Stromfresser im Haushalt finden & vermeiden: 7 Tipps

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Stromfresser im Haushalt verbrauchen jährlich Unmengen an elektrischer Energie. Ob Durchlauferhitzer, Elektroheizung oder ein falsch eingestellter Kühlschrank – Gerade in Zeiten steigender Energiekosten empfiehlt es sich, mögliche Energieschleudern schnell ausfindig zu machen.

7 Tipps um Stromfresser im Haushalt zu ermitteln

Tipp 1: Überprüfen Sie die Einstellungen der elektrischen Geräte

Nachteilig eingestellte Geräte können hohe Kosten verursachen. Ein Beispiel ist der auf eine zu niedrig fixierte Temperatur. Experten empfehlen, rund + 4 bis +7 Grad Celsius einzustellen. In Bezug auf den Kühlschrank ergibt sich noch weiteres Stromsparpotential: Wenn Sie Speisen in möglichst kühlem Zustand in den Kühlschrank stellen, dann reduziert sich der Energiebedarf. Möchten Sie beispielsweise Suppe aufbewahren, dann lassen sie sie erst abkühlen.

Tipp 2: Ersetzen Sie alte Elektrogroßgeräte gegen moderne Varianten

Veraltete Elektrogroßgeräte gehören zu den bedeutendsten Stromfressern im Haushalt. Eine gute Orientierung bietet die Energieeffizienzklasse. Das Spektrum reicht von A+++ (beste Kategorie) bis zu G (schlechteste Kategorie). Vor allem bei Wäschetrocknern ergibt sich ein hohes Potenzial zum Energie sparen: Entscheiden Sie sich für ein sparsames Modell, dann reduzieren sich Ihre jährlichen Stromkosten für den Trockner um bis zu 100 Euro.

Tipp 3: Vermeiden Sie das Heizen mit Strom

Die Elektroheizung verursacht im Vergleich zum Heizen mit Öl, Gas oder Holz wesentlich höhere Kosten.

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Durchschnittliche Heizkosten im Überblick

Laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft für Klimaschutz co2online entstehen beim Heizen folgende, durchschnittliche jährliche Kosten:

  • Gebäudeart: Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m²
  • Heizen mit Nachtstrom: 3.940 Euro
  • Heizen mit Erdgas: 1.900 Euro
  • Heizen mit Öl: 2.120 Euro

Wird der Strom jedoch über eine auf dem eigenen Hausdach installierte Photovoltaikanlage gewonnen, dann kann dieser kostenlos genutzt werden – von den Betriebskosten abgesehen.

Tipp 4: Defekte Geräte können erhöhte Strommengen verbrauchen

Erleidet ein elektrisches Gerät einen Defekt – beispielsweise durch eine Spannungsspitze im Stromnetz oder schlichtweg durch die lange Nutzungsdauer – dann kann sich der Stromverbrauch in einem starken Masse erhöhen. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren aktuellen Stromverbrauch und achten Sie auf Abweichungen. Haben Sie den Verdacht, ein Gerät verursacht überhöhte Kosten, dann testen Sie diese Vermutung wie folgt:

Methoden um Stromfresser im Haushalt zu ermitteln:

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Methode 1: Die Messung

Handelt es sich um ein Großgerät, welches dauerhaft in Betrieb ist, beispielsweise den Kühlschrank oder die Gefriertruhe, dann können Sie eine einfache Messung vornehmen:

  • Schritt 1: Lesen Sie den Stromverbrauch an mehreren hintereinander folgenden Tagen am Stromzähler ab.
  • Schritt 2: Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Stecker.
  • Schritt 3: Kontrollieren Sie den Stromverbrauch erneut nach 24 Stunden.
  • Schritt 4: Vergleichen Sie den Stromverbrauch mit und ohne dem verdächtigen Gerät.

Methode 2: Im Fachhandel werden Strommessgeräte angeboten, welche den Stromverbrauch von Elektrogeräten mit einer gewissen Genauigkeit messen können.

Tipp 5: Ersetzen Sie alte Glühbirnen

Klassische Glühbirnen verbrauchen gegenüber LEDs und Energiesparlampen wesentlich weniger Strom. Eine 60-Watt-Glühbirne lässt sich durch ein energiesparendes Modell mit einem Verbrauch von 11 Watt ersetzen. Der Stromverbrauch verringert sich auf rund 1/6 des ursprünglichen Wertes. Zwar werden stromfressende Glühlampen nicht mehr an Privathaushalte abgegeben, oftmals hat jedoch ein Bunkern stattgefunden und die Birnen werden nach wie vor verwendet.

Strom-Fallen ergeben sich auch dann, wenn beispielsweise mehrere 20-Watt-Glühbirnen in einer Lampe vorhanden sind. Das Einsparpotential ist in der Summe sehr hoch, selbst wenn jede einzelne Birne wenig Strom verbraucht.

Tipp 6: Vermeiden Sie den Stand-by-Modus bei Elektrogeräten

Für eine höhere Energieeffizienz lohnt es sich, Elektrogeräte vollständig auszuschalten. Im Stand-by-Modus verbrauchen die Geräte konstant Strom. Die große Anzahl an Elektrogeräten im Haushalt führt zu unnötigen Ausgaben. Werden Geräte, wie elektrisch betriebene Heizungen nicht genutzt, dann sollten sie ausgeschaltet werden.

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Tipp 7: Durchlauferhitzer als grösster Stromfresser

Der Durchlauferhitzer ist oftmals der grösste Stromfresser im Haushalt. Gerade veraltete Modelle verhalten sich nicht energiesparend. Sie erwärmen das Wasser, wenn es benötigt wird. Informieren Sie sich daher bereits beim Kauf über die Energieeffizienz des Gerätes.