Versottung im Schornstein und was Sie dagegen tun können

Versottung vom Schornstein
Versottung entsteht durch die Kondensation von Teilen der Verbrennungsgase. Es entstehen braune Flecke sowie oftmals auch ein unangenehmer Geruch. Das Material wird von Teer, Säuren und Wasser durchdrungen. Die Ursachen für dieses Vorgehen liegen in den natürlichen Vorgängen bei der Verbrennung. Auf ihrem Weg von der Feuerstätte durch den Schornstein bis an die Außenluft kühlen die
Rauchgase ab. Im Rauch sind unter anderem Säuren, Wasserdampf und flüchtige, unverbrannte Kohlenwasserstoffe enthalten.

Wie kann die Gefahr der Versottung reduziert werden?

Ein wichtiger Faktor ist die Temperatur. Je niedriger die Ausgangstemperatur der Rauchgase ist, desto schneller kühlen die Gase auf ihrem Weg durch den Schornstein ab. Die Gefahr der Reaktion mit dem Schornstein erhöht sich. Die Temperatur wird durch die Betriebsweise der Heizungsanlage beeinflusst.

Sobald eine Abkühlung unter den Taupunkt erfolgt, können Schäden am Schornstein entstehen. Die reduzierte Temperatur verringert den Auftrieb der Abgase, wodurch sich diese über einen längeren Zeitraum innerhalb des Schornsteins aufhalten. Um die Beschädigung des Schornsteins zu verhindern, muss die Planung der Heizungsanlagen optimal durchgeführt werden.

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Es wurden folgende Risikofaktoren ermittelt:

Mögliche Maßnahmen

Um die Gefahren zu verringern, haben sich säurefeste Edelstahl-Rohre bewährt. Alternativ können Sie auch Rohre aus Keramik oder Kunststoff einsetzen. Die Rohre werden in den vorhandenen Kaminofen eingezogen. Im Rahmen der Schornsteinsanierung können Sie den Schornstein erhalten und die Vorgänge in Bezug auf die Versottung stoppen. Es ist außerdem wichtig, für die möglichst vollständige Verbrennung zu sorgen. Würden Sie die Sauerstoffzufuhr reduzieren, dann würde dies die Gefahr der Versottung erhöhen.

Risiko Neueinbau

Niedertemperaturkessel wurden in den 1970er Jahren eingeführt, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Allerdings ist mit dem Neueinbau auch die Anzahl an Versottungsfällen gestiegen. Es ist entscheidend, für einen ausreichenden Unterdruck und Zug zu sorgen. Ihr Heizungsbauer berät Sie in diesem Zusammenhang gerne zu den erforderlichen baulichen Maßnahmen, welche den Zug erhöhen und somit die Verweildauer der Rauchgase im Schornstein verringern.

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Generell sollte der Schornstein möglichst kurz und sein und über eine kleine Querschnittsfläche verfügen. Sie müssen jedoch auf den vorgeschriebenen Abstand zu brennbaren Bauteilen achten und einen schnellen Abzug gewährleisten.

Welche Vorgänge finden bei der Versottung im Schornstein statt?

Im Kondensat ist unter anderem freie Schwefelsäure enthalten. Sie reagiert mit dem Zement, welcher wiederum zu Gips umgewandelt wird. Er quellt auf und das Material wird zersprengt. Da nun eine offene Stelle besteht, kann Feuchtigkeit in das Mauergefüge eindringen. Im Winter kommt es zu Frostsprengungen und somit zu weiteren Schäden.

Welche Gefahren gehen von den Veränderungen am Schornstein aus?

Die Schwefelsäure strömt nicht nur einen unangenehmen Geruch aus, sie ist zudem auch gesundheitsschädlich. Es gilt daher, die Versottung zu verhindern, um die Gesundheit der Hausbewohner zu schützen. Eine weitere Gefahr betrifft den Erhalt des Schornsteins, welcher durch die Zersetzung von der Zerstörung bedroht ist. Erfolgt eine Schornsteinsanierung rechtzeitig, dann kann der Schornstein erhalten bleiben und muss nicht abgerissen und neu aufgebaut werden.