Von L Gas auf H Gas umstellen – Häufige Verbraucher Fragen

von l gas auf h gas umstellen ueberpruefung des gaszaehlers
Im Mai 2015 ist in Deutschland die flächendeckende Umstellung von L auf H Gas gestartet. Was sind die Hintergründe? L Heizgas ist ein Brennstoff mit niedrigem Brennwert. Dessen Ursprung liegt in den Niederlanden und in Deutschland. Vor allem in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen, in NRW und in Bremen wurde es bevorzugt verbraucht. Allerdings wird das Aufkommen immer geringer, weshalb ein Wechsel erforderlich ist. Der größte Teil Deutschlands bezieht bereits seit mehreren Jahren erfolgreich das sogenannte High calorific gas.
Die Qualität ist durch einen höheren Methangehalt gekennzeichnet. In der Konsequenz verfügt das H Erdgas über einen hohen Brennwert. Es stammt vor allem aus Russland, Großbritannien und Norwegen. Die Umstellung erfolgt schrittweise. Bis zum Jahr 2030 soll diese abgeschlossen sein. Vor Beginn der H/L Gas Umstellung wurden circa 30 Prozent aller deutschen Kunden mit der L-Klassifizierung versorgt.

Wie ist der Ablauf?

In der Regel sind die Gasheizungen auf eine Gasart optimiert. Damit der sichere und effiziente Betrieb gewährleistet ist, muss eine Überprüfung der Geräte stattfinden. Es sind folgende Fälle möglich:

  • Das Heizgerät ist für die Qualität von H-Gas tauglich.
  • Es muss eine Heizungsmodernisierung vorgenommen werden.
  • Die Düse des Heizgerätes muss zur Anpassung ausgetauscht werden.

Es ist geplant, dass ab dem Jahr 2019 pro Jahr 500.000 Heizgeräte umgestellt werden können. Das Gesamtziel ist die Umstieg von über 5 Millionen Wärmeerzeugern. Die Überprüfung wird durch geschulte Heizungsinstallateure vorgenommen und ist für den Hausbesitzer kostenlos. Muss eine Modernisierung vorgenommen werden, dann muss diese jedoch vom Hauseigentümer finanziert werden.

Was mache ich, wenn eine Modernisierung notwendig ist?

Bei älteren Heizgeräten ist es oftmals nicht ausreichend, lediglich die Gasdüsen auszutauschen. Ein Heizungswechsel ist zwar mit Investitionskosten verbunden, reduziert jedoch die jährlichen Betriebskosten. Sie haben die Wahl, ob Sie weiterhin Erdgas nutzen möchten oder beispielsweise eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage wählen.

Das High calorific Gas in der Analyse

Die Qualität von H Gas wird durch den hohen Methan-Gehalt bestimmt. Der Energiegehalt ist höher als im Falle von L Heizgas. Der Ursprungsort vom H Gas hat Auswirkungen auf den Brennwert: Stammt der Brennstoff aus der Nordsee, dann liegt der Methangehalt bei rund 89 Prozent. Gas aus den GUS-Staaten kann bis zu 98 Prozent Methan enthalten.

Wichtige Fragen und Antworten

Wichtige Fragen zur geplanten Umstellung

Antworten

Von wem erfahre ich, wann der Wechsel in meinem Wohnort erfolgt? Der örtliche Gasnetzbetreiber teilt die genauen Termine für die Haushalte mit.
Muss die Gasversorgung unterbrochen werden? Laut Bundesnetzagentur sollen Unterbrechungen soweit wie möglich vermieden werden. Generell läuft die Umstellung ohne Unterbrechung ab.
Für welche Geräte gilt die Änderung des Brennstoffes ? Prinzipiell können alle Geräte betroffen sein, die direkt an die Gasleitung angeschlossen sind, wie beispielsweise die Gastherme, der Gasofen, der Heizkessel oder der Gasherd.
Verändern sich die Gaspreise? Da sich der Preis nach dem Energiegehalt richtet, wird dieser durch die Umstellung steigen. Der Energiegewinn soll diese Preiserhöhung ausgleichen.