Smart Control für die Heizung: Modelle, Vor- & Nachteile

Smart Control Haus
Der Begriff Smart Control bezeichnet die Möglichkeit, technische Anlagen und Geräte im Gebäude mit nur einem Steuergerät bedienen zu können. Ob Heizung, Rollläden oder das Licht – Sie bestimmen unabhängig von Ihrem aktuellen Aufenthaltsort den Betriebszustand. Eine moderne Heizungssteuerung ist ähnlich wie ein Smartphone konzipiert und ermöglicht das Ansteuern von nahezu jedem Punkt auf der Welt aus. Andere Home-Control-Produkte
verfügen über eine kleinere Reichweite, sodass Sie die Geräte von innerhalb des Hauses aus ansteuern.

Umsetzungsmöglichkeiten bei der Smart Control Technologie

Für die Heizungssteuerung lassen sich verschiedene Bedienelemente einsetzen:

1. Mobile Handgeräte mit Funksteuerung
2. Installierte Steuerungsgeräte im Haus
3. Steuerung der Systeme per Smartphone von jedem gewünschten Ort aus

Intelligentes Wohnen am Beispiel von JUNG

jung smart control

Quelle: JUNG.DE

Ein Beispiel für eine Smart Home Lösung, mit der sich auch die Heizung steuern lässt, ist die Smart Control 7 aus dem Hause JUNG. Das Modell „Smart-Control 7“ ist ein Bedienpanel, das die Steuerung über Apps realisiert. Es werden verschiedene Systeme im Rahmen der Hausautomation angesteuert. Die verfügbaren Anwendungen sind auf dem Display übersichtlich dargestellt, sodass Sie das jeweilige Icon per Touch innerhalb weniger Augenblick aufrufen können. Der Preis für die Bedieneinheit liegt bei etwa 900 Euro. Ob sich eine solche Investition lohnt? Die folgenden Vor- und Nachteile helfen bei der Entscheidung.

Welche Vorteile bietet mir die Technologie?

Gerade in Bezug auf die Heizungsanlage ist die Steuerung besonders wichtig. Der optimale Einsatz reduziert die Energiekosten bei gleichzeitig steigendem Wohnkomfort. Sie können bevor Sie von der Arbeit nach Hause fahren, die optimale Raumtemperatur an der Heizung einstellen. Oder Sie entscheiden sich für ein festes Programm, das Sie über die zentrale Steuerung festlegen. Intelligente Heizkörperthermostate messen die Temperatur und passen die Leistung entsprechend an. Sie müssen die Leistung nicht an jedem Heizkörper einzeln kontrollieren, sondern stellen sie mit wenigen Handbewegungen ein.

Was sind die Nachteile?

Das Thema Smart Heating steckt noch in den Kinderschuhen. Eine entscheidende Frage ist die nach der Zuständigkeit bei Defekten der Smart Control Steuerung. Kümmert sich der Hersteller selbst um den Service oder der Heizungsbauer oder Elektriker? Letzteren fehlt allerdings häufig noch das nötige Know How für den Umgang mit derartigen Anlagen. Ein weiteres heißes Eisen ist der Datenschutz. Schließlich sammelt das Smart Control vielzählige private Daten seiner Nutzer. Hinzu kommt, dass nicht jedes Heizungssystem mit jeder Bedieneinheit kompatibel ist.

Intelligente Heizkörperthermostate

Mit Hilfe eines intelligenten Heizkörperthermostats schaffen Sie ein konstantes Wohlfühlklima. Sie legen für jeden Raum eine individuelle Zeitsteuerung fest. Ein Produktbeispiel stammt aus dem Hause Bosch. Das Heizkörper Thermostat 8750000002 erkennt plötzlich fallende Temperaturen, deren Ursache beispielsweise ein geöffnetes Fenster ist. Das Thermostat passt in diesem Fall die Heiztemperatur an, sodass Sie Energiekosten einsparen.

Bosch hat bei der Entwicklung auf die Sicherheit geachtet und für die Kommunikation gesicherte Funkprotokolle integriert.

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Sinkt die Temperatur auf weniger als 4 Grad Celsius ab, dann startet automatisch ein spezielles Frostschutzprogramm, um Schäden an den Leitungen und dem Heizkörper zu vermeiden.
Das automatische, regelmäßige Öffnen des Ventils dient dem Schutz gegen Verkalkung. Für das Heizkörperthermostat müssen Sie Investitionskosten in Höhe von rund 60 Euro einkalkulieren.

EWE Smart Living ermöglicht es Ihnen, Systeme aus dem Bereich der Sicherheit, des Wohnkomforts und der Gebäudebeheizung über eine Schnittstelle zu bedienen. Im heimischen Bereich nutzen Sie die Steuerung per Funk, von unterwegs bedienen Sie die Geräte über die App. Sie sichern das Gebäude ab und integrieren neben der Heizungsanlage beispielsweise die Alarmanlage, die Video-Überwachungskamera und den Brandmelder in das System.