Gasbrennwertheizung: Kosten, Vorteile & Technik im Check

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Durch die Verwendung einer Gasbrennwertheizung lässt sich beim Heizen der eigenen vier Wände gegenüber dem Gebrauch eines herkömmlichen Heizkessels sehr viel Geld einsparen.

Egal, ob Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung oder eine Gasbrennwertheizung mit Warmwasserspeicher – Im Folgenden ein Überblick über die verschiedenen Arten, Kosten sowie deren Funktionsweise.

Warum sich die Anschaffung einer Gasbrennwertheizung lohnt

Wer einen alten Gaskessel besitzt, schadet nicht nur der Umwelt, sondern verschwendet 48 % der Energie. Rund 30 % der Heizkosten sparen jedoch Bauherren, die auf Brennwerttechnik setzen. Hier ein Überblick über die möglichen Einsparpotenziale:

Kriterien Energieverluste in in Prozent bei einem 30 Jahre alten Kessel ohne Brennwerttechnik
Abgasverlust 10 %
Brennwerteffekt 11 % bei Erdgas
Betriebsbereitschaftsverluste 7 %, da alte Kessel überdimensioniert und schlecht gedämmt sind
kein Außentemperaturfühler 12 %
Mangelhaft gedämmte und veraltete Verrohrung 8 %
Summe Energieverschwendung 48 %

So funktioniert eine Brennwerttechnik

Es ist das Ziel bei der Verwendung einer Gasbrennwertheizung, Kosten beim Heizen zu sparen. Erfahrungen zeigen:

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Eine Brennwertheizung kann die jährliche Belastung durch die Heizkosten drastisch verringern. Das wird durch die spezielle Technik einer Brennwertheizung möglich, die auch den Hauptunterschied zu herkömmlichen Heizwertheizungen ausmacht. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Niedertemperaturheizung nutzt eine Gasbrennwertheizung einen wesentlich höheren Prozentsatz der im Brennstoff enthaltenen Energie zur Wärmeerzeugung.

Statt den im Abgas enthaltenen, heißen Wasserdampf ungenutzt zu lassen, wird dieser bei einem Gas-Brennwertkessel nämlich zu immer noch recht warmem Wasser kondensiert.
Dieses fließt in den Gasheizkessel zurück und dient dort ebenfalls zur Erwärmung des Heizkreislaufs bzw. des benötigten Brauchwassers.

 

Mehr über Brennwerttechnik erfahren

 

Gasbrennwertheizungen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Auch bietet nahezu jeder renommierte Heizunsghersteller mindestens eine Gas Brennwertheizung. Brötje zum Beispiel hat gleich mehrerer dieser Geräte im Sortiment. Sie können sich zwischen einem normalen Gasheizkessel für die Zentralheizung entscheiden oder für eine Gastherme bzw. Kombitherme, die am besten als Gasetagenheizung eingesetzt wird. Zudem lassen sich viele Gasbrennwertheizungen mit Solarenergie zur Brauchwassererwärmung kombinieren, um noch mehr Geld zu sparen. Der Anschluss eines Warmwasser- bzw. Pufferspeichers ist ebenfalls bei den meisten Brennwertheizkesseln für Gas möglich.

Wichtige Voraussetzungen für eine Gasbrennwertheizung

Um eine Brennwertheizung für Gas nutzen zu können, müssen vor Ort einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Zunächst einmal wird für das kondensierte Wasser, das in den Heizkessel zurück fließt, ein Abfluss benötigt, nachdem es für die Wärmeerzeugung genutzt wurde. Dieser muss sich in der Nähe des Heizkessels befinden. Doch es gibt noch weitere wichtige Aspekte in Bezug auf den Einsatz einer Gas Brennwertheizung: Abgasrohr bzw. Schornstein dürfen nicht gemauert sein, da sie sonst durchfeuchten würden. Haben Sie also einen normalen Schornstein, muss in diesen zunächst ein Abgasrohr aus säurebeständigem Edelstahl oder aber Kunststoff eingezogen werden.

Steckbrief

Eigenschaften Planungswerte
Wirkungsgrade

Kesselwirkungsgrad: 103 -109 %

Jahresnutzungsgrad: 97 %

Schadstoffemission

CO2: 244/263g/kWh

SO2: 157/110mg/kWh

NOx: 200/260mg/kWh

Kesselleistung Nach DIN EN 12831 und DIN 4708 entsprechender Wärmebedarf Gebäude + Wärmebedarf Warmwasser
Anlagenaufwandszahl 1,2 bis 1,6
Auslegung mit reduzierter Kessellieistung durch Brennwerttechnik das 0,8 bis 0,9 -fache des Normwärmebedarfs bei thermischer Komforteinbuße

Je nachdem, welche Art von Gasbrennwertheizung Sie verwenden möchten, benötigen Sie einen Heizraum für den Gas Brennwertkessel und den Warmwasserspeicher bzw. etagenweise ausreichend Platz für die Anbringung der Etagenheizung und eventuell eines zusätzlichen Wasserspeichers. Können Sie an Ihrem Standort kein Erdgas nutzen, brauchen Sie zudem einen geeigneten Platz zur Aufstellung eines Flüssiggastanks.

Gasbrennwertheizung: Preise für Kessel und Montage

Da es so viele unterschiedliche Arten und Modelle der Gasbrennwertheizung gibt, ist es schwierig, pauschal die Kosten für den Kauf der Hardware, des Zubehörs und der Montage zu nennen. Prinzipiell sind Brennwertkessel etwas kostenintensiver als Heizwertgeräte, die aber seit September 2015 sowieso nicht mehr produziert werden dürfen.

Rund 8 Prozent der gesamten Baukosten können als groben Richtwert für die Kosten der Heizungsanlage bei einem Einfamilienhaus veranschlagt werden. Erfahrungsgemäß nutzen Sie am besten eine Marken-Gasbrennwertheizung. Buderus, Vaillant, Wolf oder Brötje sind empfehlenswerte Hersteller. Auch hat sich bei der Gas Brennwertheizung Junkers als Marke positiv hervorgetan. Grundsätzlich variieren die Kosten für einen Gas Brennwertkessel stark je nach Wärmebedarf und Hersteller und können deshalb nur schwer pauschalisiert werden. Auf Wunsch stellen wir Ihnen ein Angebot die in Ihrem Fall optimale Gasbrennwertheizung inklusive Material und Montagekosten durch einen unserer Partner-Fachbetriebe zusammen.

Nutzen Sie Förderungsmittel zur Kostensenkung

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Tipp

In vielen Fällen wird der Einbau einer Gas Brennwertheizung durch den Staat gefördert. Neben Zuschüssen sind auch zinsgünstige Kredite zur Finanzierung der neuen Heizung möglich. Wir prüfen für Sie, ob Ihnen Fördermittel für Ihre Heizung zustehen und wenn ja, in welcher Höhe diese Ihre Kosten reduzieren. Vor allem, wenn Sie eine alte Heizung sanieren möchten, haben Sie in dieser Hinsicht gute Chancen.