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Sowohl für Hauseigentümer als auch für Mieter und Vermieter sind die Kosten für Warmwasser eine nicht zu vernachlässigende Größe, die sich auf das eigene Budget niederschlägt. Diese Warmwasserkosten lassen sich in Abhängigkeit von der zum Einsatz kommenden Wärmequelle und unter Berücksichtigung der jeweiligen Haushaltsverhältnisse bereits vor der eigentlichen Abrechnung recht gut abschätzen bzw. zumindest näherungsweise berechnen. Für Vermieter wiederum ist es üblich, dass Sie ihren Mietern zum Jahresende eine Verteilung der Warmwasserkosten nach Verbrauch zukommen lassen und die entsprechenden Entgelte berechnen bzw. mit bereits geleisteten Nebenkosten Vorauszahlungen verrechnen.

Generelle Überlegungen zu den Kosten für warmes Brauchwasser

Die Kosten für Warmwasser bzw. die Warmwasserbereitung sind sehr stark abhängig von

  1. der für die Erwärmung des Brauchwassers genutzten Energieform
  2. sowie vom Effizienzgrad der Heizung.

Bei älteren Heizungsanlagen sind die Kosten für Warmwasser daher in den meisten Fällen deutlich höher als bei modernen Heizungen. Neuere Modelle mit arbeiten mit effizienter Brennwerttechnik oder Solarthermie zur Erhitzung von Brauchwasser.

Auch ist in der Regel das indirekte Erzeugen von Warmwasser mittels Wärmetauscher in einem Warmwasserspeicher aus der Heizungsanlage günstiger als die direkte Erzeugung in einem Durchlauferhitzer. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob der Durchlauferhitzer das Warmwasser durch Verbrennung von Gas oder Nutzung elektrischer Energie erhitzen.

Um möglichst geringe Kosten für Warmwasser zu erzielen, ist es zudem wichtig, vor der Auswahl einer entsprechenden Lösung den konkreten Bedarf festzustellen. So muss die Leistung der Heizungsanlage und des Speichers korrekt dimensioniert werden. Ist die Leistung einer Anlage unnötig hoch, geht Energie verloren.

Um Energiekosten zu sparen, muss es jedoch nicht immer die Installation einer neuen Heizung sein. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Energieverbrauch bereits reduzieren. Erfahren Sie dazu mehr am Ende des Artikels.

Berechnung von durchschnittlichen Warmwasserkosten pro Einheit oder pro Person

verbrauchszaehlernwasser
Am einfachsten lassen sich Kosten für Warmwasser berechnen, wenn Sie einen entsprechenden Verbrauchszähler besitzen und bereits die Verbrauchswerte für einen Abrechnungszeitraum, in der Regel für ein Kalenderjahr vorliegen.

wasser iconUm einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, muss man etwa Heizkosten von 2 Cent aufbringen.

Dusche iconDa man jedoch selten kochendes Wasser zum Duschen oder Spülen verwendet, sind die tatsächlichen Kosten geringer.

eimer wasser iconUm etwa 10 Liter Wasser auf 40°C zu erhitzen, entstehen durchschnittliche Kosten von rund 5 Cent. Die Kosten pro Liter liegen also bei etwa 0,5 Cent.

wassertropfen fällt auf handMöchte man die Warmwasserkosten pro Person ausrechnen, multipliziert man diese 0,5 Cent mit dem durchschnittlichen täglichen Verbrauch pro Person, zum Beispiel 30 Liter. Die Warmwasserkosten pro Tag und Person liegen dann bei etwa 15 Cent.

sparschweinDie Kosten für Warmwasser pro Jahr errechnen sich also aus dem abgelesenen Verbrauch multipliziert mit Heizkosten von 0,5 Cent je Liter. Hinzu kommt stets der aktuelle Preis für kaltes Wasser, der ebenso entrichtet werden muss.

Kosten für Warmwasser bei vermieteten Objekten

Für Vermieter ist es schon seit längerem Pflicht, die Kosten für Warmwasser verbrauchsabhängig auf ihre einzelnen Mieter zu verteilen. Dies wird ermöglicht durch spezielle Wärmemengenzähler für die Warmwasserabtrennung, die Sie bei Bedarf von einem Fachbetrieb installieren lassen können. Dadurch wird Ihnen eine rechtssichere Neben- und Heizkostenabrechnung ermöglicht.

Gadgets zum Sparen von Heizkosten

  • Smartes Thermostat: Mit einem programmierbaren Thermostat lassen sich bis zu 30 % der Heizkosten sparen. Es lässt es sich beispielsweise so einstellen, dass es die Heizung automatisch aufdreht, kurz bevor man nach Feierabend nach Hause kommt. So kommt man in ein warmes Zuhause ohne den ganzen Tag die Heizung laufen lassen zu müssen. Ein solches Thermostat beispielsweise von Tado gibt es bereits ab rund 80 Euro.
  • Strombegrenzer: Ein Strombegrenzer reduziert den Wasserstrom einer Duschbrause um bis zu 70 %. Das Zwischenstück lässt sich ganz einfach vor dem Duschkopf anbringen. Einen solchen Wassersparer für die Dusche gibt es schon ab unter 20 Euro.
  • Dichtungsband: Die Dichtung wird unten an der Tür angebracht, um Zugluft zu stoppen. Mit der Dichtung lässt sich Zugluft und des Entweichen warmer Luft verhindern. So lassen sich Heizkosten sparen. Mit Kosten ab unter 10 Euro handelt es sich auch hierbei um eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, um Energie zu sparen.