Der Fehler F22 weist bei Vaillant Anlagen auf einen Wassermangel im Heizungssystem hin. Die Heizungsanlage schaltet auf Störung, um Schäden zu vermeiden. Verwandte Fehlercodes sind F23 und F24, auch sie zeigen an, dass sich zu wenig Wasser im Kreislauf befindet. Einige Geräte zeigen zusätzlich zum Fehlercode den zugehörigen Klartext an, beispielsweise die Gas-Wandheizgeräte atmoTEC exclusiv und turboTEC exclusiv. Folgende Anzeigen sind bei den Störungsmeldungen der Kategorie „Wassermangel“ im Display zu sehen:

F24: „Wassermangel – Temperaturanstieg zu schnell“
F23: „Wassermangel – Temperaturspreizung zu groß“
F22: „Trockenbrand – kein Wasser im Gerät“

Sie dürfen die Vaillant Heizung bei Fehler F22, F23 oder F24 erst wieder in Betrieb nehmen, wenn Sie oder ein Heizungsbauer ordnungsgemäß Wasser nachgefüllt haben. Ansonsten drohen irreparable Schäden an der Heizung.

Kann ich bei F22 selbst Wasser bei der Heizungsanlage nachfüllen?

In den meisten Fällen ist es möglich, selbst Wasser nachzufüllen. Allerdings müssen Sie vor der Inbetriebnahme sicherstellen, dass die Vaillant Heizung durch den Wassermangel keinen Schaden erlitten hat. Nach und vor dem Vorgang entlüften Sie die Heizungskörper. Dadurch erhöhen Sie die Effizienz und die Heizkörper erwärmen sich gleichmäßig.

Ein Beispiel: Wasser nachfüllen bei Vaillant ecoTEC

Laut Betriebsanleitung sollte der Wasserdruck bei kalter Anlage wischen 1,0 bar und 2,0 bar liegen. Fällt der Druck unter 0,8 bar, dann ist das Nachfüllen erforderlich.

Achtung: Ist die Heizungsanlage so verbaut, dass sie mehrere übereinanderliegende Stockwerke mit Heizungswasser versorgt, dann ist höherer Anlagendruck notwendig. Der Heizungsfachmonteur berechnet abhängig von der Anlagengröße und der maximalen Höhendifferenz den optimalen Wasserdruck.

In die Heizungsanlage füllen Sie entsalztes Wasser nach, Zusätze sind nicht erforderlich sondern potenziell schädlich. Achten Sie auf eine ausreichende Wasserqualität. Stark korrosives oder stark kalkhaltiges Wasser stellen Risiken für das Rohrsystem dar. Zunächst schalten Sie die Heizungsanlage ab. Anschließend verbinden Sie die Heizungsanlage mit dem Wasserhahn sofern keine Nachfüllvorrichtung vorhanden ist. Öffnen Sie zuerst den Wasserhahn, sodass sich bereits Druck vor dem Einlass aufbaut. Nun öffnen Sie das Einlassventil der Heizungsanlage und beobachten das Manometer. Der Druck darf nicht in den roten Bereich steigen sondern mit im optimalen Bereich bleiben. Sobald Sie diesen Punkt erreicht haben, schließen Sie das Ventil und den Wasserhahn.

Wichtig: Wasser aus dem Heizungskreislauf darf nicht in den Leitungswasserkreislauf fließen. Es darf außerdem keine dauerhaft offene Verbindung zwischen beiden Kreisläufen vorhanden sein.