Flüssiggasheizung – Kosten, Vor- und Nachteile

Eine Flüssiggasheizung ist immer dann eine gute Alternative, wenn Sie Gas als Brennstoff für Ihre Heizung nutzen möchten, an Ihrem Standort jedoch eine Anbindung an das öffentliche Gasnetz und damit der Bezug von Erdgas nicht möglich ist. Möchten Sie eine Flüssiggasheizung kaufen, dann sollten Sie sich vorab über deren Funktionsweise sowie über die Kosten und die baulichen Voraussetzungen informieren, die nötig sind, um diese Art von Heizung betreiben zu können.
Hier in komprimierter Form die wichtigsten Fakten zur Flüssiggasheizung.

Zu beachten

Preis

Anschaffung und Einbau

12.500 – 15.000 €

jährliche Wartung

150 -250 €

Schornsteinfeger

100 – 150 €

Hilfsstrom

30 – 50 €

Verbrauch von Gas

1.100 – 1.500 €

Tank

1.500 – 2.100 €

Anschluss und Lieferung

400 – 500 €

Bauliche Voraussetzungen für die Nutzung einer Heizung für Flüssiggas

Flüssiggas wird stets in einem entsprechendem Behälter, einem speziell gesicherten und für Hochdruck ausgelegten Flüssiggastank, gelagert. Daher benötigen Sie auf Ihrem Gelände einen entsprechenden Platz, auf dem der Tank für Ihre Flüssiggasheizung installiert werden kann. Dieser muss in der Regel zusätzlich abgesichert werden und kann unterschiedlichste Dimensionen habe – von einigen hundert bis zu mehreren tausend Litern sind verschiedene Größen erhältlich.

flüssiggasheizung - tank in der erde

Flüssiggas vs. Erdgas

Im Wesentlichen funktioniert eine Flüssiggasheizung ganz ähnlich wie eine Heizung, die mit Erdgas betrieben wird. Hauptunterschied ist, dass das zu verbrennende Gas eben nicht im gasförmigen, sondern im flüssigen Zustand bereitgehalten wird. Die Lagerung erfolgt in externen Tanks, in denen das Gas unter Druck gelagert wird, um es flüssig zu halten. Flüssiggas besteht aus einer Mischung von Propan und Butan.

Flüssiggasheizung: Gefährlich oder nicht?

Der Wirkungsgrad von Flüssiggasheizungen ist vergleichbar mit dem anderer Gasheizungen. Oft können die Heizkessel sogar problemlos für den Betrieb der jeweils anderen Gasart umgerüstet werden. Jedoch ist zu beachten, dass Flüssiggas einen deutlich höheren Brennwert hat als Erdgas – er ist mehr als doppelt so hoch! Bei fachgerechter Installation des Heizkessels und des Flüssiggastanks ist Flüssiggas keineswegs gefährlich und kann bedenkenlos genutzt werden. Zudem wird die Sicherheit dadurch gewährleistet, dass sowohl die Inbetriebnahme des Tanks durch gesetzliche Auflagen bedingt ist als auch dessen Betrieb. Regelmäßig wiederkehrende Sicherheitsüberprüfungen sind für eine Flüssiggasheizung deshalb vorgeschrieben.

Wie Erdgasheizungen gibt es auch Flüssiggas Heizungen als Heizwert- und als Brennwertvariante, wobei letztere wegen des höheren Wirkungsgrads zu bevorzugen ist. Neben herkömmlichen Heizkesseln für Zentralheizungen sind auch Gasthermen und Kombithermen für den Betrieb mit Flüssiggas erhältlich, die bevorzugt als Etagenheizung oder als Heizungslösung für kleine Einfamilienhäuser genutzt werden.

 

Mehr über Gasetagenheizungen

 

Zusätzlich dazu wird für eine Zentralheizung für Flüssiggas natürlich noch ein Heizraum zur Unterbringung des Kessels benötigt. Möchten Sie eine Gasetagenheizung mit Flüssiggas verwenden, muss auf jeder zu beheizenden Etage ausreichend Platz für eine entsprechende Gastherme und, unter Umständen, einen zusätzlichen Warmwasserspeicher vorhanden sein.

Ansonsten gleicht die Installation einer Flüssiggasheizung der einer jeden anderen Heizmöglichkeit, wenn man von den zusätzlichen Leitungen absieht, die für die Versorgung des Heizkessels oder der Therme mit Brennstoff aus dem Tank benötigt werden.

Flüssiggasheizung: Kosten für Anschaffung und Betrieb

Eine Flüssiggasheizung sollte eigentlich nur dann gewählt werden, wenn kein Gasanschluss für Erdgas vorhanden ist. Denn regelmäßig sind bei einer Flüssiggasheizung Anschaffungskosten und Betriebskosten höher als bei einer vergleichbaren Erdgasheizung. Das liegt daran, dass zum einen der Tank entweder gekauft oder gemietet werden muss und darüber hinaus auch der Rohstoffpreis für Flüssiggas höher ist als der von Erdgas. Zudem verursacht eine Flüssiggasheizung Kosten für die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die regelmäßig amtlich geprüft werden müssen.

Ansonsten gilt auch für die Flüssiggasheizung: Preis und Qualität stehen in engem Zusammenhang. Daher sollten Sie sich auf keinen Fall für die günstigste Flüssiggasheizung entscheiden, sondern ein Markengerät wählen, etwa von einem der Hersteller Junkers, Buderus, Vaillant, Brötje oder Wolf.

Stehen Ihnen Fördermittel zu?

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Die Kosten für eine Heizung mit Flüssiggas können Sie unter Umständen durch Zuschüsse und/oder Förderungen vom Staat senken, der in vielen Fällen den Einbau von Brennwertheizungen unterstützt. Im Rahmen unserer Angebotserstellung für eine Heizungsanlage inklusive Montage prüfen wir für Sie, ob Sie durch den Einbau einer Flüssiggasheizung für eine solche Förderung in Frage kommen – dadurch helfen wir Ihnen, die anfallenden Kosten so gering wie möglich zu halten.