Energetische Sanierung: Förderung & häufige Fragen

Mehr als zwei Drittel der des Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf die Heizung. Im Rahmen einer energetischen Sanierung besteht hier also der größte Hebel für Energieeinsparungen. Eine Heizungsmodernisierung lohnt sich. Entsprechende Maßnahmen entlasten die Umwelt, senken Ihre Heizkosten und steigern den Wert Ihrer Immobilie. Gleichzeitig wird die energetische Sanierung durch attraktive Zuschüsse durch den Staat gefördert.

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Welche Maßnahmen gehören zur energetischen Sanierung?

Im Bereich der energetischen Sanierung lassen sich die Möglichkeiten grundsätzlich in zwei verschiedene Gruppen unterteilen. Zum einen können Sie durch die Kosten im Bereich der Energieerzeugung optimieren und durch eine moderne Heizungsanlage Heizkosten sparen. Zum anderen können Sie eine energetische Gebäudesanierung vornehmen und dadurch den Verbrauch reduzieren. Über die notwendigen Maßnahmen muss im Einzelfall entschieden werden. Es stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, wie beispielsweise:

Weitere häufige Fragen

  • Wie hoch sind die Kosten für eine energetische Sanierung? Das hängt stark von der Maßnahme ab. Eine häufig umgesetzte Maßnahme ist der Austausch einer Gasheizung durch eine moderne Gasbrennwertheizung. Die Kosten für den Kesseltausch und einer zusätzlichen Optimierung der Anlage belaufen sich hier auf etwa 7.000 Euro. Eine solche Maßnahme wird aktuell durch das KfW Heizungspaket mit 15 Prozent gefördert. Dadurch reduzieren sich die Kosten um 1.050 Euro. Zusätzlich bezuschusst die BAFA den Wechsel auf eine moderne Heizung mit Brennwerttechnik mit einem 500 Euro Kesseltauschbonus. Dem Beispiel nach lassen sich also 1.550 Euro sparen. Vermieter können Sanierungsmaßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich absetzen.
  • Darf der Vermieter eine Mieterhöhung nach energetischen Sanierungsmaßnahmen vornehmen? Ja, der Mieter darf eine Mieterhöhung vornehmen. Diese gilt jedoch nur, wenn die Maßnahmen eindeutig mit dem Ziel umgesetzt wurden, Energiekosten zu senken und den Wohnkomfort zu steigern. Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen gehören nicht dazu. Ferner ist es Pflicht des Vermieters, den Mieter vorab schriftlich über die Mieterhöhung zu informieren sowie die Kosten der Maßnahmen offenzulegen.
  • Steht Mietern während der Sanierungsmaßnahmen eine Mietminderung zu? Das Mietrechtsmodernisierungsgesetz sieht hier eine Ausnahme vor. So steht Mietern für Einschränkungen im Rahmen einer energetischen Sanierung keine Mietminderung zu.
  • Besteht eine Sanierungspflicht? Unter bestimmten Voraussetzungen sind Eigentümer dazu verpflichtet, Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Die Pflicht zur Snaierung besteht in folgenden drei Fällen:
    • Dachdämmung oder Dämmung der Obergeschosse: Bei Häusern, die seit dem 01.02.2002 gekauft oder geerbt wurden. Dabei muss der Dämmwert mindestens 0,24 W/(m2K) betragen.
    • Außenwanddämmung: Wer die Außenwand heute dämmt, muss dies nach den Vorgaben der EnEV 2009 durchführen. Wichtig: Es besteht keine grundsätzliche Pflicht zur Außenwanddämmung. Wer sich jedoch dazu entscheidet, muss sich an die Vorschriften der EnEV halten.
    • Heizungsrohre isolieren und Heizungsmodernisierung für Heizungen, die vor 1978 verbaut wurden: Gilt seit 2009 für alle Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die Grundlagen für die Sanierung

Es ist wichtig, das Gebäude als Ganzes zu betrachten. Durch die richtige Abstimmung von geeigneten Maßnahmen im Rahmen einer energetischen Sanierung können Sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis optimieren. Welche Einsparungen bei der Altbausanierung erzielt werden können, hängt vom genauen Zustand vor und nach dem Veränderungen ab.

