Mit einer Fenster Dämmung Heizkosten sparen: Maßnahmen

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Eine gute Fenster Dämmung hilft unnötige Wärmeverluste zu vermeiden und somit deutlich Heizkosten zu sparen.

Deshalb gilt eine Doppelverglasung heute bei neu eingebauten Ausführungen als Standard. Doch von den 560 Millionen in Deutschland verbauten Fenstern sind noch 340 Millionen einfach verglast. Ein Grund das Thema einmal genauer zu betrachten und Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes aufzuzeigen. Denn undichte Fenster fördern den Verlust von wertvoller Heizenerige.

Allgemeines zur Fenster Dämmung

Die Dämmeigenschaften von Fenstern lassen sich anhand des sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten bestimmen. Dieser U-Wert sollte so niedrig wie möglich sein. Ausführungen mit einer Wärmeschutzverglasung haben einen U-Wert von maximal 1,3. Bei Fensterscheiben sprechen Fachmann und Energieberater vom Ug-Wert und bei den Rahmen vom Uf-Wert.

Verbesserung der Wärmedämmung

Einfach verglaste Fenster nachträglich zu dämmen, ermöglicht eine Heizkostenersparnis von rund 30 Prozent. Am einfachsten geht dies mit einer Folie, die sich zum Dämmen Ihrer Fenster eignet. Die durchsichtige Isolierfolie wird einfach auf die Scheibe geklebt. Dabei bildet sich ein dünnes Luftpolster zwischen der Folie und der Verglasung. Somit wirkt die Isolierfolie wie eine zusätzliche Fensterscheibe, welche die Dämmwirkung verstärkt.

Die nächstbessere Variante besteht im Ersetzen der Einfachverglasung durch neue Fensterscheiben mit einer besser dämmenden Doppelverglasung. Diese Arbeiten übernimmt der Handwerker. Diese Maßnahme ist jedoch nur dann möglich, wenn der Rahmen eine ausreichende Stärke besitzt, um eine wärmedämmende Scheibe aufzunehmen.

Der optimale Weg besteht jedoch darin, die alten Fenster durch komplett neue mit einer guten Wärmedämmung zu ersetzen. Diese sollten mindestens eine Doppelverglasung besitzen.

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Noch besser sind Fensterverglasungen mit metallisch beschichteten Scheiben, die einen mit Edelgas gefüllten Zwischenraum haben. Diese isolieren dreimal besser als einfach verglaste Modelle und auch besser als doppelt verglaste Scheiben. Neue Fenster ohne Dämmung sind heute nicht mehr üblich.

Die Wichtigkeit des Rahmens bei  der Wärmedämmung

Für eine optimale Fenster Dämmung sind nicht nur die Fensterscheiben wichtig, sondern auch die Rahmen. Damit die Fensterrahmen dämmen, sollten diese mit Mehrkammerprofilen ausgestattet sein. Je näher hierbei der Uf-Wert des Rahmens am Ug-Wert der Scheiben liegt, desto besser ist dies für die Gesamtdämmung.

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Kompliziert wird die Einschätzung dieser Werte bei Fenstern, die in sich unterteilt sind. Denn in diesem Fall, ist jede Unterteilung als ein eigener Rahmen anzusehen. Deshalb dient hier bevorzugt der Uw-Wert als Orientierung. Dieser gibt den Dämmwert des gesamten Fensters an und darf aktuell nicht höher als 1,7 liegen.

Die Rolle der richtigen Fugenausbildung

Bei der Fenster Dämmung ist auch die richtige Fugenausbildung zu beachten. Die Außenverfugung muss schlagregendicht und die Abdichtung innen umlaufend luftdicht sein. Schließlich ist ebenfalls auf eine ausreichende Wärmedämmung zwischen dem Fenster und der Wand in der gesamten Bautiefe des Fensterelements zu achten.

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Um einen luftdichten Einbau zu gewährleisten, ist das alleinige Ausfüllen des Raums zwischen dem Fensterlement und der Wand mit Bauschaum unzureichend. Denn Bauschaum ist zu unflexibel und zu wenig dehnbar, um sich an Temperaturschwankungen anzupassen. Deshalb sollte an dieser Stelle dehnbarer Dichtstoff verwendet werden.