Gasinstallation – Voraussetzungen, Kosten & Möglichkeiten

gasinstallation mit gasuhr
Eine moderne Gastherme gehört, was die Anschaffungskosten angeht, zu den günstigsten Heizungssystemen. Sie kann mittels einer Gasleitung oder einem Flüssiggastank mit Energie versorgt werden. Wer die Umwelt schonen möchte, der entscheidet sich für Bio-Gas. Prinzipiell lässt sich die Gasheizung durch weitere Heizungssysteme ergänzen, unter anderem Infrarotheizungen für weniger häufig genutzte oder abseits gelegene Räumlichkeiten. Die notwendigen Schritte der Gasinstallation
hängen von der gewählten Konstruktionsform, beispielsweise als Gaszentralheizung oder als Etagenheizung ab. Die gesetzlichen Grundlagen sind in der Feuerverordnung der einzelnen Länder sowie in den Energieverordnungen beschrieben.

Gasinstallation Preise und Variationsmöglichkeiten

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Im Durchschnitt müssen Sie für die Gasinstallation mit Investitionskosten in Höhe von 6.000 bis 10.000 Euro rechnen. Diesen Zahlen liegt ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 160 bis 200 qm zu Grunde.
Die Schwankungen in den Kosten entstehen durch die baulichen Voraussetzungen, die gewünschte Qualität der Heizung und der ausgewählten Technik. Ein Beispiel ist die moderne Brennwerttechnik, bei welcher der Wasserdampf zur Gewinnung von zusätzlicher Energie genutzt wird. Sie erzielen Einsparungen während des Betriebes, müssen gegenüber einer herkömmlichen Niedertemperaturheizung allerdings mit höheren Anschaffungskosten von 500 bis 1.000 Euro rechnen. Hinzu kommen in einigen Fällen Sanierungen am Schornstein, die mit circa 1.000 bis 1.500 Euro einkalkuliert werden sollten. In Bezug auf die Leistung muss eine genaue Abstimmung mit den Anforderungen stattfinden, da die Preise für eine Gasheizung zwischen den einzelnen Geräte stark unterschiedlich sind. Ein 4-Personen-Haushalt ist mit einer Wärmeleistung von 15 bis 20 kW gut versorgt.

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Ausgewählte Kostenpositionen bei der Gasinstallation

Der Warmwasserspeicher wird benötigt, um stets einen ausreichenden Vorrat an warmem Wasser zur Verfügung zu haben. In diesem Punkt weist der Durchlauferhitzer eine Besonderheit auf: Das Wasser wird nach Bedarf erhitzt. Durchlauferhitzer werden oftmals in nachträglich ausgebauten Badezimmern angebracht, da es sich um separat betriebene Geräte handelt.

Die Gaszentralheizung wird im Keller installiert und versorgt das komplette Haus mit Wärme.

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Die Kosten für einen Warmwasserspeicher liegen zwischen 700 und 1.500 Euro. Der Gasanschluss ist ein weiterer Punkt, der berücksichtigt werden muss. Ist er noch nicht vorhanden, entstehen bei der Schaffung rund 2.000 Euro an zusätzlichen Kosten.
Für die Zentralheizung sollte ein separater Raum vorhanden sein, der über eine ausreichende Belüftung verfügen muss. In der hessischen Verordnung wird von einer Belüftungsfläche von 150 cm² oder wahlweise dem Nachweis des genügenden Sauerstoffaustauschs ausgegangen.

Fachbetrieb beauftragen oder Gasinstallation selber machen?

Die Kosten für die Gasinstallation setzen sich aus den Materialkosten und den Arbeitskosten zusammen.

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In Abhängigkeit von der gewählten Konstruktionsform der Gasheizung und den baulichen Begebenheiten betragen die Kosten für einen Fachbetrieb rund 500 bis 3.000 Euro. Müssen Rohrleitungen verlegt werden und Heizkörper angebracht werden, so fallen die Investitionskosten höher aus als wenn von Öl auf Gas umgerüstet wird.

Entscheiden Sie sich dafür, die Heizung selbst zu installieren, so müssen Sie über ausreichend Erfahrung und Zeit verfügen. Bestimmte Arbeiten dürfen nur von zertifizierten Betrieben ausgeführt werden, was beispielsweise das Arbeiten an gasführenden Zuleitungen betrifft. Vor der Inbetriebnahme muss in jedem Fall eine Abnahme durch einen Fachbetrieb erfolgen. Ohne weitreichende Kenntnisse ist es ratsam auf die Hilfe eines qualifizierten Heizungsbauers bzw. Gasinstallateurs zu setzen. Mit dem Ziel Kosten zu sparen versuchen viele Eigentümer die Installation auf eigene Faust und erreichen oft das gegenteilige Ergebnis. Durch fehlendes Wissen entstandene Fehler führen zu hohen Folgeschäden.

Werden bei der Gasinstallation die Vorschriften nicht zu 100 Prozent erfüllt, so können teure Nachbesserungen notwendig werden. Aus diesem und aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, stets mit einem Fachbetrieb zusammenzuarbeiten. In Absprache können gegebenenfalls einzelne Arbeiten selbst ausgeführt werden.