Ein Vorteil der Ölheizung ist, dass sich der Brennstoff strategisch einkaufen lässt. Durch das Internet und zahlreiche Preisvergleiche für Heizöl ist es heute deutlich einfacher, beim Kauf zu sparen. Statt gewohnheitsmäßig beim Lieferanten aus der Nachbarschaft zu bestellen, lohnt sich der Vergleich mehrerer Anbieter, denn schon kleine Preisunterschiede je Liter summieren sich bei einer vollen Tankfüllung zu erheblichen Beträgen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Preise verschiedener Heizöllieferanten unterscheiden sich stark, teils um dreistellige Beträge je Tankfüllung. Ein Vergleich über mehrere Preisvergleichsportale ist daher ratsam.
  • Achten Sie auf das Kleingedruckte: begrenzte Lieferdistanz, Mindermengenzuschläge, Lockangebote bei der günstigsten Sorte und die Umdatierung von Online-Bestellungen auf Werktage.
  • Sammelbestellungen mit Nachbarn senken den Preis, weil viele Lieferanten sie wie eine zusammenhängende Bestellung behandeln.

Heizöllieferant mit Tanklastwagen

Die alte Faustregel, dass der Kauf im Hochsommer am günstigsten sei, gilt nicht mehr. Zu viele von der Jahreszeit unabhängige Einflüsse bestimmen die Preisbildung. Da die Unterschiede vierstellige Beträge auf eine Tankfüllung ausmachen können, sollten Sie unbedingt vergleichen und zumindest nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt kaufen. Nutzen Sie dafür mehrere überregionale Preisvergleichsportale für Heizöl, auf denen sich die tagesaktuellen Preise der Lieferanten für Ihre Ölheizung in Ihrer Region gegenüberstellen lassen.

Die Geschäftsbedingungen genau beachten

Die Heizöllieferanten kennen den veränderten Markt und passen sich an. Sie registrieren sich bei überregionalen Vergleichsportalen und folgen grob den allgemeinen Kursentwicklungen. Wie in jeder Branche gibt es aber ein Kleingedrucktes, das den tatsächlich zu zahlenden Preis mitbestimmt. Typische Punkte in den Geschäftsbedingungen sind:

  • Die Lieferdistanz für den genannten Preis ist bei den meisten Anbietern begrenzt, häufig auf rund fünfzig Kilometer.
  • Mindermengen, meist unter 2.000 Litern, werden mit einem Aufschlag versehen.
  • Die günstigste Heizölsorte ist mitunter ein Lockangebot und nicht immer die optimale Wahl.
  • Online getätigte Bestellungen werden auf Werktage umdatiert.

Den Markt manuell oder automatisch beobachten

Um den richtigen Bestellzeitpunkt und den passenden Händler zu finden, ist es sinnvoll, den Markt auf zwei bis vier Preisvergleichsportalen zu verfolgen. Viele Portale bieten Benachrichtigungen per E-Mail oder App an und informieren Sie automatisch über Preisänderungen oder das Erreichen eines selbst gewählten Wunschpreises.

Wenn Sie einen guten Preis gefunden haben, aber lieber einen lokalen Anbieter unterstützen möchten, fragen Sie dort nach einem Gegenangebot und lassen Sie es sich per Mail bestätigen. Beachten Sie: Wie bei jedem Lieferanten müssen Sie dann sofort und verbindlich bestellen, denn Heizölpreise sind Tagespreise, die sich innerhalb weniger Stunden ändern können.

Sammelbestellungen und Öllagerung

Um Aufschläge wegen Mindermengen zu vermeiden, können Sie sich mit Nachbarn zusammentun. Innerhalb einer Straße oder Siedlung werten viele Lieferanten Sammelbestellungen wie eine einzelne größere Bestellung, weil sich für sie die Anfahrt lohnt. Heizöl selbst wird nicht schlecht, doch wenn Sie Premiumöl kaufen und es dunkel bei etwa 5 bis 15 Grad Celsius lagern, reduzieren Sie Ausflockungen auf ein Minimum.

Der CO2-Preis als langfristiger Faktor

So sinnvoll der Preisvergleich ist, den größten Kostenhebel bietet er nicht. Seit Einführung der CO2-Bepreisung steigt der Heizölpreis strukturell an, und dieser Aufschlag nimmt in den kommenden Jahren weiter zu. Wer langfristig plant, sollte daher prüfen, ob sich ein förderfähiger Umstieg auf eine Wärmepumpe oder eine andere erneuerbare Heizung lohnt, die von der CO2-Abgabe nicht betroffen ist. Der clevere Heizöleinkauf und der langfristige Umstieg schließen sich dabei nicht aus: Solange Sie mit Öl heizen, holen Sie über den Preisvergleich das Beste heraus, prüfen aber parallel, wann sich der geförderte Wechsel auf ein modernes System lohnt. So verbinden Sie kurzfristige Ersparnis mit einer zukunftssicheren Perspektive für die Heizkosten Ihres Haushalts.

Ablauf und Vorbereitung der Lieferung

Haben Sie sich für einen Anbieter entschieden, sollten Sie die Lieferung gut vorbereiten. Klären Sie vorab, ob der Tanklastwagen Ihr Grundstück problemlos erreicht und wie lang der Schlauchweg bis zum Tank ist, denn manche Lieferanten berechnen für längere Wege einen Zuschlag. Prüfen Sie vor der Bestellung den Füllstand und das Fassungsvermögen Ihres Tanks, damit die bestellte Menge auch hineinpasst. Der Grenzwertgeber am Tank verhindert ein Überfüllen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Tankraum zugänglich und die Anlage in ordnungsgemäßem Zustand ist. Eine reibungslose Anlieferung vermeidet Wartezeiten, die bei manchen Anbietern über Zeitpauschalen zusätzlich ins Geld gehen können. Wer regelmäßig bestellt, legt sich am besten eine Übersicht der bisherigen Preise an, um künftige Angebote besser einordnen zu können.

Häufige Fragen zu Heizöllieferanten

Wie finde ich den günstigsten Heizöllieferanten?

Vergleichen Sie tagesaktuelle Angebote über mehrere Preisvergleichsportale und achten Sie auf den Endpreis inklusive aller Zuschläge. Ein lokaler Anbieter macht auf Nachfrage oft ein passendes Gegenangebot.

Worauf muss ich in den Geschäftsbedingungen achten?

Vor allem auf die maximale Lieferdistanz, Mindermengenzuschläge, die tatsächliche Heizölsorte und die Umdatierung von Online-Bestellungen. Diese Punkte beeinflussen den Endpreis erheblich.

Lohnen sich Sammelbestellungen?

Ja. Sie helfen, die für den günstigen Preis nötige Abnahmemenge zu erreichen und Mindermengenzuschläge zu vermeiden. Viele Lieferanten behandeln sie wie eine zusammenhängende Bestellung.

Sind überregionale oder lokale Lieferanten günstiger?

Überregionale Portale bieten oft den niedrigsten Grundpreis, lokale Anbieter punkten mit kurzen Wegen und persönlichem Service. Häufig lohnt es sich, den online gefundenen Bestpreis dem lokalen Händler zu nennen und nach einem Gegenangebot zu fragen.