damit die einwandfreie Luftzuführung gewährleistet ist. Die Ölwanne muss ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Ansonsten können sich schlechte Gerüche bilden. Achten Sie bei der Durchführung der Reinigung auf die genauen Hinweise des Herstellers, da jedes Modell seine Besonderheiten hat.

Befolgen Sie außerdem alle Sicherheitsvorschriften, wie beispielsweise das Bereithalten eines Feuerlöschers oder einer Löschdecke. In die eigentliche Brennkammer darf niemals Wasser gelangen, da in der Folge Verpuffungen entstehen können.

Wer nicht selbst Handanlegen möchte, kann die Ofenreinigung auch durch ein Fachunternehmen durchführen lassen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 70 bis 100 Euro. Da ohnehin eine regelmäßige Reinigung erforderlich ist, macht es Sinn, einen Wartungsvertrag abzuschließen. Hier erhälten Eigentümer deutlich günstigere Konditionen.