Modulation einer Brennwertanlage: Wie funktioniert das?

Die Modulation der Brennwertanlage ist ein wichtiges Maß dafür, ob das System für das Gebäude geeignet ist. Es handelt sich um die Anpassungsfähigkeit der Heizung an die benötigte Wärmeleistung. Wir erklären, wie genau der Modulationsvorgang definiert ist und welche Punkte dabei wichtig sind.

Die Definition der Modulation

Modulation Brennwertanlage
Die meisten modernen Heizungsanlagen arbeiten modulierend. Das heißt: Während des Betriebs passt sich die Brennerleistung an die real erforderliche Wärmeleistung an. Diese Anpassung erfolgt stufenlos. Das Hauptziel dabei ist die Energieeinsparung. Denn je besser die Anpassung erfolgt, desto effizienter arbeitet die Gas- oder Ölbrennwertheizung. Die Modulation der Heizung ist somit eine technische Errungenschaft, welche der Umwelt
und der Haushaltskasse zu Gute kommt. Die Brennerleistung beginnt bei einem bestimmten Wert, beispielsweise 80 Prozent, und passt sich anschließend an die erforderliche Wärmeleistung an. Der Heizbrenner startet gegebenenfalls mehrfach am Tag, um den passenden Wärmewert zu erreichen.

Erklärung der technischen Angaben

Die Modulation in der Heiztechnik ist anhand der Leistungsangaben erkennbar. So geben Heizungshersteller an, in welchem Leistungsbereich der jeweilige Wärmeerzeuger arbeitet. Beispielsweise kann die Modulation der Gastherme 5 kW bis 20 kW betragen. Diese Angabe bedeutet, dass sich das Heizungssystem bedarfsorientiert von 5 bis 20 kW moduliert, um den Bewohnern die erforderliche Wärme zur Verfügung zu stellen. Die benötigte Maximalwärme schätzen Hausbesitzer anhand der Gebäudedaten und der angestrebten Raumwärme ab. Wichtig sind unter anderem die Wohnfläche, die Deckenhöhe und die Qualität der vorhandenen Wärmedämmung.

Hinweise zur korrekten Modulation bei der Gas Brennwert Heizung

Da moderne Heizungsanlagen eine hohe Leistungsfähigkeit aufweisen und gleichzeitig die Dämmung der Häuser gut ist, tritt unter Umständen eine Überdimensionierung des Kessels auf. Bei der Konzeption des Heizungssystems ermitteln Heizungsmonteure daher immer die erforderliche Leistung der Heizung. Sie entscheiden, wie viele Heizkörper verbaut werden und welche kW-Leistung die Anlage erbringt.

Im Falle der Überdimensionierung ist die Heizung wesentlich leistungsstärker als benötigt. Zwar versucht das System durch Modulation die Leistung anzupassen, dies gelingt bei vorliegender Überdimensionierung jedoch nicht ausreichend. Denn der kleinstmögliche Wert liegt oberhalb der benötigten Leistung. Hierdurch steigt die Ineffizienz.

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Um diese Situation zu vermeiden, ist es wichtig, die Heizungsanlage von einem Heizungsbauer konzipieren zu lassen. Die Installationskosten sinken – da keine zu große Heizungsanlage gekauft wird – ebenso wie die Betriebskosten.

Taktung beachten

Das Ziel der Modulation ist es, die Wärmeleistung stufenlos an den Bedarf anzupassen. Theoretisch könnte sich die Heizung stets so weit herunterfahren, wie dies erforderlich ist. In der Praxis treten teilweise kleinere Leistungsabnahmen auf, als die Modulation bewältigen kann. Die Anlage schaltet sich kurzzeitig ab. Eine Überdimensionierung führt zu einem gehäuften Abschalten der Heizungsanlage, da diese sich nicht wie erforderlich modulieren kann.

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Der Begriff Taktung bezieht sich auf das abwechselnde Abschalten und Anschalten der Heizung. Eine hohe Taktung weist auf ein grundsätzliches Problem bei der Dimensionierung beziehungsweise mit der Einstellung des Systems hin.

Bemerken Sie hohe Taktungen, ist es ratsam, den Modulationsgrad und die Heizungsauslegung von einem Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Es ist auch möglich, dass ein technischer Fehler vorliegt, der von Handwerkern zu reparieren ist.

Die Außentemperaturen beeinflussen die Leistung

Bei hohen Außentemperaturen muss die Heizung verhältnismäßig viel Leistung erbringen. Sie reguliert sich herunter, was gegebenenfalls bei einer zu hohen Intervallgrenze der Modulationswerte nicht möglich ist. Sinken die Außentemperaturen, steigt der Wärmebedarf und Ihr Wärmeerzeuger hat eine höhere Leistung zu erbringen. Es ist nicht möglich, bei allen erdenklichen Außentemperaturen die Heizung ausschließlich über den Modulationsvorgang zu steuern. Liegen die Außentemperaturen oberhalb von 10 Grad Celsius, ist die Taktung meistens nicht zu vermeiden.