Legionellen Nachweis: Grenzwerte & Methoden im Überblick

Legionellen Nachweis im Wasser unter dem Mikroskop
Bei Legionellen handelt es sich um Bakterien, die natürlicherweise im Trinkwasser vorkommen. Erst bei einer übermäßigen Vermehrung besteht eine gesundheitliche Gefahr für Verbraucher. Hier gelten je nach Einrichtung verschiedene Grenzwerte. Vor allem dort, wo Wasserspeicher im Einsatz sind, können die stabförmigen Bakterien zum Problem werden. Dazu zählen zum Beispiel Trinkwasserspeicher im eigenen Haus, in Mehrparteienhäusern, in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und
in Krankenhäusern. Daher ist es wichtig, in diesen Speichern regelmäßig einen Nachweis durchzuführen. Nur so lässt sich prüfen, ob die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.

Wann wird es bedenklich?

Legionellen im Wasser sind grundsätzlich normal. Sie kommen in vielen Wasserquellen vor und stellen erst einmal keine Gefahr dar. Erst wenn sie sich unkontrolliert vermehren, werden sie zum Problem für den Menschen.

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Wenn Sie einen Nachweis von Legionellen im Wasser durchführen, werden Sie immer eine gewisse Konzentration nachweisen können. Es geht demnach nicht um einen grundsätzlichen Nachweis, sondern um die Kontrolle, ob die Grenze zur Bedenklichkeit überschritten ist.
In der Regel wird dafür eine Wasserprobe aus einem Wasserhahn entnommen. Um ganz sicher zu gehen, kann das mehrfach zum Beispiel aus verschiedenen Hähnen geschehen. Die Wasserproben werden in ein Labor eingeschickt und mit einem der möglichen Legionellentests überprüft.

Wie wird gemessen?

Legionellen sind unter dem Mikroskop gut zu erkennen. Es handelt sich um stabförmige Bakterien. Daher können Sie in einer Wasserprobe mit einem bestimmten Volumen ausgezählt werden. Daraus lässt sich berechnen, wie hoch die Konzentration insgesamt in der Wasserprobe ist. Hierbei handelt es sich um eine empirische Methode. Das bedeutet, es gibt keinen direkten Rückschluss von der Zählung zur Konzentration in der Probe. Denn es können in dem kleinen Volumen unter dem Mikroskop besonders viele oder besonders wenige Bakterien sein im Vergleich zur restlichen Probe. Deshalb wird die Zählung mit mehreren Tropfen wiederholt.

Im Labor

Aus der Wasserprobe lassen sich die Bakterien auch künstlich vermehren. Dazu werden im Labor optimale Bedingungen für die Vermehrung geschaffen. Die so gebildete höhere Anzahl lässt sich einfacher bestimmen. Auch hier kann aus der Bestimmung berechnet werden, wie hoch die Konzentration in der Probe ist. Wichtig für die Verfahren ist, dass gesetzliche Vorgaben für die Legionellenprüfung eingehalten werden. So wird sichergestellt, dass der Legionellen Nachweis ein zuverlässiges Ergebnis liefert.

Welche Vorschriften gibt es?

Vor allem für öffentliche Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser gibt es strenge Vorschriften. Die Betreiber sind verpflichtet, die Wasserqualität regelmäßig prüfen zu lassen. Aber auch Vermieter sind für die Wasserqualität ihrer Objekte verantwortlich. Die Vorschriften für Vermieter gelten erst ab einer Speichermenge von 400 Liter. Darunter ist das Risiko, dass sich Legionellen stark vermehren, sehr gering. Bei kleineren Anlagen gilt die Menge Wasser zwischen Warmwasserbereitung und Wasserhahn. Befinden sich darin mehr als 3 Liter Wasser, ist auch ein Legionellen Nachweis notwendig. Die Prüfung ist alle 3 Jahre durchzuführen.