Thermische Sanierung: Energieeffizienz leicht gemacht | Kesselheld

Thermische Sanierung: Energieeffizienz leicht gemacht

Thermische Sanierung und Energiekennzahlen
Früher waren oftmals Gründe, wie defekte Geräte oder Wetter- und Wasserschäden der Anlass für eine thermische Sanierung des Eigenheims. Doch mit der heutigen Verknappung und Verteuerung fossiler Brennstoffe sowie der ansteigenden CO2-Konzentration in unserer Atmosphäre wird eine energetische Sanierung immer wichtiger.
Wir stellen Sanierungsmöglichkeiten vor, um Ihren Brennstoffverbrauch und Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern.

Funktion einer thermischen Sanierung

Die Verknappung der fossilen Brennstoffe führt zu einem immer stärkeren Anstieg der Energiekosten. Während Haus- und Wohnungsbesitzer vor 10 Jahren noch 35 Cent für einen Liter Heizöl bezahlt hatten, bezahlen sie dafür heute etwa 95 Cent pro Liter. An dieser Stelle ermöglicht eine thermische Sanierung mittels gezielter Maßnahmen den Energiebedarf für die Heizung, die Warmwasserbereitung und die Lüftung deutlich zu senken.

Beispiele für Maßnahmen zur thermischen Sanierung

Bei einer thermischen Sanierung können Privathaushalten an vielen Punkten ansetzen. Dabei sollten sie sämtliche Maßnahmen gut aufeinander abstimmen. So lohnt sich bei alten einfach verglasten Fenstern bereits ein Umtausch gegen neue zweifach verglaste Varianten.

Wenn Hausbesitzer zugleich eine stärkere Fassadendämmung planen, ist dahingegen der Einbau dreifach verglaster Fenster sinnvoll.

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Unser Tipp

Generell verringern eine Dämmung der Fassade und des Dachs die Wärmeverluste eines Eigenheims. Ebenso senkt der Einbau einer modernen Öl- oder Gasbrennwertheizung, unabhängig von dem verwendeten Brennstoff, den Energiebedarf für bei der Beheizung eines Gebäudes um bis zu 30 Prozent. So lassen sich jedes Jahr mehrere hundert Euro an Heizkosten einsparen.

Auch die Installation einer neuen Solarthermie auf dem Hausdach stellt eine äußerst sinnvolle thermische Sanierung dar. Denn solch eine Anlage nutzt die Wärme der Sonne, um fast kostenlos Heizwasser zu erwärmen.

Kosten für die thermische Sanierung

Die Kosten einer thermischen Sanierung werden in den meisten Fällen pro Quadratmeter angegeben. Hausbesitzer können hierbei mit folgenden Durchschnittswerten kalkulieren:

Art der Sanierung

Kosten in Euro

Dachdämmung in Abhängigkeit von der gewählten Dämmung 100 bis 180 Euro/m2
Fassadendämmung ebenfalls je nach Dämmart 30 bis 200 Euro/m2
Dachbodendämmung abhängig davon, ob eine begehbare oder nicht begehbare Dämmung gewählt wird 25 bis 55 Euro/m2
Dämmung der Kellerdecke 18 bis 30 Euro/m2
Fenster 500 bis 800 Euro pro Fenster
Austausch einer Öl- oder Gasheizung ab 5.000 Euro (inklusive Solarthermieanlage, Solarspeicher und Schornsteinsanierung: 12.000 bis 18.000 Euro
Wärmepumpe ab 8.000 Euro (zuzüglich Erdsondenbohrung, Pufferspeicher)

 

Förderung thermische Sanierung in 2017

Wenn Hausbesitzer sich für eine thermische Sanierung ihres Gebäudes entscheiden, können sie dabei eine Förderung durch den Bund und die Länder in Anspruch nehmen. Am bekanntesten und umfangreichsten sind hierbei die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Die KfW fördert sowohl eine Umsetzung energetischer Einzelmaßnahmen als auch die komplette thermische Modernisierung von Bestandsgebäuden. Eine KfW Förderung kann als eine einmalige Zahlung oder oftmals auch mittels eines zinsbegünstigten Kredits erfolgen.

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Einfluss der Energieeinsparverordnung

Im Mittelpunkt der Förderprogramme für eine thermische Sanierung in 2017 durch die KfW steht das KfW-Effizienzhaus. Dieses repräsentiert einen energetischen Standard für Gebäude, in den festgelegte Maximalwerte für den Energiebedarf aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) einfließen.

Hierbei sind die Förderprogramme der KfW entsprechend des Prozentsatzes der Unterschreitung der Anforderungen aus der EnEV in verschiedene Förderstufen untergliedert. So besagt die Bezeichnung „KfW-Effizienzhaus 55“, dass ein Gebäude lediglich 55 Prozent des Energiebedarfs eines vergleichbaren nach dem Vorgaben der EnEV errichteten Neubaus besitzt.

Neben der KfW fördert auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) thermische Gebäudesanierungen. Auch die BAFA Förderung unterstützt Maßnahmen der energetischen Sanierung.