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Ein schlecht gedämmtes Dach beispielsweise kann bis zu 30 Prozent der Heizwärme ungenutzt entweichen lassen. Durch einen modernen Heizkessel erzielen Sie rund 10 bis 20 Prozent Energieeinsparungen.

Staatliche Fördermaßnahmen nutzen

Die KfW-Förderung ist sowohl für Neubauten als auch für die Altbausanierung möglich. Sie können kostengünstige Kredite erhalten oder sich für einen einmaligen Zuschuss entscheiden. Im Jahr 2013 ist ein neues Programm der KfW in Kraft getreten, bei welchem pro Jahr 300 Millionen Euro an finanziellen Unterstützungen gewährt werden sollen.

Weitere Fördermöglichkeiten für die energetische Sanierung von Gebäuden bietet das Bundesamt für Wiederaufbau (kurz: BAFA). Auch wenn die Konditionen für die Förderung der energetischen Sanierung nicht immer einfach zu durchschauen sind, lohnt sich die Informationsbeschaffung. So lassen sich durch Förderpakte mehrere tausend Euro einsparen. Gerne beraten wir Sie kostenlos zur Förderung Ihrer neuen Heizung.

Moderne Brennwertkessel für die energetische Sanierung einsetzen

In vielen deutschen Haushalten sind veraltete Heizkessel im Einsatz. Nicht nur das Alter entscheidet über die entstehenden Heizkosten. Durch den Einbau eines Brennwertkessels erzielen Sie lukrative Einsparungen, die im Falle eines Einfamilienhauses in rund 5 Jahren die Investitionskosten wieder ausgeglichen haben.

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Der Brennwertkessel nutzt die Wärme des Abgases, indem er die Kondensationswärme verwendet, um das Heizwasser zu erhitzen. Die Abluft wird abgekühlt, wodurch weniger Wärme ungenutzt entweicht.

Die Dämmung optimieren – Heizkosten einsparen

Vergleich von einer gedämmten und einer ungedämmten WandViele Altbauten sind nur unzureichend gedämmt. Prinzipiell haben Sie die Möglichkeit für eine Außendämmung oder eine Innendämmung. Gerade bei Fachwerkhäuser wird die Dämmung in der Regel von außen angebracht, um die Optik der Fassade zu erhalten. Aus bautechnischer Sicht sind Außendämmungen vorzuziehen. Der Taupunkt kann nicht nach innen wandern und das Risiko der Feuchtigkeitsbildung reduziert sich.

Die Innendämmung ist in einem besonders starken Maße von der Qualität und den Eigenschaften der verwendeten Materialien abhängig. Kapillaraktive und diffusionsoffene Dämmstoffe sind vorzuziehen. Bei Untersparren- und  Zwischensparrendämmung sind Dampfsperren integriert, um der Feuchtigkeitsbildung entgegenzuwirken.

Die energetische Sanierung an der Heizungsanlage – Die Wahl des optimalen Energieträgers

  1. Wenn Sie die Sonnenenergie für das Beheizen des Hauses nutzen, dann senken Sie die Kosten deutlich. Sonnenenergie steht kostenlos zur Verfügung, lediglich die Instandhaltung und die Installation der Solarthermie muss finanziert werden.
  2. Pelletheizungen nutzen ebenfalls regenerative Energie. Sie können für die Modernisierung Fördergelder nutzen und verwenden zum Beheizen Holz aus der Region.
  3. Wärmepumpenheizung nutzen die in der Natur vorhandene Wärme aus dem Boden, der Luft oder dem Wasser. Für den Betrieb wird Strom verwendet, der durch regenerative Energiequellen gewonnen werden kann.