Zeitschaltuhr für die Heizung: Pflichten, Tipps und Arten | Kesselheld

Zeitschaltuhr für die Heizung: Pflichten, Tipps und Arten

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Laut Energieeinsparverordnung (ENEV) ist es vorgeschrieben, dass eine Heizungsanlage über eine geeignete, automatische Steuerungsmöglichkeit verfügt. Den Besitzern des Hauses muss es möglich sein, die Anlage in Abhängigkeit von der Zeit und der Temperatur steuern zu können. Diese Forderung gilt für Zentralheizungen, selbst in Bestandsgebäuden. Sollte eine derartige Schaltuhr nicht vorhanden sein, dann muss sie nachgerüstet werden. Auf dem Markt werden allerdings stark unterschiedlich leistungsfähige Zeitschaltuhren für Heizungen angeboten. Sie haben die Auswahl zwischen einfachen Modellen, die
lediglich eine Absenkung der Leistung verursachen, und leistungsfähigen Modellen, welche den Energieverbrauch durch intelligente Steuerungen optimieren.

Warum eine Zeitschaltuhr Sinn macht

In der Nacht bevorzugen viele Menschen niedrigere Temperaturen in den Räumen. Zum einen werden im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer, in der Küche und vielen weiteren Räumen keine hohen Temperaturen benötigt. Zum anderen führt eine kuschelig warme Decke im Schlafzimmer zu einem reduzierten Wärmebedarf durch die Heizungsanlage.

Eine Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass die Temperatur genau die gewünschten Werte erreicht. Beispielsweise können Sie von 23 Uhr bis 5 Uhr die Heizungsanlage herunterregulieren. Sie können eine Abschaltung der Heizfunktion einstellen oder Sie regulieren die Temperatur um einige Grad herunter. Die Frostschutzfunktion bleibt selbstverständlich erhalten.

Die Zeitschaltuhr der Heizung richtig einstellen: 5 Tipps

  1. Die Programmierung sollte individuell erfolgen. Rund eine Stunde bevor die erste Person aus Ihrem Haushalt am Morgen aufsteht, sollte sich die Heizungsanlage wieder einschalten.
  2. Moderne Zeitschaltuhren ermöglichen es, für Wochentage und das Wochenende abweichende Zeiten einzustellen. Da die meisten Menschen am Wochenende länger aufbleiben und am Morgen länger schlafen, ist diese Programmierungsmöglichkeit von Vorteil.
  3. Verfügt Ihre Schaltuhr über eine sogenannte Partytaste, dann können Sie bei Bedarf die Heizzeit spontan um 30 bis 60 Minuten verlängern (abhängig vom System).
  4. Soll nicht die gesamte Heizung herunterreguliert werden, sondern Sie möchten einzelne Räume ansteuern, dann kann eine Zeitschaltuhr das Thermostat gekauft werden.
  5. Eine programmierbare Steckdose ist keine Alternative für eine Heizungs-Schaltuhr. Durch das Ausschalten der Steckdose wird die Heizung vollständig heruntergefahren, was zu Schäden an der Heizung führen kann. Zum einen würde die Heizung abrupt ausgeschaltet werden, was eine starke Belastung darstellt. Zum anderen bestünde die Gefahr des Rostens, da eine vollständige Abkühlung erfolgt.

Hochpreisige Modelle sind mit integrierten Zeitschaltuhren ausgestattet. Einfache Modelle können mit einer programmierbaren Steckdose kombiniert werden. Der ROWI HHL 2000 verfügt über eine Einstellung, in welcher eine bestimmte Temperatur gehalten wird. Die Temperatur wird über ein Rad eingestellt, eine digitale Eingabe ist nicht möglich.

Preise

Die Voltomat Zeitschaltuhr für die Steckdose ist für 2 Euro erhältlich. Der H-Tronic Multifunktionsschalter kostet rund 70 Euro. Für den Sorel MTDC Temperatur Differenz Controller müssen Sie circa 160 Euro bezahlen. Das eQ-3 Heizkörperthermostat wird für rund 15 Euro angeboten. Es kann mühelos selbst installiert werden. Für welches System Sie sich entscheiden, hängt von der Heizungsart und den angestrebten Zielen ab.