Heizölpreise: Was Verbraucher wissen müssen

Gute Nachrichten für Besitzer von Ölheizungen und alle, die es werden möchten: Im Januar 2016 sind die Preise für Heizöl deutlich günstiger als andere Brennstoffe. Doch das muss nicht so bleiben: Alles über die Entwicklung, Zukunftsprognosen und was Verbraucher sonst noch über Heizölpreise wissen sollten.

Heizöl Preisvergleich

heizölpreise

Zu Beginn 2016 befinden sich die Heizölpreise auf einem guten Niveau für Verbraucher und sind mit 3,60 Cent pro Kilowattstunde deutlich niedriger als andere Heizbrennstoffe (s. Diagramm). Zum Vergleich: Der Erdgaspreis liegt bei 6,47 Cent, der Preis für Flüssiggas bei 4,98 Cent. Im Preisvergleich liegt Heizölpreis derzeit also unter anderen gängigen Brennstoffen. Aber Vorsicht: Die Preise unterliegen vielfältigen Einflussfaktoren und können sich schnell ändern.

Ölpreisrechner nutzen und sparen

Icon

Darauf sollten Sie achten:

Nutzen Sie ein niedriges Ölpreisniveau aus und füllen Sie Ihren Tank nach Möglichkeit dann auf, wenn der Ölpreis einen niedrigen Kostenstand erreicht.

Dazu lohnt es sich den aktuellen Ölpreis im Auge zu behalten und einen Heizöl Preisvergleich durchzuführen. Im Internet gibt es verschiedene Ölpreisrechner, mit denen Sie die aktuellen Kosten für Ihren individuellen Bedarf abfragen können. Eine gute Möglichkeit dazu liefert der Ölpreisrechner der Süddeutschen Zeitung, der in Zusammenarbeit mit Fast Energy entstanden ist.

Mittel- und langfristige Heizölpreise Prognose

Die Heizölreserven der USA sind so gering wie lange nicht mehr und so schwebt eine Angst vor Engpässen mit, was den Preis wiederum in die Höhe treiben kann. Auch wenn der fossile Rohstoff Öl noch ausreichend vorhanden ist, kommt es derzeit auf dem amerikanischen Produktmarkt zur Knappheit. Das wirkt sich auch auf den europäischen Heizölmarkt negativ aus.

Ein weiterer Faktor, der Experten bei einer Heizölpreise Prognose mit steigenden Preisen rechnen lässt, ist die Inflationsangst. Analysten der Commerzbank rechnen deshalb damit, dass der Heizölpreis mittelfristig wieder zulegen wird. In Zeiten, in denen Geld an Wert verliert, werden Investments in Sachwerte und Rohstoffe attraktiver, weshalb auch wieder mehr Investoren in Heizöl-Anlagen investieren. Die Folge: Steigende Heizölpreise.

Icon

Info

Dennoch: Ein exorbitant starker Anstieg des Ölpreises ist in naher Zukunft laut mehrheitlicher Expertenmeinungen nicht zu erwarten und gerade im Vergleich zu anderen Brennstoffen, wird sich Heizöl aufgrund moderater Betriebskosten auch in Zukunft als beliebter Brennstoff in deutschen Immobilien halten.

Tipps für Verbraucher

Wer auf Heizöl angewiesen ist, der kann mit den folgenden Tipps bei der nächsten Heizöllieferung sparen. Wir haben die besten Verbrauchertipps einmal zusammengefasst.

1. Strategische Lieferungen: Im Gegensatz zu Erdgas hat Öl einen entscheidenden Vorteil, was ihre persönliche Preisstrategie angeht: Es wird gelagert und muss somit im Voraus bestellt werden. Das erlaubt es Ihnen, Lieferungen strategisch zu planen. Behalten Sie den Ölpreis im Auge und bestellen Sie dann auf Vorrat, wenn er auf einem niedrigen Niveau ist.

2. Auf das richtige Timing kommt es an: Wann wird am meisten geheizt? Na klar, im Winter. Die steigende Nachfrage nutzen die Ölkonzerne aus und erhöhen im Zuge dessen gleich den Preis für den begehrten Rohstoff. Wer schon im Sommer bestellt, kann im Winter sparen. Achten Sie jedoch nicht nur auf die Jahreszeit. Denn bei der Preispolitik der Ölkonzerne spielen daneben auch weitere Faktoren eine Rolle.

3. Spielraum lassen: Sind die Preise günstig, neigen viele Verbraucher schnell dazu den kompletten Öltank aufzufüllen. Experten raten jedoch dazu, Spielraum für weitere Preisabfälle im Öltank zu lassen. Sonst füllen Sie Ihren Öltank vollständig auf und ärgern sich ein paar Wochen später, dass der Ölpreis noch mal um ein paar Prozente gesunken ist.

4. Sammelbestellungen: Mit bis zu 100 Euro wird beim Heizöl kaufen allein die Lieferung berechnet. Hier besteht einiges an Sparpotenzial, wenn Sie sich mit ihren Nachbarn zusammentun und einen gemeinsamen Liefertermin absprechen. In diesen Fall fallen die Lieferkosten um bis zu 40 Prozent günstiger aus als bei einer Einzellieferung.

5. Energie sparen durch Heizungsmodernisierung: Der letzte Tipp gilt nicht nur für den Heizölverbrauch, sondern ist eine Einstellung die alle Heizungsbesitzer beherzigen sollten – gerade bei Heizungsarten, die mit fossilen Brennstoffen befeuert werden. Ein Großteil der Heizungsanlagen in deutschen Haushalten ist älter als 25 Jahre und deren Technik somit längst überholt. Mit einem hocheffizienten Öl Brennwertkessel lässt sich bis zu 15 Prozent des Energieverbrauchs sparen. So müssen Sie steigenden Brennstoffpreisen mit weniger Sorgen begegnen und schonen gleichzeitig Ihre Umwelt.