Heizkosten pro qm: Verschiedene Heizungsarten im Vergleich

Wohnraum mit Holzboden und Heizkörpern an der Wand
Die Heizkosten pro qm zwischen unterschiedlichen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas unterscheiden sich zum Teil erheblich. Exakte Werte, die für jeden Haushalt gelten, lassen sich nicht angeben. Die konkreten Preise differieren beispielsweise je nach Anbieter. Heizspiegel geben die Kosten für Brennstoffe im Durchschnitt an und machen Kosten somit vergleichbar. Für den Vergleich greift die Gesellschaft für Heizkostenmessung bei Erdgas, Erdöl und Fernwärme
auf die Abrechnungen von über 40.000 Haushalten zurück, bei Scheitholz und Pellets stellt sie Modellrechnungen an.

Kosten im Vergleich

Das Ergebnis des zuletzt veröffentlichten Heizspiegels aus dem Jahr 2015 hat folgende Heizkosten pro qm festgestellt. Berücksichtigt sind auch Heiznebenkosten wie für Wartung und Reinigung:

Energieträger Heizkosten pro qm in Euro
Erdgas 11,90 €
Erdöl 10,80 €
Fernwärme 13,80 €
Scheitholz 7,70 €
Pellets 10,80 €

Diese Werte besitzen für Mieter sowie für alle, die eine Immobilie mit bestehendem Heizungssystem kaufen, Aussagekraft. So kann jemand auf Wohnungssuche mit diesen Zahlen abschätzen, welche Kosten im Vergleich zu anderen Heizungsarten auf ihn zukommen.

Anschaffung des Heizungssystems als Kostenfaktor

Wer dagegen als Hausbesitzer in eine neue Heizung investieren will oder eine Immobilie baut, muss die Anschaffungskosten in seine Überlegungen einbeziehen. Eine Gas-Brennwertheizung kostet zum Beispiel weniger als eine Pelletheizung. Darüber hinaus fragt sich, ob staatliche Förderungen für eine Heizungsart die Kosten minimieren. Für einen Pelletkessel können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Zuschuss beantragen, sofern die Anlage bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Mögliche Preisentwicklung beachten

Bei einem Vergleich der Kosten einer Heizung interessiert zudem die Preisstabilität. Die Heizölpreise unterliegen zum Beispiel großen Schwankungen.

Icon
Ändert sich auf dem Markt der Preis für Heizöl, zahlen Sie unmittelbar danach weniger oder mehr. Diese Steigerungen und Senkungen können sich innerhalb kurzer Zeiträume im deutlich zweistelligem Prozentbereich bewegen.
Deswegen sollten Sie die durchschnittlichen Heizkosten pro qm mit Vorsicht betrachten. Andere Energieträger wie Gas fallen durch eine größere Preisstabilität auf, da Preisanpassungen durch den Versorger meist nur ein Mal im Jahr stattfinden.

Heizkosten stark vom Heizverhalten und der Dämmung abhängig

Die Höhe der laufenden Kosten einer Heizung entscheidet sich wesentlich an der Energieeffizienz. Gehen Sie verschwenderisch mit der Heizenergie um, explodieren Ihre Kosten. Eine wichtige Rolle spielt das Lüftungsverhalten. In der Heizperiode sollten Sie Ihre Fenster zum Lüften kurz komplett öffnen, nicht über längere Zeiträume kippen. Es empfehlen sich zudem Thermostate, mit denen Sie die Temperatur regulieren können.

Darüber hinaus beeinflussen die baulichen Rahmenbedingungen die Heizkosten pro qm:

  • In gut gedämmten Gebäuden brauchen Sie viel weniger Heizenergie als in ungedämmten Immobilien.
  • Die Heizkosten variieren natürlich je nachdem, welche Temperatur Sie in der Wohnung wünschen.