Wie eine Randleistenheizung funktioniert, Preise & Montage

randleistenheizung anbringen

Die Randleistenheizung bringt man – wie der Name bereits andeutet – im Sockelbereich des Zimmers an. Das Besondere an dieser Heizungsvariante ist der veränderte Weg der erwärmten Luft. Sie heizen zunächst die Wand, wodurch sich Vorteile im Bereich der Schimmelbildungsprävention und des Raumklimas ergeben. Die Preise liegen zwischen 50 und 100 Euro pro laufenden Meter.
Ein bekannter Hersteller für die Randleistenheizung ist Hypothermal. Das Modell 1 ist für rund 77 Euro je laufender Meter erhältlich.

Einsatzgebiete

Eine Randleisten-Heizung ist für das klassische Einfamilienhaus ebenso wie für Holzbauten, Massivhäuser und viele weitere Wohnformen geeignet. Zunächst bringt der Monteur die Heizleisten in Fußbodennähe an den Wänden an. An der Heizung montieren sie anschließend ein Thermostat, sodass man die gewünschte Temperatur einstellen kann. Die Warmluftströmung durchflutet zunächst einmal nicht den gesamten Raum, sondern bleibt auf den Bereich an der Wand konzentriert. Die kalte Außenluft wird abgeschirmt und erwärmt. Nachdem die Wand erwärmt wurde, strahlt die Wärme von der Wand in den Raum.

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Die Randleistenheizung dient dem Vorbeugen der Schimmelbildung. Feuchte Wände können Sie durch diese Heizungs-Variante leichter trocken legen.

Voraussetzungen

Die Randleistenheizung können Sie im kompletten Raum oder auch auf einzelnen Strecken nutzen. Kalte Bereiche in einem schlecht gedämmten Haus lassen sich dadurch äußerst gut ausgleichen. Um die Heizleiste effektiv betreiben zu können, werden Vorlauftemperaturen von mehr als 55 Grad Celsius empfohlen. Entgegen Erdwärmepumpen, liefern in der Regel keine ausreichenden Voraussetzungen.

Aufbau und Anschluss

Das Modell 1 (Schafthöhe 120 mm) von Hypothermal ist auf eine Vorlauftemperatur von 70/65 Grad Celsius ausgelegt. Pro Laufmeter wird dabei eine Leistung von 240 Watt geliefert. Liegt eine Vorlauftemperatur von 50/45 Grad zugrunde, dann erreicht die Heizung 135 Watt pro Laufmeter. Für die Montage benötigen Sie je Meter einen Montagebügel. Die Holzverkleidung besteht aus 3-Schicht-Fichte-Möbelbauplatten mit einer Stärke von 16 Millimetern. Außerdem besitzt das unbehandelte Holz eine abgerundete Längskante. Im Prinzip verlegen Sie die beheizten Rohre entlang des Sockelbereichs der Wand und verkleiden sie.

Wärmeleistung

Beispiel: Wärmeleistung von Heizleisten pro Meter berippter Rohrlänge bei unterschiedlichen Vorlauftemperaturen.

Mittlere Vorlauftemperatur

Wärmeleistung Heizleiste

35 °C

46 Watt

45 °C

89 Watt

55 °C

136 Watt

65 °C

188 Watt

75 °C

243 Watt

Funktionsweise

Man unterscheidet bei Heizleisten im Grunde genommen zwischen zwei unterschiedlichen Varianten: Wassergeführte und elektrisch betriebene Heizkörper. Erfolgt der Anschluss an die Zentralheizung, durchflutet man die Leisten mit Wasser. Eine elektrische Randleistenheizung ist einer zentralen Versorgungsstelle unabhängig.

Da die Wärme die Wand hinaufsteigt und dadurch in den Raum abgegeben wird, vermeiden Sie Wärmepolster unter der Decke. Bei herkömmlichen Heizkörpern steigt die warme Luft zum Teil direkt nach oben und bleibt ungenutzt. Viele Modelle können in Kombination mit einem angeschlossenen Klimagerät auch zur Klimatisierung der Räume genutzt werden. Mit Hilfe einer Wärmepumpe können Sie die Räume im Sommer angenehm abkühlen.

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Die Vorteile der Randleistenheizungen

  • Sie können die Randleistenheizung mühelos nachträglich installieren.
  • Eine elektrische Randleistenheizung ist von der Zentralheizung unabhängig.
  • Die Heizleisten sind gut zugänglich, da jedes Heizelement einzeln erreicht werden kann.
  • Es erfolgt keine direkte sondern eine indirekte Beheizung.
  • Die Leisten können auf einzelnen Teilstrecken auch hinter niedrigen Möbeln beziehungsweise hinter leichten Vorhängen stehen.

Die Preise für Heizleisten

Die Kosten für eine Randleistenheizung hängen im Wesentlichen von der Marke und der benötigten Länge ab. Um die passende Meterzahl zu bestimmen, müssen Sie den Heizbedarf des Raumes kennen, welcher sich aus dem Grad der Dämmung, dem Heizverhalten und dem Luftvolumen errechnet.