Preise von Solarmodulen – Damit müssen Sie rechnen

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Die Photovoltaik Modulpreise sind schwer zu pauschalisieren. Wer sich ein konkretes Angebot erstellen lassen möchte, der muss zunächst einmal die benötigte Leistung und die vorhandene Dachfläche beziffern, anschließend können genaue Kostenkalkulationen folgen. Wir stellen Ihnen die Grundlagen für die Preisberechnung sowie Kostenbeispiele und Entwicklungen vor.

Die Preisfaktoren für Solarmodule:

Faktor

Erklärung

1. Typ (beispielsweise monokristallin oder polykristallin) Ein polykristallines Solarmodul ist im Durchschnitt günstiger als monokristalline Solarmodule, weist jedoch einen geringeren Wirkungsgrad auf.
2. Fläche Die Größe steht im Zusammenhang mit der aufzunehmenden Energie und beeinflusst demnach die Solarmodulpreise.
3. Maximale Leistung Eine höhere Leistung korreliert meistens mit einem höheren Preis.
4. Hersteller Viele Hersteller vergeben Garantien von mehr als 10 Jahre auf die Produkte. Ein positives Beispiel ist LG, hier erhalten Sie auf die meisten Solarmodule 12 Jahre Herstellergarantie.
5. Abnahmemenge Oftmals können Sie durch die Abnahmemenge die Preise für Solarkollektoren beeinflussen. Entscheiden Sie sich beispielsweise für das LG Solar Neon 2 mit einer Leistung von 330 Watt, dann ist dieses Modul für rund 310 Euro erhältlich. Bei einer Abnahmemenge von mindestens 20 Modulen sinkt der Verkaufspreis auf weniger als 300 Euro je Stück.

Solarmodule kaufen: Preis- und Produktbeispiele

  • Ein polykristallines Solarmodul: JWS beispielsweise bietet ein polykristallines Solarpanel mit 4 mal 250 Watt für 720 Euro an. Sie setzen die Bauteile für netzgekoppelte Anlagen oder für Inselanlagen ein. Die Module werden durch eine Schicht aus spezialgehärtetem Glas geschützt, wodurch Schnee, Eis und Hagel abgehalten werden. Der Modulrahmen besteht aus 40 mm dickem Aluminium. Laut Hersteller erreicht das Solarmodul eine Ausbeute von 8,199 Ampere.
  • Ein monokristallines Solarmodul: Das 200 Watt starke Solar preVent ist für einen Verkaufspreis von 190 Euro erhältlich. Es besteht aus zwei laminierten Schichten. Die Glasoberfläche ist spezialgehärtet.

Die Preisentwicklung für PV Module

Die Photovoltaik Modulpreise sind jährlichen sowie jahreszeitlichen Schwankungen unterlegen. Im Jahr 2016 beispielsweise sanken die durchschnittlichen Preise pro Watt im Dezember auf 35 Cent. Zu diesem Zeitpunkt waren die Solarmodulpreise niedrig, da Ende des Jahres wenige Hausbesitzer Bauvorhaben auf dem Dach realisieren.

Es existieren stets Unterschiede zwischen den verschiedenen Leistungsklassen. Vor allem Module in höheren Leistungsklassen wurden im Jahr 2016 stark im Preis gesenkt. Die meisten Hausbesitzer entscheiden sich für Solarmodule mit einer Leistung von mindestens 270 Wattpeak. In der Vergangenheit wurden solch hohe Leistungen überwiegend von monokristallinen Modulen erreicht. Dank neuer Entwicklungen erreichen nun auch viele polykristalline Module Leistungen von 300 Wattpeak.

Welche bekannten Hersteller sind auf dem Markt vertreten?

Zu den bekanntesten Herstellern Q-Cells, Panasonic und LG Electronics. Sie alle müssen sich dem aktuellen Trend stellen: Die Preise fallen, während die Leistungen ansteigen. Immer mehr Hersteller drängen in den Markt der Ultra-High-Efficiency vor. Waren dort in der Vergangenheit vor allem große Namen (Panasonic, AUO BenQ) vertreten, ist der Konkurrenzdruck nun gestiegen, was zu günstigen Solarmodulpreisen führt.

PV Modulpreise im Detail

Das LG Solar Mono X Plus Modul wird für 258 Euro angeboten. Die Leistung wird auf 300 Watt beziffert. Laut Hersteller betragen die Maße: 1617 mm x 1016 mm x 40 mm. Q-Cells ist auf dem Markt mit dem Pro-G3 vertreten. Der Verkaufspreis beträgt rund 217 Euro. Die Leistung wird mit 265 Watt angegeben. Es handelt sich um ein polykristallines Solarmodul.