Wann sich ein Untertischboiler lohnt, was er kostet & Arten

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In Altbauwohnungen, in Ferienhäusern oder in Wochenendhäusern ist oftmals keine Zentralheizung vorhanden, da sich ihre hohen Anschaffungskosten bei temporärer Nutzung nicht lohnen. Der Untertisch-Boiler nutzt den Kaltwasseranschluss, um mit Hilfe von Strom warmes Wasser zu erzeugen. Aufwändige und teure Installationsarbeiten entfallen, da sich der Boiler mit relativ wenig Zeitaufwand einbauen lässt.
Der Untertisch-Speicher eignet sich für die Küche, beispielsweise in einer Küchenzeile im Gartenhaus. Wird das Haus mit dezentralen Elektroheizkörpern beheizt, dann fehlt in der Regel eine zentrale Wassererwärmung. Hier bietet der Boiler eine günstige Alternative. Zwei Alternativen zum elektrischen Untertischboiler sind der Übertischboiler und der gasbetriebene Durchlauferhitzer.

Der Preis für einen Untertischboiler

Der Stiebel Eltron UFP 5 T beispielsweise kostet weniger als 70 Euro. Es handelt sich um einen Untertischboiler mit 5l Fassungsvolumen. Der Anschluss erfolgt über eine 230-V-Steckdose mit Schutzkontaktstecker. Sie können die Temperatur stufenlos zwischen 35 und 85 Grad Celsius einstellen. Optional besteht die Möglichkeit, eine Temperaturbegrenzung von 38 Grad, 45 Grad, 55 Grad oder 65 Grad einzustellen. Die Temperaturbegrenzung dient sowohl dem Verbrühungsschutz als auch dem Energiesparen.

Der Vaillant Untertischspeicher VEN 5 U Plus kostet rund 120 Euro. Die Heizleistung von 2.000 Watt ermöglicht Wassertemperaturen von 7 bis 85 Grad Celsius. Ein Pluspunkt ist der sparsame Eco-Betrieb. Zudem können Sie die Temperatur stufenlos einstellen und dadurch eine konstante Wassertemperatur bei reduzierten Kosten erwirken.

Der Gorenje Warmwasserspeicher EKW 10 U kostet etwa 80 Euro. Er ist mit einer Frostsicherung und einer Temperaturregelung bis 75 Grad Celsius ausgestattet. Laut Hersteller beträgt die Erwärmungszeit auf 75 Grad Celsius rund 22 Minuten. Die Kosten für diesen Vorgang ergeben sich aus folgender Rechnung:

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Nehmen wir das letztgenannte Modell als Grundlage lassen sich die laufenden Kosten wie folgt berechnen:

Laufende Kosten = Leistung * Zeit * Energiekosten pro Einheit = 2 kW * 22 min * 25 Cent/kWh = 18,33 Cent

Unterschied zwischen druckfest und nicht-druckfest

Sobald Sie mehrere Versorgungsstellen haben, also zum Beispiel die Spüle in der Küche und die Dusche im Bad, ist ein druckfester Untertischboiler erforderlich. Dieser besteht aus Edelstahl, emailliertem Stahl oder Kupfer. Bei einer Entnahmestelle für Wasser reicht ein nicht druckfester Warmwasserboiler aus. Dieser besteht aus Kunststoff.

Druckfeste Boiler sind oftmals mit einem Sicherheitsventil ausgestattet, das regelmäßig überprüft werden muss. Das Sicherheitsventil ist ab einem Fassungsvermögen von 10 Litern sinnvoll. Da die Installation eines druckfesten Behälters dadurch aufwendiger ist und die Kosten ein wenig höher sind, bevorzugen viele Hausbesitzer für Einzelentnahmestellen drucklose Behälter. Ein häufig angeführtes Argument für druckfeste Untertischboiler ist die längere Haltbarkeit in Kombination mit der hohen Widerstandsfähigkeit.

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Die Frage, ob Sie sich für einen druckfesten oder einen drucklosen Boiler entscheiden, muss zudem in Abhängigkeit von der Armatur erfolgen, die ebenfalls drucklos beziehungsweise – fest sein kann.

Kann ich den Untertischboiler selbst montieren?

Theoretisch können Sie den Anschluss vom Untertischboiler selbst vornehmen. Allerdings müssen Sie bedenken, dass eine fehlerhafte Installation zur Undichtigkeit und somit zu einem Wasserschaden führen kann. Auch der Stromanschluss birgt ein nicht unerhebliches Fehlerpotenzial. Aus diesem Grund empfiehlt es sich Eigentümern ohne ausreichend Fachwissen auf einen Fachbetrieb zu setzen.