Was eine Photovoltaikanlage kostet und wann sie sich lohnt

photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen reduzieren die Energiekosten, da sie die kostenlose Sonnenenergie nutzen. Allerdings müssen Sie zunächst mit Anschaffungskosten von 6.000 bis 9.000 Euro für ein Einfamilienhaus rechnen. Wir sind den Fragen der Gesamtkosten und der Amortisation der Photovoltaikanlage, beziehungsweise der Solarthermie nachgegangen.

Wann rentiert sich eine PV-Anlage?

Aufgrund der sinkenden Preise für Solarmodule hat sich die durchschnittliche Amortisationszeit reduziert. Sie beträgt zwischen 10 und 14 Jahren. Wenn Sie zusätzlich eine Photovoltaik-Heizung nutzen, dann erhöhen Sie den Eigenverbrauch und senken die Amortisationszeit.

Die Frage wann sich die Photovoltaik-Anlage rentiert, hängt von drei Faktoren ab:

  1. Investitionskosten/Betriebskosten
  2. Individueller Stromverbrauch
  3. Preisentwicklung auf dem Strommarkt

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage wird durch einen Vergleich zwischen den Kosten und den erzielten Einsparungen bestimmt. Überschüssig produzierte Energie wird in das Netz eingespeist, sodass Ihnen Einnahmen entstehen, die ebenfalls eingerechnet werden müssen.

Die Kostenkalkulation für die PV-Anlage

In den letzten Jahren sind die Preise für Solarmodule gefallen, da sich die Technologie verbessert hat und gleichzeitig ein höherer Wettbewerb auf dem Markt verzeichnet wird. Die durchschnittlichen Preise betragen 35 bis 50 Cent pro Watt Peak. Für ein Einfamilienhaus benötigen Sie rund 5 kWp. Mehrfamilienhäuser werden mit 10 bis 40 kWp dimensioniert, abhängig vom ermittelten Energieverbrauch. Je größer die Anlage ist, desto niedriger sind die Kosten pro kWp. Planen Sie eine PV-Anlage mit einer Leistung zwischen 1 und 10 kWp, dann entstehen pro kWp rund 1.500 Euro Investitionskosten inklusive Montage. Größe Photovoltaikanlagen können mit Ausgaben von 1.400 Euro pro kWp geplant werden.

Eine Beispielrechnung für die Kosten der Photovoltaikananlage

Angenommen, Sie möchten eine Photovoltaikanlage für ein 160 m² großes Einfamilienhaus mit einer Bewohneranzahl von 4 planen. Der Bedarf wird auf 5 kWp festgesetzt. Pro kWp entstehen Ihnen Investitionskosten in Höhe von 1.500 Euro, dadurch ergeben sich Gesamtkosten von:

5 * 1.500 Euro = 7.500 Euro

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine private Photovoltaikanlage ab rund 2,5 Wp wirtschaftlich betrieben werden kann.

Welche Bauteile benötige ich für die Photovoltaikanlage und was kosten sie?

  • Solarmodule
  • Verkabelung
  • Wechselrichter
  • Montagesystem
  • Zweirichtungszähler

Berücksichtigen Sie bei der Kostenkalkulation ebenfalls die Montagekosten.

Eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten

1. Solarmodule

In der Beispielrechnung wurde von einer erforderlichen Photovoltaik Leistung von 5 kWp ausgegangen. Setzt man einen Preis von 0,50 Euro pro Wp an, dann ergeben sich Investitionskosten für die Solarmodule von:

5.000 * 0,50 = 2.500 Euro

2. Wechselrichter

Photovoltaikanlagen erzeugen zunächst einmal Gleichstrom, welcher in Wechselstrom umgewandelt werden muss. Zum einen benötigen die elektrischen Geräte im Haushalt Wechselstrom, zum anderen kann die Einspeisung in das öffentliche Netz nur in Form von Wechselstrom erfolgen. Wechselrichter können für rund 500 bis 2.000 Euro erworben werden.

3. Montagekosten

Die Montage der Photovoltaikanlage muss mit rund 1.000 Euro einkalkuliert werden.

4. Stromspeicher (optional)

Optional können Sie einen Stromspeicher installieren. Günstige Modelle sind bereits für 6.000 Euro erhältlich. Durch die Inanspruchnahme von Förderungen, beispielsweise durch die KfW können die Anschaffungskosten reduziert werden.

5. Betriebskosten

Die Betriebskosten der Photovoltaik- oder Solarthermieanlage umfassen im Wesentlichen die Wartung und die Zählermiete. Für den Zähler müssen Sie pro Jahr eine Miete von rund 50 Euro einplanen, während die Wartung  Kosten in Höhe von circa 100 Euro verursacht.