Wärmeschutzverglasung: Wann sie sich lohnt, Arten & Preise

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Die Wärmeschutzverglasung ist unter vielen Namen bekannt, wie beispielsweise Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) oder Isolierverglasung. Sie besteht aus mindestens zwei Glasscheiben und sorgt dafür, dass die Wärme im Gebäude verbleibt. Im luftdicht verschlossenen Hohlraum wird die Wärme gepuffert, sodass die Energiekosten sinken.
Die Idee, durch zwei Scheiben eine Isolierung zu erhalten, wurde bereits beim Verbundfenster genutzt. Hierbei ist allerdings kein Luftabschluss vorhanden. Eine Variante der Wärmeschutzverglasung ist das Sonnenschutzglas, welches die Sonnenstrahlen abschwächt und dadurch für ein angenehmes Raumklima an sonnigen Tagen sorgt.

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Energiesparen leicht gemacht

Wärmeschutzverglasungen können Ihre Energiekosten um bis zu die Hälfte reduzieren. Berechnen Sie vorab auf Herstellerseiten wie viel Ihrer Heizkosten Sie durch den Einbau neuer Fenster voraussichtlich einsparen können.

Was befindet sich zwischen Glasscheiben?

Der Scheibenzwischenraum (SZR) wurde in der Vergangenheit mit getrockneter Luft befüllt. Heutzutage werden das Edelgas Argon oder Krypton verwendet. Wollte man Schallschutz erreichen, wurde früher Schwefelhexaflurid genutzt, während man heute auf alternative Methoden, beispielsweise Verbundglas, ausweicht. Bei der Produktion ist es wichtig, auf den potentiellen Einsatzort zu achten.

Der Druck bei der Produktion entspricht dabei dem Gasdruck zwischen den Scheiben. Würde man die Scheibe später an einem Ort mit stark abweichenden Höhendrücken einbauen, so könnte eine zu hohe Materialbelastung entstehen. Diese Eigenschaft ist in der Praxis bei extremen Höhenlagen entscheidend.

Die unterschiedlichen Varianten der Wärmeschutzverglasung

Die Wärmeschutzverglasung für Fenster oder Terrassentüren kann in folgenden Varianten angeboten werden:

  • Sonnenschutzglas
  • Schallschutz
  • Sicherheitsisolierglas

Die Wirkungsweise erreicht man durch die Wahl der Gasfüllung und speziell beschichtete Gläser. Schallschutz kann man zum Beispiel durch unterschiedlich dicke Glasscheiben erreichen. Die abweichenden Stärken führen zu abweichenden akustischen Resonanzen und verhindern die Weiterleitung des Schalls.

Wichtige Kennwerte der Fenster: k-Wert, u- und g-Wert

Der U-Wert ist der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient. Er wurde als Nachfolger vom k-Wert im Zuge der europäischen Vereinheitlichung eingeführt. Ein Wert von 0,4 bis 0,8 W/(m²K) bezeichnet man als sehr gut. Werte unter 1,2 W/(m²K) zeigen an, dass es sich in Bezug auf die Fenster um ein durchschnittlich gut gedämmtes Gebäude handelt. Ein Wert von 1,3 (wie er in vielen Fällen vom Gesetzgeber gefordert wird) erreicht man bei Kunststofffenstern mühelos durch eine einfache 2-fach Verglasung.

Die Kennziffer repräsentiert den Wärmeverlust, der von innen nach außen erfolgt. Ein hoher Wert repräsentiert demnach einen hohen Verlust. Die Einheit W/(m²K) lässt erkennen, dass 1 W/(m²K) einen Wärmeverlust von einem Watt pro Quadratmeter bei einem Temperaturunterschied von 1 Grad entspricht. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser ist die Dämmung.

Der g-Wert ist der Energiedurchlasswert. Er beschreibt den Energiedurchlass von außen nach innen in Prozent. Ist ein hoher g-Wert angegeben, dann ist die Abgabe n Sonnenstrahlung über die Verglasung hoch. In diesem Fall liegt ein hoher Wärmegewinn vor. Ein g-Wert von 1 entspricht einem ideal strahlungsdurchlässigen Fenster. Normglas weist Werte zwischen 0,7 und 0,9 auf.

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Wann lohnt sich die Wärmeschutzverglasung?

In der heutigen Zeit gehört eine moderne Wärmeschutzverglasung bereits zum Standard bei Neubauten. Doch auch bei Bastandsgebäuden kann sich die energetische Sanierung lohnen.

Die Preise für die Wärmeschutzverglasung sind verhältnismäßig gering. Das ACO Therm Drehkippflügelfenster beispielsweise kostet bei einer Größe von 75 x 50 Zentimeter rund 180 Euro.