Polyurethan Dämmplatten richtig anwenden

polyurethan daemmplatten
Wir stellen Ihnen die Gruppe der PU-Dämmplatten vor, welche Polyisohartschaumplatten (PIR) und die Polyuretanhartschaumplatten (PUR) umfasst.

Erfahren Sie mehr über die Vorteile, Nachteile und Arten der unterschiedlichen Stoffe für die Wärmedämmung. Denn letztere hilft Ihnen beim Heizkosten sparen.

Was sind Polyurethan Dämmplatten?

Polyurethan ist ein für bei der Wärmedämmung häufig genutzter Ausgangsstoff. Da jedoch Erdöl als Ausgangsbasis dient, ist die Ökobilanz im Vergleich zu anderen Dämmplatten schlechter. Die Dämmungsmaterial aus Polyurethan werden vor allem beim Isolieren von Dächern, Decken und den Außenseiten von Wänden eingesetzt.

Die Eigenschaften der Polyurethan Dämmplatten:

1. Was sind die klassischen Einsatzgebiete?

Im Bereich der Außendämmung finden Sie häufig Anwendung, sofern eine witterungsgeschützte Abdeckung erfolgt. Polyurethan Dämmplatten eignen sich aber auch für Dächer als Zwischensparrendämmung.

Icon

Tipps für die Dachbodendämmung

Für die Dämmung der obersten Geschossdecke, die nicht begehbar ist, sind Polyurethan Dämmplatten bestens geeignet. Die Untersparrendämmung des Daches und die Innendämmung lassen sich mit dem Baustoff ebenfalls realisieren.

2. Das Material Polyurethan (PUR)

Poyurethan gehört zu den künstlich-organischen Dämmstoffen. Als Basisstoff dient Erdöl. Die Grundmaterialien für die Polyurethanplatten sind Polyesterpolyole, Polyether und Isocyanate. Der Anteil an Isocyanaten bestimmt, ob PUR oder PIR Dämmplatten entstehen.

Sowohl PUR als auch PIR zählen zur Gruppe der Polyurethan Dämmplatten. Die PUR-Hartschaumplatten weisen selbst bei einer geringen Dicke eine hohe Dämmwirkung auf.

3. Die Wärmeleitfähigkeit 

Die Wärmeleitfähigkeit der PUR-Variante beträgt rund 0,025 bis 0,03 W/mK. Im Vergleich zu anderen Materialen, beispielsweise Holzfaserplatten (0,04 bis 0,05 W/mK) ist dieser Wert sehr gut.

Icon

4. Die Vorteile im Überblick

Der Wärmedämmstoff weist eine hohe Druckfestigkeit auf. Sie sind außerdem resistent gegen Verrottung und Fäulnis. Ein weiterer Vorteil ist die gute Bearbeitungsqualität.

Das Material ist wahlweise gedübelt oder geklebt. Sie können die Baustoffe außerdem sägen, fräsen und schneiden.

5. Das Brandverhalten

Für Polyurethan ist das Brandverhalten als „schwer entflammbar“ oder „normal entflammbar“ zu bezeichnen. Aus diesem Grund muss stets eine Betrachtung des genauen Produktes erfolgen. Der Brandschutz hängt zudem nicht nur von den verwendeten Platten sondern von der gesamten Konstruktion ab.

Unterschiedliche Arten im Überblick

1. Die optionale Deckschicht

Die Platten können mit einer Deckschicht versehen sein. Die Dämmwirkung soll durch diese Oberflächenversiegelung verbessert sein. Als Versiegelungsmaterialien werden unter anderem Verbundfolien, Aluminiumfolien und Mineral- oder Glasvliese eingesetzt. Die hohe Bearbeitungsqualität ist trotz der Versiegelung erhalten geblieben.

2. Die Kantengestaltung

Am Markt erhältliche Produkte sind werksseitig mit einer bestimmten Kantengestaltung versehen. Bei der Auswahl müssen Sie diesbezüglich auf den geplanten Einsatzort achten. Hauptsächlich werden folgende Kantenformen angeboten:

  • glatte Kante
  • Nut- und Federprofil
  • Stufenfalz
Icon

3. Die Norm DIN EN 13165

In der europäischen Norm DIN EN 13165 ist festgelegt, dass zur Gruppe der Polyurethan Dämmplatten die beiden Stoffvarianten PIR und PUR gehören.

Platten mit einem Nutz- und Federprofil sind im Steildach nötig, da sich dort die Wärmedämmstoffe mit einer hohen Wahrscheinlichkeit verschieben würden. Die Nut und die Feder werden ineinander gesteckt, wodurch das Verschieben verhindert wird und eine stabile Verbindung entsteht. Im Falle eines Flachdaches können Sie das Dämmmaterial mit einer Stufenfalz einsetzen.

Die PIR-Dämmplatten

Diese Variante darf in Deutschland aus Sicherheitsgründen nur in Gebäuden installiert werden, wenn die einzelnen Stockwerke über eine Drehleiter erreichbar sind.

Die Auswirkungen einer mangelhaften Dämmung haben sich am Beispiel der Tragödie des Grenfell Towers in England gezeigt. Denn dort wurde PIR zur Dämmung genutzt. Das Material gilt zwar als verkohlend und selbstverlöschend, bei hohen Umgebungstemperaturen ist der Stoff jedoch brennbar und schwer zu löschen.