Wasserdruck der Heizung prüfen: Was tun bei Druckverlust?

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Plötzlich fällt die Heizung aus und es wird langsam aber sicher kalt in den eigenen vier Wänden. Grund hierfür ist oftmals ein Defekt der Wasserpumpe und ein damit verbundener Druckverlust. Im Vergleich zu älteren Feuerungsanlagen, bei denen eine zumeist rote Warnleuchte aufleuchtet, erscheint bei moderneren Systemen eine entsprechende Fehlermeldung im Display, aus der hervorgeht, dass der Wasserdruck der Heizung sinkt.

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass es gar nicht erst zu einem Druckverlust kommt. Dies können Sie durch regelmäßige Kontrollen der Wassersäule innerhalb der Heizung überprüfen und sicherstellen.

Die Heizung verliert Druck – So können Sie es vermeiden

Stellen Sie den Druck in Ihrer Heizung richtig ein. Wie das funktionieren kann, lesen Sie hier.

  1. Wasserdruck ablesen: An der Heizung befindet sich ein Manometer. Dieses verfügt im Normalfall über einen schwarzen und einen roten Zeiger. Der aktuelle Wasserdruck einer Heizung wird durch den schwarzen Zeiger angezeigt. Durch den roten Zeiger wird der maximale Druck angezeigt. Liegt nun eine Störung vor, so befindet sich der schwarze Zeiger in der Regel weit unten.
  2. Druckverlust erkennen: Das Manometer, welches sich an der Heizungsanlage befindet, besitzt einen roten und einen schwarzen Zeiger. Der derzeitige Druck wird vom schwarzen Zeiger angezeigt und der rote zeigt an, wie hoch der Druck maximal sein darf. Bei einer Störung durch zu wenig Wasser, steht der schwarze Zeiger nun ganz unten.
  3. Wasserschlauch anschließen: Schließen Sie nun einen Wasserschlauch an den Wasserhahn des Warmwasserspenders an. Achten Sie hierbei darauf, dass der Schlauch die passende Verschraubung hat, damit kein Wasser daneben läuft. Der Warmwasseranschluss befindet sich in der Regel unter dem Heizkessel.
  4. Wasser nachfüllen: Füllen Sie nun einen Messbecher mit warmem Wasser. Halten Sie den angeschlossenen Schlauch hoch und schütten Sie das Wasser hinein. So können Sie sicherstellen, dass keine Luft in den Heizkessel gelangt.
  5. Schließen Sie nun das andere Ende des Schlauches am Heizkessel an.

Achtung: Beim Befüllen der Anlage müssen Sie darauf achten, dass Sie zunächst den Wasserhahn des Warmwasserspenders öffnen und dann erst den Hahn des Heizkessels. Während des Füllvorgangs dürfen Sie das Manometer nicht aus den Augen lassen. Grund hierfür ist, dass mit steigender Wassersäule in der Anlage auch der schwarze Zeiger wieder beginnt, zu steigen. Wenn der schwarze Zeiger den roten erreicht, müssen Sie den Hahn schließen, da sonst der Wasserdruck im System zu hoch ist.

Warten Sie mit dem Abziehen des Schlauches bis die Heizung ihre Betriebstemperatur erreicht hat. Während dieses Vorganges kann der Wasserdruck noch einmal abfallen und so noch ausgeglichen werden.

Weitere Tipps

Ein zu hoher Wasserdruck bei der Heizung kann die Membrane im Ausdehnungsgefäß beschädigen. Deshalb immer darauf achten, dass der rote Zeiger immer oberhalb des schwarzen Zeigers steht.

Bei der ersten Befüllung können Sie in der Regel nicht auf warmes Wasser im Heizkessel zurückgreifen. Deshalb den Wasserdruck einer Heizung nach und nach regulieren und nicht direkt bis an den roten Zeiger steigen lassen.