Welche Energieversorger gibt es? – Eine Übersicht

energieversorger
Im Sinne des deutschen Energierechts gehören zur Gruppe der Energieversorgungsunternehmen Lieferanten von leitungsnetzgebundenen Energieträgern: Stromversorger, Gasversorger und Anbieter von Nahwärme/Fernwärme (vgl. §3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)). Die Energieversorger können sich in Form von Stadtwerken im Besitz der öffentlichen Hand befinden.

Unternehmen in Deutschland und der Schweiz im Umsatzvergleich

Im weiteren Sinne gehören der Gruppe der Energieversorger auch Lieferanten von Erdöl, Holzpellets oder anderen Energieträgern an. Im Folgenden fokussieren wir uns auf die Nutzung der „engeren“ Definition analog zum deutschen Energierecht.

Icon

Die vier größten Energieversorgungsunternehmen Deutschlands

Die vier größten Energieversorger in Deutschland sind:

  • RWE AG
  • EnBW AG
  • E.ON SE
  • Vattenfall

Die Vattenfall GmbH erwirtschaftet pro Jahr einen Umsatz von rund 16 Milliarden Euro. Für die Zukunft ist ein Wechsel von der Braunkohle hin zu erneuerbaren Energien geplant.

E.ON weist einen jährlichen Umsatz von rund 19,4 Milliarden Euro aus. In 2014 kündigte der Konzern an, zukünftig auf fossile Brennstoffe verzichten zu wollen. Das Geschäft der Energieerzeugungssparten Wasser, Kohle und Gas wurde abgespalten und der neu gegründeten Firma Uniper übertragen. Die E.ON SE ist Eigentümer von Offshore-Windparks und treibt durch die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien die deutsche Energiewende voran.

Die EnBW AG erzielt pro Jahr einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro. Wie viele andere Energieversorger will auch die EnBW AG den Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausbauen und gegen den Klimawandel.

Der größte Energieversorger in Deutschland nach Umsatz ist die RWE AG. Mit jährlichen 26,3 Milliarden Euro Umsatz deckt der Konzern alle Energieerzeugungssparten ab. Auch die RWE AG möchte das Geschäft mit erneuerbaren Energien ausbauen und gründete zu diesem Zweck die Tochtergesellschaft innogy.

Icon

Die vier größten Energieversorger der Schweiz

Die vier größten Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz sind:

  • Gazprom Schweiz AG
  • Alpiq Holding AG
  • DufEnergy Trading SA
  • Axpo Trading AG

Die Gazprom Schweiz AG erzielte 2015 einen Umsatz in Höhe von 9,3 Milliarden Schweizer Franken. Der Umsatz der Alpiq Holding AG belief sich auf etwa 6,75 Milliarden Schweizer Franken. Die DufEnergy Trading SA erwirtschaftete circa 6,4 Milliarden Schweizer Franken. Die Axpo Trading AG konnte 4,6 Milliarden Schweizer Franken Umsatz erzielen.

Ausgewählte Energieversorgungsunternehmen in Deutschland

Die Energiewerke Isernhagen sind seit 2015 Grundversorger in der Gemeinde Isernhagen bei Hannover. Das Unternehmen präsentiert sich in der Selbstdarstellung stark regional ausgerichtet. Als Grundversorger wird das Unternehmen festgelegt, welches im betrachteten Gebiet die meisten Haushaltskunden mit Energie beliefert. Der Energieversorger Leverkusen ist ein Anbieter von Strom, Gas, Trinkwasser, Fernwärme und Nahwärme. Die Energieversorgung Limburg bietet ein ähnlich breites Spektrum, auch hier werden Strom, Erdgas, Trinkwasser und Wärme bereit gestellt.

Icon

Regionale Anbieter

Nahezu jeder Anbieter stellt mehrere Tarife bereit. Die EVO ist in der Energieversorgung in Offenbach tätig. Mit EVO Future bietet das Unternehmen einen Ökostromtarif, EVO KLiCK ist ein (laut Anbieter) günstiger Online-Tarif. Die Stadtwerke Heidelberg bietet mit KLIMA fix Ökostrom zum Festpreis. Über den Tarif STROM fix kann ein Mix zum Festpreis bezogen werden.

In Halle ist der Energieversorger EVH GmbH ein vielfach genutzter, regionaler Anbieter. Das Unternehmen bietet Tarife für Privatkunden und für Geschäftskunden.

Die Grundlagen zur Auswahl der Stromversorger

Wer in Deutschland keinen anderen Anbieter wählt, der gelangt automatisch in den Grundtarif des Grundversorgers, sofern ein Anschluss existiert, der nicht gesperrt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass in jedem Fall eine korrekte Abrechnung erfolgt.

Preischeck

Der Grundtarif ist meistens teurer als andere Tarife, sodass die Auswahl des optimalen Tarifs und gegebenenfalls ein Anbieterwechsel ratsam ist. Zu berücksichtigen ist, dass nicht alle Anbieter an allen Orten in Deutschland tätig sind.

Es existieren unzählige regionale Anbieter und selbst die großen Konzerne erreichen keine 100-prozentige Abdeckung. Es empfiehlt sich beim Vertragsabschluss auf Laufzeiten und Festpreisgarantien zu achten, um Preise fair vergleichen zu können.